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TCM: Krankmachende Faktoren erkennen

Vor mehr als 2.000 Jahren entwickelte sich die Chinesische Medizin, die wir in Europa „Traditionelle Chinesische Medizin“ nennen. Ihre hier gebräuchliche Kurzbezeichnung lautet TCM.

Die TCM als ganzheitliches Konzept

Wer diagnostizieren will, muss wissen, wonach er suchen soll. Die TCM reduziert die krankmachenden Faktoren auf einige wenige innere, äußere und neutrale Faktoren. Äußere Faktoren sind beispielsweise Wind, Hitze, Kälte etc. Von besonderer Bedeutung sind die inneren Faktoren (z. B. Trauer, Freude, Wut, Grübeln, Angst), weil damit der Bogen zur Psychotherapie geschlagen wird. Es ist immer wieder darauf hinzuweisen, dass die TCM ein ganzheitliches System ist.

Deshalb ist der Einbezug psychischer Faktoren eine Selbstverständlichkeit. Neben diesen pathogenen Ursachen können natürlich auch Unfälle, Diätprobleme (Nahrungsmittelvergiftungen, falsche Ernährung) und sexueller Exzess pathogen wirken. In der Diagnostik werden die pathogenen Faktoren mit dem System der Funktionskreise in Beziehung gesetzt, was zur Erkennung des Ansatzpunktes für die Therapie führt.

Kleine, feine, fernöstliche Kniffe für ein gesünderes Leben

Viele Menschen bringen diese Art der Medizin und vor allem ihre Behandlungsmethoden mit Akupunktur und geheimnisvollen Rezepturen in Verbindung. Doch TCM kann mehr. Sie kennt zum Beispiel auch kleine Kniffe für ein gesünderes Leben.

  • Augenrollen (zur Stärkung der Sehkraft): Rollen Sie einmal täglich bei entspannten Augen die Augäpfel zunächst imUhrzeigersinn, dann in der Gegenrichtung.
  • Haareziehen (gegen Haarausfall): Nehmen Sie ein Büschel Haare zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehen Sie es 20- bis 30-mal in schnellem Rhythmus nach unten.
  • Rückwärtsgehen (gegen Verspannungen): Gehen Sie fünf bis zehn Minuten täglich in der eigenen Wohnung rückwärts. Die ungewohnten Bewegungsabläufe beugen Fehlhaltungen vor und lockern die Muskulatur.
  • Ohrenreiben (gegen Schmerzen): Reiben Sie mit beiden Händen kräftig über die Ohren. Dann streichen Sie die Ohrränder aus und kneten den am unteren Rand hervorstehenden Knorpel. Abschließend zupfen Sie zehn- bis zwölfmal kräftig am Ohrläppchen.
  • Zähneklappern (gegen vorzeitigen Zahnverlust): Klappern Sie zunächst 24- bis 36-mal leicht mit den Schneidezähnen aufeinander, danach mit den Backenzähnen. Beißen Sie dann die Zähne 18-mal fest zusammen. Lassen Sie den Unterkiefer entspannt fallen und stoßen Sie ihn 36-mal mit dem Daumen wieder nach oben.
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