TCM: Diagnostik
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Auch ein ausführliches Gespräch ist ein unverzichtbarer Bestandteil der chinesischen Heilkunst
Wenn in China ein Patient zum TCM-Arzt geht, sagt er nicht: „Ich muss zum Doktor“, sondern „Ich gehe zum Pulsmessen.“ Das zeigt, welch große Bedeutung die klassische Pulsdiagnostik in der Traditionellen Chinesischen Medizin hat. Allerdings verlässt sich der Arzt nicht allein auf die Beurteilung der Pulseigenschaften, sondern gebraucht alle seine Sinne, um den Beschwerden seiner Patienten auf den Grund zu gehen. Dabei sucht er stets nach Störungen, d. h. Leere- und Füllezuständen des Qi im Organismus.
So stellt der TCM-Arzt seine Diagnose:
- Inspektion (Sehen)
- Palpation (Fühlen und Tasten)
- Hören und Riechen
- Anamnese (Befragen)
Schon beim Betreten des Sprechzimmers gewinnt der TCM-Therapeut sehr wichtige Hinweise: Bewegt sich der Ratsuchende schnell und hastig, rudert er mit den Armen, spricht er schnell, mit lauter Stimme und sozusagen mit Händen und Füßen? Dann deutet dies auf einen Überschuss an Yang-Energie hin. Auch ein kräftiger Händedruck und warme Hände weisen in diese Richtung.
10 Fragen sind das absolute Muss
Unabhängig von den Beschwerden, die Sie zum TCM-Arzt führen, wird er Sie nach zehn Themenbereichen befragen, um sich einen Eindruck von Ihrem Gesamtzustand zu verschaffen.
Diese 10 Fragen gehören an den Anfang jeder Konsultation:
Auch die Uhrzeit der Beschwerden weisen auf deren Ursachen hin. Denn nach der TCM konzentriert sich das Qi für jeweils zwei Stunden in einem bestimmten Organsystem (siehe Abb. links). Entsprechend werden Störungen dann besonders deutlich. Nach dem Gespräch erfolgen die Puls- und die Zungenuntersuchung.