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TCM: Diagnose durch ausgiebige Gespräche

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite TCM: Behandlungsverfahren

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Sylvia Schneider
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Die wichtigste Diagnoseform in der TCM ist ein ausgiebiges Gespräch

Diagnose

Zunge und Pulsschlag geben dem Therapeuten weitere Hinweise auf Ihren Gesundheitszustand

Wer in China unterwegs zu einem TCM-Arzt ist, der sagt: „Ich gehe zum Puls fühlen.“ Damit wird ausgedrückt, welche große Bedeutung das Stellen der richtigen Diagnose und speziell die Aussagekraft des Pulsschlags in der TCM hat. Im Gegensatz zur westlichen Medizin ist ein TCM-Praktiker weniger an einzelnen Symptomen interessiert. Er versucht vielmehr, sich ein Gesamtbild des körperlichen und energetischen Zustands zu machen.


Dabei verläßt er sich in der Hauptsache auf sein eigenes Wahrnehmungsvermögen. Die bei uns übliche Laboranalyse des Blutes oder EKG-Messungen spielen in der Diagnostik der TCM keine Rolle.

Die vier Grundprinzipien der TCM-Diagnose sind:

  •  Inspektion (Sehen)
  •  Hören und Riechen
  •  Befragung
  •  Palpation (Tasten, Fühlen)

Der Therapeut möchte durch die Diagnose herausfinden, welche der zehn Organfunktionen durch Fülle oder Leere des Qi gestört sind und ob für die Störung eher ein Überschuß oder ein Mangel an Yin bzw. Yang verantwortlich ist. Erst wenn er das herausgefunden hat, kann er entscheiden, zu welcher Diät er dem Patienten rät, welche Kräuter er ihm eventuell verordnet oder – als letzte Möglichkeit – an welchen Punkten er eine Akupunktur, Moxibustion oder Tuina-Massage durchführt.

Den ersten Eindruck von seinem Patienten gewinnt der Therapeut bereits durch dessen äußere Erscheinung. So deuten schnelle hastige Bewegungen mit Armen, Beinen oder Augen eher auf einen Überschuß an Yang hin.

Langsame, zögernde Bewegungen sind dagegen eher Anzeichen eines Vorherrschens von Yin. Wichtige Aufschlüsse erhält der Therapeut außerdem durch Stimme, Atmung oder den Geruch seines Patienten. Weitere Auskünfte bekommt er durch die zehn klassischen Fragen der Diagnose, die jeder Patient gestellt bekommt, egal mit welchen Beschwerden er vorstellig wird.

Die zehn Fragen betreffen folgende Bereiche:

Temperatur:

  •  Fieber oder Frösteln

Schwitzen:

  •  Nachtschweiß oder Tagschweiß
  •  geruchlos oder stark riechend

Kopf und Körper:

  •  Kopfschmerz eher links oder rechts
  •  Schmerz eher stechend oder dumpf

Brust und Bauch:

  •  Herzschmerz oder Druckgefühl an den Rippen

Eßverhalten:

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Massage

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