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So hilft Ihnen die Nadeltherapie bei Entzündungen, Bluthochdruck und Schmerzen aller Art

Bei bestimmten Rücken- und Knieschmerzen erhalten Sie die klassische China-Therapie jetzt sogar auf Krankenschein

Die Akupunktur ist das Verfahren in der TCM, mit dem der Fluss des Qi am schnellsten beeinflusst wird: Dabei setzt der Akupunkteur feinste Metallnadeln (aus Edelstahl oder Silber) direkt in Akupunkturpunkte auf der Haut, um den Fluss der Lebensenergie Qi zu regulieren.

Die meisten Punkte liegen auf den Energiebahnen (Meridiane), auf denen das Qi unseren Körper im 24-Stunden-Rhythmus durchströmt. Die TCM unterscheidet 14 Meridiane (12 paarige und 2 einzelne), die in den Fingern und Zehenspitzen entspringen und von dort Richtung Kopf ziehen.

Die Nadeltherapie kann das Qi anregen oder beruhigen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Akupunktur bei zahlreichen Beschwerden als schnelle und wirksame Therapie.

Bei diesen Beschwerden hilft Ihnen die Akupunktur:

  • Atemwegserkrankungen (grippale Infekte, Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis)
  • Pollenallergie und Asthma
  • Augenerkrankungen
  • Magen- und Darmerkrankungen
  • Schmerzen aller Art, z. B. Kopf-, Nerven- und Rückenschmerzen, Wundschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Lähmungen nach Unfällen und Schlaganfall
  • In erster Linie dient die Akupunktur der Ableitung von zu viel Qi bzw. Hitze. Hat der Akupunkteur den richtigen Punkt getroffen, werden Sie eine so genannte De-Qi-Sensation spüren: Nach dem als spitzer Pieks erlebten Einstich der Nadel breitet sich ein meist angenehm warmes, drückendes oder kribbelndes Gefühl entlang des Meridians aus.

    Bei einer Qi-Schwäche wird der TCM-Therapeut dagegen meist die wärmende Moxibustion wählen: Dazu brennt er über ausgewählten Akupunkturpunkten kleine Kegel aus getrocknetem Beifußkraut ab oder bewegt eine daraus hergestellte brennende Zigarre über den Punkten. Auch das Einstechen einer Nadel mit einem kleinen Teller am Griff, auf dem der Moxakegel entzündet wird, ist hoch wirksam.

    Die Wirkungsweise der Akupunktur ist noch nicht genau geklärt. Belegt wurde bislang, dass die Nadelstiche zur Ausschüttung von Endorphinen führen. Diese körpereigenen Schmerzstiller sind mit Morphium verwandt und dämpfen die Schmerzempfindung im Gehirn. Möglichweise bewirken die Stiche auch heilsame Nervensignale. Dafür spricht, dass viele Akupunkturpunkte genau dort liegen, wo Nervenfasern zusammenlaufen.

    Die Ausbildung des Therapeuten muss stimmen

    Nicht alle Akupunkteure (Heilpraktiker eingeschlossen) haben eine fundierte Akupunkturausbildung, geschweige denn ein TCM-Studium.

    Daran erkennen Sie einen guten Akupunkteur:

  • Er ist Mitglied eines der auf Seite 12 genannten Fachverbände.
  • Vor der Akupunktur führt er ein ausführliches Gespräch sowie Zungen- und Pulsdiagnose durch.
  • Er verwendet sterile Einmalnadeln, die er vor Ihren Augen aus der Packung entnimmt.
  • Er setzt maximal 12 bis 20 Nadeln.
  • Die Nadeln bleiben 15 Minuten „liegen“ und werden zwischendurch vom Therapeuten leicht bewegt, um die Akupunkturpunkte erneut zu stimulieren.
  • Die Behandlung findet in einem abgeschlossen Raum statt.
  • Während der Sitzung werden Sie regelmäßig überwacht.
  • Sofern Ihre private bzw. gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Behandlung nicht übernimmt (siehe Kasten links unten), müssen Sie mit 25 bis 100 € pro Sitzung rechnen.

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