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Grundlagenwissen zum Thema Begrifflichkeiten in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die folgenden Begriffe sind für das Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin unentbehrlich:

Akupunkturpunkte: Genau definierte Stellen auf der Körperoberfläche, in die der Therapeut bei der Akupunkturbehandlung stechen muss, weil über sie Qi besonders leicht zu beeinflussen ist. Es gibt 360 klassische Punkte; sie liegen meist auf einem der 14 Hauptmeridiane und sind anhand von Vertiefungen, Erhebungen oder Öffnungen zu ertasten.

Fünf Wandlungsphasen: Ein modellhaftes System, in das alle Wahrnehmungen und Phänomene eingeordnet werden mit dem Ziel, die Welt besser zu verstehen. Grundlage des Systems sind die Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Sie verändern sich zyklisch. Holz verbrennt im Feuer, wird dadurch zu Erde, aus der Erde entsteht Metall, Metall wandelt sich in Wasser, Wasser bewirkt wieder Wachstum und somit Holz. Diesen Elementen werden alle Phänomene der Erde zugeordnet, die sich dann in gleicher Weise wandeln. Durch die Einordnung der Organe hat dieses System auch Einfluss auf die Therapie von Erkrankungen: Die Leber (Wandlungsphase Holz) nährt beispielsweise das Herz (Wandlungsphase Feuer). Daher kann durch lang aufgestaute Wut nach chinesischer Vorstellung ein Herzleiden entstehen.

Meridiane: Leitbahnen der Lebensenergie Qi. Sie liegen z.T. nahe der Körperoberfläche und können über die Akupunkturpunkte direkt beeinflusst werden.

Moxibustion: Sonderform der Akupunktur, bei der Beifußkraut (Moxakraut) über den Therapiepunkten der Akupunktur abgebrannt wird. Das Kraut liegt meist in Form einer Zigarre vor, die der Therapeut mit dem brennenden Ende immer wieder nah an die Punkte führt. Durch die Moxibustion werden dem Körper energetische Kräfte zugeführt; besondere Heilanzeigen hierfür sind daher Schwäche und Erschöpfung.

Organuhr: Nach der Vorstellung der TCM konzentriert sich das Qi für jeweils zwei Stunden in einem bestimmten Organsystem, bis es dann weiterwandert. In dieser Zeit zeigen sich vorhandene Störungen in dem jeweiligen Organsystem besonders gut und sind auch leichter als sonst therapierbar. Beispielsweise können Schlafstörungen, die immer um Mitternacht auftreten, mit einer Störung der Gallenblasenfunktion zusammenhäng

Qi: Wird im Allgemeinen mit Lebensenergie übersetzt. Für die Chinesen ist Qi nicht etwas rein Energetisches, sondern sie verstehen es als etwas Feinstoffliches. Es gibt verschiedene Arten von Qi: Thin, die „reine Energie“ oder Erbenergie; Yong, die Nahrungsenergie; Than, die Geistesenergie; Oe, die Abwehrenergie sowie die bioklimatischen Energien wie Wind, Hitze, Feuchtigkeit. Qi ist die treibende Kraft aller Aktivitäten und Funktionen im Organismus.

Qi Gong: Übersetzt bedeutet es: Übungen mit der Lebensenergie. Es gibt das harte und das weiche Qi Gong. Letzteres ist stärker medizinisch orientiert. Es ist eine Bewegungsmeditation, bei der mit Atemführung, Körperhaltungen und -bewegungen sowie mit meditativer Konzentration das Qi im Körper bewegt wird mit dem Ziel, die Lebensenergie zu stärken und lange gesund zu leben.

Tai Chi: Eine Art Heilgymnastik, die ihren Ursprung in den altchinesischen Kampfkünsten (Wu Shu) hat und daher als „Schattenboxen“ bezeichnet wird. Sie wird in stilisierten, genau festgelegten Formen und Abläufen ausgeführt. Ziel ist es, leichte, geschmeidige und fließende Bewegungen zu erlernen und die Lebensenergie zu entfalten.

Tuina: Eine Massageform der Chinesen, die nicht auf die Muskeln, sondern auf das energetische System des Körpers einwirkt und die traditionell bei allen Krankheiten eingesetzt wird. Sie hat darüber hinaus auch krankengymnastische Züge.

Yin und Yang: Ein gedankliches Gegensatzpaar, dem alles in der Welt und im Universum zugeordnet werden kann. Wie die beiden Seiten einer Münze ist das eine nicht ohne das andere vorstellbar. Ursprünglich war mit Yin die schattige Seite eines Hügels gemeint und mit Yang die sonnige Seite. So ist Yin alles Dunkle, Kalte, Erdige und Materielle zugeordnet und Yang alles Helle, Warme und Energetische.

Beispiele für die Qualifikation von Yin und Yang:
YangYin
HimmelErde
SonneMond
TagNacht
männlichweiblich
warmkalt
helldunkel
bewegtruhend
hartweich
aktivstofflich
Energie, GeistBlut, Körpersäfte

 

Die fünf Wandlungsphasen
Jeder Stoff, jeder natürliche Vorgang, jedes Organ oder jeder Sinneseindruck wird in der chinesischen Lebensanschauung einer der fünf Wandlungsphasen zugeordnet.
Fünf Wandlungsphasen
 HolzFeuerErdeMetallWasser
Yin-OrganLeberHerzMilzLungeNieren
Yang-OrganGallenblaseDünndarmMagenDickdarmBlase
Geschmacksauerbittersüßscharfsalzig
EmotionWutFreudeDenkenTrauerAngst
Geruchranzigverbranntsüßlichverrottendfaulig
JahreszeitFrühlingSommerSpätsom.HerbstWinter
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