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Feng Shui – Eine alte chinesische Lehre sorgt für Erfolg und Wohlergehen

Sind Sie auch schon einmal über das Wort „Feng Shui“ gestolpert und haben es für eine neumodische Erscheinung oder aber für Geldmacherei gehalten? Dabei ist Feng Shui keines von beiden. Vielmehr steckt dahinter viel altes asiatisches Wissen, das Ihnen zu Erfolg, Zufriedenheit und Gesundheit verhelfen kann.

Obwohl man in letzter Zeit sehr viel von und über Feng Shui liest als auch hört, ist es in Deutschland noch nicht soweit verbreitet wie beispielsweise in Amerika. Sehr viele Entwicklungen, die sich dort abgespielt haben, stehen uns hier zu Lande noch bevor. Doch auch bei uns tauchen mitunter Feng-Shui-Meister auf und versuchen auf unterschiedlichste Art und Weise, diese Lehre von Wind und Wasser den Bedürfnissen der westlichen Menschen anzupassen.

Wer eine ehrliche Feng-Shui-Analyse wünscht, wird es noch schwer haben, einen wirklichen kompetenten Feng-Shui-Berater/-Meister in Deutschland zu finden. Nicht selten treten Missverständnisse auf und bei laienhafter Ausübung wird Feng Shui für den einzelnen zu einem heiklen Thema voller Stolpersteine. Vorurteilsbehaftet denken viele bei Feng Shui an eine wirre Welt aus Farben, Fächern, Wasserfällen, Windspielen und Symbolen. Und ob durch einen blauen oder grünen Fassadenanstrich eher die Beförderung ins Haus steht oder das Sexualleben verbessert wird, bleibt fraglich.

Feng Shui ist eine Philosophie, die dem Menschen hilft

Feng Shui ist keine Religion und hat auch nichts mit Erleuchtung zu tun, sondern ist viel eher mit den Naturwissenschaften verwandt. Der Ausdruck Feng Shui stammt aus einem chinesischen Kanton-Dialekt und setzt sich in der heutigen Form aus den beiden Schriftzeichen Feng (Wind) und Shui (Wasser) zusammen.

So simpel klingend, hat dieser Begriff doch eine weit umfassendere Bedeutung: Feng steht für Wind, Luft, Gas, Wolke, Energiefelder und Energiestrahlen, für Strahlung, Sturm und Taifun. Zu der weiteren Interpretation gehören jene Strukturen, die die sanften Luftströme des Windes leiten: wie z. B. Hügel, Berge, Felsen und Gebäude.

Unter Shui fallen alle fließenden Gewässer, Seen, Teiche, Sümpfe, Regen, auch Straßen, Eis und Schnee sowie Pflanzen und alle Lebewesen, die von Wasser genährt werden.

Um die Beziehungen im Gleichgewicht zu halten, haben alle Maßnahmen im Feng Shui das Ziel, diese zu sichern bzw. wiederherzustellen. Der Grundgedanke des Taoismus bildet die Wurzeln des Feng Shui, wobei das Firmament das erste Lehrbuch darstellt.

Feng Shui nimmt Anhaltspunkte aus der Astrologie, der Astronomie, bezieht Formen der Landschaft auf das Leben der Menschen, sieht in den Elementen, den Farben und den Himmelsrichtungen jene Harmonie, die das Chi – die Urenergie – ungehindert fließen lässt. Stockt das Chi, kommt es zu einer Störung. Die Aufgabe von Wind und Wasser (Feng Shui) ist es, die Wechselwirkungen des Chi mit den Kräften der Natur im Einklang zu halten bzw. die gestörte Harmonie zwischen Mensch, Kosmos und Tao wiederherzustellen. Das Tao ist die Einheit, die alle Widersprüche und Unterscheidungen aufhebt und ist letztlich eine Philosophie, die dem Menschen hilft, das Irdische zu transzendieren.

Doch ohne taoistischen Hintergrund kann die Tiefe des Feng Shui kaum ergründet werden. Im alten China war Feng Shui auf den Kaiserhof beschränkt. Mao entstammte einer Linie von Feng-Shui-Meistern. Er selbst praktizierte diese Kunst, verbot sie jedoch in seinem Land und ließ Feng-Shui-Experten in China verfolgen und töten, um diese Lehre auszuradieren. Wenige Feng-Shui-Gelehrte, die das Glück hatten zu ent- kommen, gingen nach Hongkong, einige auch nach Amerika. Erst seit den neunziger Jahren darf Feng Shui in China wieder praktiziert werden. Es ist weit verbreitet, wird aber selbst dort oft falsch angewendet.

Feng Shui lässt Ihre Lebensenergie richtig fließen

Feng Shui (gesprochen: Fang Schuei) ist eine über 5000 Jahre alte Kunst, Lebensräume harmonisch zu gestalten. Die weit zurückreichende, glanzvolle Geschichte des Feng Shui zählt noch heute als eine der fünf großen praktischen Künste des Taoismus. Die Urenergie des Tao ist das Chi. Sie verbindet und belebt alles, sie bringt alles hervor, und zu ihr kehrt alles zurück. Dieses alte Wissen lehrt, Volksglauben, Religion und Wissenschaft miteinander zu verbinden. So sollte das Chi, übersetzt: der kosmische „Atem des Drachen“, die ungreifbare, jedoch allgegenwärtige Lebensenergie, behutsam seine Umgebung durchfluten, damit die Bewohner in Glück und Harmonie leben können. Diese Energie wird in Japan „Ki“, in China „Chi“ und in Indien „Prana“ genannt. Nach den Kriterien des Feng Shui ist es möglich, Lebensräume zu Energiequellen für Menschen zu gestalten. So wird günstiges Chi angezogen und ungünstiges in positives gewandelt. Allerdings entspringen viele Regeln des Feng Shui „landwirtschaftlichen“ Erkenntnissen. Daher ist ihre Umsetzung in westlichen Städten manchmal unsinnig, insbesondere, wenn Feng-Shui-Regeln allzu streng angewandt werden.

Positive und negative Energie beeinflussen Ihr Leben

Bei der Umsetzung des Feng Shui müssen Sie darauf achten, möglichst viel gute Lebensenergie zu erzeugen. Das Chi sollte in sanft geschwungenen oder kreisförmigen Bewegungen zirkulieren. Den Energiefluss können Sie mit einem Fluss vergleichen; genauso sollte er auch in Ihrer Wohnung sein.

Im Feng Shui gibt es aber auch schlechte Energie; Chi wird zu Sha. Das passiert immer dann, wenn das Chi sich nicht in sanften Bewegungen schlängelt, sondern wenn ein regelrechter Chi-Durchzug herrscht. Das ist zum Beispiel in Räumen der Fall, in denen sich Tür und Fenster gegenüberliegen. In diesem Raum werden Sie nicht zur Ruhe kommen und auch nicht konzentriert arbeiten können – leider ist diese Anordnung oft in Büroräumen an der Tagesordnung.

Gegensätze sollten in Ihrer Wohnung ausgewogen vertreten sein

Das Tao, aus dem Feng Shui entstammt, ist der Ursprung aller Dinge. Wir finden das Tao in allem, was existiert, es kennt weder Anfang noch Ende, es ist die Einheit, das Absolute. Das Tao schuf Himmel und Erde. Das Tao ist die Quelle allen Daseins und es kennt eine grundlegende Dualität: Yin und Yang, zwei komplexe Gegensätze, die aus dem Tao geboren werden und in ihm harmonisch vereint sind.

Diese Gegensätze spielen im chinesischen Denken eine wichtige Rolle. Yin steht für das Weibliche, Passive, Inaktive, introvertierte, aber auch für Nacht, Dunkelheit und Stille. Yang ist der männliche, aktive, extrovertierte Gegenpol und steht auch für Sonne, Tag, Licht und Bewegung. Allerdings sind Yin und Yang keine unüberbrückbaren Gegensätze. Sie bedingen sich gegenseitig: Ohne Yin kein Yang und umgekehrt. Auch in Ihrer Wohnung sollten beide Prinzipien zu ihrem Recht kommen, damit Ruhe und Aktivität ausgewogen vertreten sind.

Feng Shui muss richtig angewendet werden, um Ihnen zu helfen

Eine Feng-Shui-Analyse einer Wohnung beinhaltet u. a.: das Jahr der Erbauung/des Erstbezuges Datumsangaben zu den Jahren, in denen bauliche Veränderungen vorgenommen wurden einen Bauplan Geburtsdaten der Bewohner Angaben über das Grundstück vor der Bebauung Angaben über vorherige Bewohner.

Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden mit Hilfe des Feng-Shui-Kom- passes, einer Umgebungsanalyse, durch Einbeziehen des I Ging und der Acht Trigramme sowie durch mathematisches Ausarbeiten einer „energetischen Signatur“ ausgewertet. Danach wird festgelegt, welchem Typus der Wohnraum unterliegt, und es werden Korrekturen vorgenommen, die sich an den fünf Elementen orientieren.

Fünf Elemente nähren und zerstören einander

Im Gegensatz zu den alten mythologischen Lehren, die einst unsere vier Elemente – Feuer, Erde, Luft, Wasser – hervorbrachten, kennt die Lehre des Feng Shui fünf Elemente: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Diese Elemente weisen mit den in unseren Breiten bekannten Zustandselementen nur begrenzt Parallelen auf. Das Feng Shui teilt die Energie in fünf Elemente, die zyklische Wandlungsphasen darstellen. Ein Element nährt das nächste; aber durch Überspringen von jeweils einem Element zerstört ein Element das andere.

Daraus ergeben sich der Ernährungs- und der Zerstörungszyklus.

  • Der Ernährungszyklus: Feuer brennt mit Holz – also Holz nährt Feuer, Feuer erzeugt Asche, die zu Erde wird – also Feuer nährt Erde, in der Erde entsteht Metall – also Erde nährt Metall, Metall reichert Wasser an – also Metall nährt Wasser, Wasser bringt Holz zum Wachsen – also Wasser nährt Holz.
  • Der Zerstörungszyklus: Das Holz wächst in der Erde; die Erde nimmt das Wasser auf; das Wasser löscht das Feuer; das Feuer schmilzt das Metall; das Metall schneidet das Holz.

 

Mit diesem Wissen versucht Feng Shui einerseits auf ein ausgewogenes Verhältnis aller Elemente im Wohn- bzw. Arbeitsbereich zu achten. Andererseits werden die Elemente so eingesetzt, dass sie regelnd und korrigierend auf das Lebensumfeld einwirken und ausgleichen. Auch hier gilt wieder, dass das Verhältnis der Elemente zueinander ausgewogen sein sollte. Das heißt aber nicht, dass unter dem Element Wasser nur solche Sachen zu verstehen sind, die direkt mit Wasser zu tun haben. Den einzelnen Elementen sind auch Farben und Eigenschaften zugeordnet.

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