Tappen Sie nicht in die Freigepäck-Falle!
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 4. August 2011, 10:00 Uhr
GNL5356
Weil das Fliegen so billig ist, versuchen die Airlines, durch allerlei Zusatzkosten das Geld wieder rein zu holen. Zum Beispiel durch kaum nachvollziehbare Gepäckzuschläge. Welche Tricks Sie kennen müssen.
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Dr. Dietmar Kowertz
Tappen Sie nicht in die Freigepäck-Falle!
Da das Fliegen in den letzten Jahrzehnten immer preiswerter geworden ist, haben die Airlines andere Einnahmequellen entdeckt, durch die sie trotzdem an Ihr Geld kommen. Eine davon ist das Gepäck. Wer jetzt seine Koffer packt, muss sich an Regeln halten, deren Logik sich nicht immer nachvollziehen lässt. 1. Freigepäck-Grenzen sind etwas Persönliches. Wenn Sie z.B. zu zweit verreisen und einen kleinen und einen großen Koffer besitzen, dürfen Sie die Freigrenzen (z.B. 20 kg pro Fluggast) nicht einfach zusammenzählen und in den großen 30 und den kleinen 10 Kilo packen. Die Freigepäckmengen sind nämlich weder übertragbar, noch können sie addiert werden – so der nicht nachvollziehbare Ratschluss mancher Fluglinien, der scheinbar nur darauf abzielt, Reisende abzukassieren. In unserem Beispiel hätte also einer von Ihnen 10 Kilo Übergepäck und müsste – unnachsichtiges Personal am Check-In vorausgesetzt – satte Übergepäck-Gebühren berappen. 2. Höchstgewicht beachten. Auch wenn Sie bereit sein sollten, Übergepäck teuer zu bezahlen, dürfen Sie nicht beliebig viel in einen Koffer stopfen. Bei 32 Kilo pro Gepäckstück ist meistens Ende der Fahnenstange. Ist Ihr Koffer schwerer, wird er gar nicht erst eingecheckt. Sie müssten im schlimmsten Fall im Flughafen-Shop schnell noch einen Koffer kaufen und umpacken! Da die Bedingungen und Kosten von Fluglinie zu Fluglinie variieren, sollten Sie sich vor dem Kofferpacken tunlichst über die „Gebührenordnung“ Ihrer Airline informieren.