Tanken Sie jetzt Mineralstoffe mit Wintersalaten
Sylvia Schneider in Täglich Gesund zum Thema Ernährung
vom 30. März 2010, 16:00 Uhr
GNL5223
Salat ist bei Frauen beliebter als jedes andere Lebensmittel. Mit pikanten, fettarmen Saucen und kleinen Beilagen ist er eine leichte Mahlzeit, die weder belastet noch dick macht. Grundsätzlich unterteilt man die Salate in zwei Gruppen:
- die Lattich-Salate. Sie sondern beim Anschnitt eine milchige Flüssigkeit ab und enthalten nur einen geringen Gehalt an Bitterstoffen. Typische Lattich-Salate sind Kopfsalat, Eisbergsalat, Batavia, Romana und alle Schnitt- oder Pflücksalate;
- die Zichorien-Salate. Sie enthalten ebenfalls Milchsaft, zusätzlich die gesunden Bitterstoffe in unterschiedlichen Mengen. Sie bringen in der Regel mehr Vitamine und Mineralstoffe mit als Lattich-Salate. Typische Zichorien-Salate sind Endivie, Chicoree und Radicchio.
Vital- und sekundäre Pflanzenstoffe machen Salate so wertvoll
Grundsätzlich bestehen die meisten Blattsalate zum größten Teil aus Wasser, weswegen sie nur ganz wenig Kalorien haben. Neben einer großen Menge Ballaststoffe und Chlorophyll finden sich im Salat die Vitamine Beta-Carotin, B1, B2, C und Folsäure sowie größere Mengen der Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Jod, ein wenig Zink, Mangan und Selen. In den Salaten stecken außerdem zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die Sie vor Krankheiten wie Krebs und Herzinfarkt schützen.
Grüne Blattsalate enthalten in ihrem Milchsaft einen Stoff, der opiatähnlich auf das vegetative Nervensystem wirkt. Er dämpft Erregungszustände, hilft bei Stress und fördert den erholsamen Schlaf, weswegen eine Portion grüner Salat am Abend als Einschlafhilfe gelten kann - sofern Salat bei Ihnen nicht zu Blähungen führt. Weil diese Substanz fettlöslich ist, sollte in keiner Sauce für Blattsalate Öl fehlen. Die Bitterstoffe der Blattsalate kurbeln die Verdauung an, heben die Stimmung und stärken das Immunsystem. Darüber hinaus regen sie den Appetit an. Der Bitterstoff Intybin, der beispielsweise in Chicoree, Radicchio oder Endivie enthalten ist, hilft bei Gallen- und Leberschwäche.
So bleibt Ihr Salat frisch und genießbar
Damit der Salat länger frisch bleibt, wickeln Sie ihn am besten in Zeitungspapier ein und legen ihn in die Gemüseschale Ihres Kühlschranks. Zwar hört man immer wieder den alten Küchentrick, welken und leicht angeschlagenen Salat eine Zeit lang in Zuckerwasser zu legen und ihn so wieder fit zu machen. Das ist jedoch nicht empfehlenswert. Werfen Sie den Salat dann besser weg.
Bakterien könnten das im Salat enthaltene Nitrat in Nitrit umgewandelt haben, und dann entstehen in Ihrem Magen zusammen mit Eiweiß Nitrosamine, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen.
Geben Sie in die Salatsauce - auch wenn Sie sie mit Essig angemacht haben - immer einen Schuss Zitronensaft. Das Vitamin C verringert den Abbau von Nitrat zu Nitrit. Verwenden Sie immer gutes kaltgepresstes Öl, am besten Oliven-, Trauben- oder Kürbiskernöl.
Die Freilandsaison beginnt für die heimischen Frühjahrs- und Sommersalate wie Kopfsalat oder Pflücksalat im Mai und endet im Oktober. Kräftige und kräftigende Wintersalate wie Chicoree, Feldsalat oder Endivie stehen jetzt in vollem Saft. Wenn Sie nicht aus regionalem Anbau stammen, werden sie meist aus französischem oder italienischem Freilandanbau importiert. Bevorzugen Sie jedoch am besten heimische Ware. Dann können Sie Ihren Salat auch noch mit einem guten Umweltgewissen genießen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Krafft (31.03. 2010 10:15 Uhr):
Das Einwickeln von Salat in Zeitungspapier ist wegen der Giftigkeit der Druckerschwärze für die Gesundheit sicherlich nicht förderlich. mit freundlichen Grüßen Wolfgang Krafft
Antworten - Kommentar von Sigrid Beier (01.04. 2010 20:41 Uhr):
Eine alternative zum Salatteller: Der Green-Smoothie! Salat mit oder ohne Wildkräuter, einem halben Apfel pro Person und verdünntem Obst- oder Gemüsesaft in den Mixer geben. Mixen-fertig ist der gesunde und leicht verdauliche Gesundheitsdrink.
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