Sulfit-Empfindlichkeit: Sulfite in Lebensmitteln können zu allergischen Reaktionen führen

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von unseren Experten des Mayo Clinic Gesundheits-Brief

In den USA hat die Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) 1986 den Gebrauch von Sulfiten (Salz der schwefeligen Säure) als Konservierungsstoff für Früchte und Gemüse verboten, nachdem entdeckt worden war, dass Sulfite zu leichten bis schweren allergischen Reaktionen führen können. Betroffen davon sind Menschen, die empfindlich auf Sulfite reagieren, besonders Asthmatiker, die zur Behandlung Steroide erhalten. In Deutschland ist im Gegensatz zu den USA der Gebrauch von Sulfiten nicht verboten, sie werden als Nahrungsmittelzusatzstoffe unter E220 aufgeführt.


Trotz des Sulfit-Verbots durch die FDA kommen auch in den USA Sulfite in einer ganzen Reihe von verarbeiteten Lebensmitteln vor. Dazu gehören zum Beispiel

  • Trockenfrüchte
  • einige Fruchtsäfte
  • Weißwein und Weinessig
  • Bratensoßen und Fertigsuppen
  • eingelegtes Gemüse
  • Kartoffelerzeugnisse
  • frische Shrimps
  • Backwaren
  • Marmelade und Gelees.

Darüber hinaus können Sulfite auch in einigen Medikamenten vorkommen. Die Sulfite reduzieren stark den Sauerstoff im Blutfarbstoff Hämoglobin und können das Vitamin B1 zerstören. Vitamin B1 ist lebenswichtig für die Energieproduktion, die Funktion des Nervensystems und die Proteinsynthese.

Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen eine Sulfit-Empfindlichkeit vorliegt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Zu den Symptomen einer Sulfit-Empfindlichkeit gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Durchfall
  • abdominale Krämpfe
  • Stimmungsschwankungen
  • Benommenheit
  • niedriger Blutdruck
  • Atembeschwerden
  • Juckreiz
  • Schwellungen an Händen und Füßen.

Wenn Sie allergisch auf Sulfite reagieren, sollten Sie vor Gebrauch gründlich die Hinweise auf Lebensmitteln und Medikamenten lesen. Achten Sie deshalb auf Begriffe wie Sulfat, Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Natriummetabisulfit – sie bedeuten, dass Sulfite vorkommen.

Wenn Sie unverpackte Lebensmittel auf dem Markt kaufen, erkundigen Sie sich, ob Sulfite hinzugefügt worden sind. Da Restaurants häufig Kartoffelgerichte servieren, die Sulfite enthalten können, sollten Sie statt Pommes Frites oder Kartoffelpüree Backkartoffeln mit Schale bestellen. Wenn Sie Asthma haben, sollten Sie immer Ihr Inhaliergerät dabei haben, um bei einem eventuellen Asthma-Anfall schnell reagieren zu können. Wenn Sie bereits allergische Reaktionen gezeigt haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen Notfall-Plan.

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