Stress sorgt für Pfunde
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Stress
vom 29. September 2008, 05:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
wer stark unter Druck steht, tröstet sich schon mal gern mit Essen. Viele Menschen neigen dazu, die Stressgefühle durch die vermehrte Aufnahme von Kalorien auszugleichen. Selten ist es anfangs wirklicher Hunger, der Stressgeplagte futtern lässt, was das Zeug hält. Etwa 70 Prozent von ihnen essen mehr, um Druck abzulassen, wie Studien ergaben. Den anderen 30 Prozent verschlägt der Stress den Appetit.
Unter Stress schüttet Ihre Nebennierenrinde die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aus. Wenn Sie im Druck sind, muss heute vor allem Ihr Gehirn ran. Es fordert nun pausenlos Glukose von Ihnen - sprich Zucker. Geben Sie dem nach, essen Sie wahrscheinlich viel zu viele Kalorien. Nun kommt ein anderes Hormon ins Spiel: Auch das Hormon Kortison wird vermehrt ausgeschüttet. Dieses sorgt dafür, dass sich Speckrollen in der Bauchregion ablagern. So bekommen selbst Schlanke ihr Bauchfett weg. Dieses wiederum belastet Herz und Kreislauf mehr als etwa Speck an den Beinen. Studien haben nachgewiesen, dass durch Stress ausgelöster Hunger sogar noch anhält, wenn der Stress längst vorbei ist. Auf diese Weise können sogar psychische Probleme Übergewicht führen.
Als Dauergestresste sollten Sie sich schon verwöhnen. Essen Sie gut und essen Sie sich vor allem genüsslich satt - jedoch zu den Mahlzeiten. Bereiten Sie sich selbst gekochte Anti-Stress-Mahlzeiten zu und zelebrieren Sie das Essen in aller Ruhe am schön gedeckten Esstisch, am besten in netter Gesellschaft. Das steht Ihnen zu. Gönnen Sie sich Entspannung und bewegen Sie sich regelmäßig. Und lernen Sie Entspannungstechniken, die Ihnen helfen, Stress und Appetit in Schach zu halten.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb