Stress: Kein Erstauslöser von Multipler Sklerose
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Multiple Sklerose (MS)
vom 1. Juni 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Stress galt lange Zeit als einer der Auslöser für Multiple Sklerose. Entgegen dieser Vermutungen aber zeigt eine neue Studie, dass Stress das Risiko für die Erkrankung nicht erhöht. Wissenschaftler aus Norwegen und Amerika kamen zu diesem Ergebnis, nachdem sie Gesundheitsdaten von über 200.000 Krankenschwestern untersucht hatten.
Studien aus vergangenen Jahren waren davon ausgegangen, dass auch die ersten Schübe der Krankheit durch Stress verursacht werden. Aber die Datenauswertung zeigt andere Ergebnisse. Bei den über 350 von Multipler Sklerose betroffenen Krankenschwestern war kein Zusammenhang zwischen dem ersten Krankheitsausbruch und Stress am Arbeitsplatz oder zu Hause zu erkennen. Ganz im Gegenteil hatten diejenigen das höchste MS-Risiko, die kaum Stress zu Hause und nur leichte Belastungen am Arbeitsplatz hatten.
Es zeigte sich allerdings auch, dass zu viel Stress bei einer bereits bestehenden MS-Erkrankung neue Schübe auslösen kann.
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