Stress kann zu Alzheimer führen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Stress
vom 21. November 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Alzheimer und seine Auslöser - eines der Themen, an denen Wissenschaftler mit Hochdruck arbeiten. Denn ist dieses Rätsel gelöst, lassen sich einfacher Therapien entwickeln, die gegen die Gehirnkrankheit helfen können.
Eine Möglichkeit, was zu dieser Erkrankung führt, könnte Stress sein. Das ist das Ergebnis von Beobachtungen im Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Die Forscher hatten entdeckt, dass sich bei Ratten vermehrt das so genannte Tau-Protein im Gehirn ansammelte, wenn sie unter Stress standen. Dabei handelt es sich um ein Protein, das sich in den Nervenzellen ablagert. Hieran hängen sich Phosphatgruppen und führen zur Verklumpung des Proteins. So kommt es zum Absterben der Nervenzellen - gerade in den Hirnbereichen, die für Lernen und andere höhere geistige Fähigkeiten verantwortlich sind.
Bei den Ratten, die zum Beispiel in vollen Käfigen gehalten wurden, zeigte sich durch die Stresshormone eine starke Phosphoransammlung um das Tau-Protein, zudem konnten sie sich nicht mehr ausreichend erinnern und zeigten sich stark unflexibel.
Diese Erkenntnisse können mit dazu beitragen, dass das Ausbrechen der Alzheimer-Erkrankung in Zukunft wenn nicht verhindert, so doch verzögert werden kann.