Stress erhöht Todesrate bei Krebs
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Augenheilkunde
vom 24. August 2009, 16:00 Uhr
GNL5223
Akute Trennung und die daraus resultierende belastende Einsamkeit sind offenbar Gift für Krebspatienten. Das haben Forscher der Indiana University in Indianapolis herausgefunden. Krebspatienten, die in Trennung leben, sterben eher als die Patienten, die schon länger verwitwet oder geschieden sind. Wahrscheinlich wirkt sich der Stress einer Trennung schädlich auf das Immunsystem aus und unterstützt die Krebserkrankung.
Die Wissenschaftler hatten das Krankheitsregister der USA untersucht und die 5- und 10-Jahres-Überlebensraten von Krebserkrankten untersucht. 63,3 % derjenigen, die verheiratet waren, überlebten die ersten 5, 57,5 % die ersten 10 Jahre nach der Erkrankung. Von denjenigen, bei denen Krankheit und Trennung in einen gemeinsamen zeitlichen Rahmen fielen, überlebten 45,4 % die ersten 5 und 36,8 % zehn Jahre nach der Krankheit. Die Wissenschaftler fordern daher eine intensivere Betreuung krebskranker Menschen, die in Trennung leben. So können der schädliche Stress und die Einsamkeit aufgefangen werden.
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