Stress erhöht Diabetes-Risiko bei Männern
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Diabetes Mellitus
vom 13. Mai 2009, 16:00 Uhr
GNL5223
Übergewicht und unausgewogene Ernährung sind die bekanntesten Diabetes Typ 2-Ursachen. Forscher des Karolinska-Institutes in Stockholm fanden jetzt heraus, das bei Männern noch ein ganz anderes Risiko für Diabetes besteht. Stress und Schlafmangel verdoppeln bei ihnen das Erkrankungsrisiko.
Fast 10 Jahre lang hatten die Wissenschaftler 2.000 Männern und 3.000 Frauen untersucht und medizinische Daten ausgewertet. Die Teilnehmer waren zwischen 1938 und 1953 geboren und hatten vor 10 Jahren, zu Beginn der Studie, völlig normale Blutzuckerwerte. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden die Teilnehmer zu privatem und beruflichem Stress, aber auch zu Ängsten befragt.
Bei den Männern, die seelische Belastungen aufwiesen, stieg das Diabetes-Risiko deutlich an. Es war 2,2-mal so hoch wie bei denjenigen, die keine psychischen Probleme hatten. Bei Frauen war dieser Zusammenhang nicht gegeben. Wahrscheinlich, so die Forscher, beeinflussen Stresshormone im Gehirn die Entstehung von Diabetes. Daher empfehlen sie gerade Männern, die unter Stress stehen, Entspannungstechniken, um der Zuckerkrankheit zu entgehen.
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