Stopp für Schuldgefühle
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 2. September 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Sie haben mal wieder beim Sport gefehlt? Ihren Trainingsplan nicht eingehalten? Im Job einen wichtigen Termin verschlafen? Auf dem Heimweg vergessen, Katzenfutter zu kaufen? Keine Lust gehabt, die Küche aufzuräumen? Macht nichts! Sie dürfen sich zugestehen, dass Sie nicht perfekt sind. Befreien Sie sich von Ihren selbst gesteckten Zwängen, denn diese behindern Sie nur. Ohne inneres Korsett finden Sie schneller zu Gelassenheit und Zufriedenheit.
Schuldgefühle setzen uns ständig auf die Anklagebank. Meist stammen sie aus übertriebenen Ansprüchen an uns selbst sowie der Furcht, der Umwelt nicht genügen zu können. Heute glauben viele Menschen, dass das perfekte Leben mit ein wenig Anstrengung zu erreichen sei. Und wenn es dann doch so einfach nicht klappt, stellt sich schlechtes Gewissen ein. Am Ende können Sie sich nicht einmal mehr ein Stückchen Schokolade oder ein Glas guten Wein gönnen, ohne sich für einen Versager zu halten. Machen Sie Schluss damit und stutzen Sie nicht länger selbst Ihre Flügel.
Das hilft Ihnen dabei:
- Regelmäßiger Sport verbessert Ihre körperliche und seelische Selbstwahrnehmung. Sie werden sensibler für Ihre eigenen Bedürfnisse, gleichzeitig aber auch stabiler bei deren Umsetzung.
- Wenn Sie die Schuldgefühle überfallen, atmen Sie zehnmal tief durch und sagen Sie dann (möglichst laut) „Stopp, bis hierher und nicht weiter". Verweisen Sie das schlechte Gewissen aus dem Zimmer, in dem Sie sich gerade befinden.
- Analysieren Sie die Situation, in der Sie Schulgefühle bekommen. Überlegen Sie sich einmal, ob Sie überhaupt eine Alternative hatten oder ob Sie sich vielleicht auch die Probleme anderer aufhalsen.
- Loten Sie aus, was Sie wirklich wollen und überprüfen Sie abends, was Sie tagsüber umsetzen konnten, beziehungsweise was Sie davon abgehalten hat.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb