Stillen: Ohne Alternativen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 4. Dezember 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Was das Stillen betrifft, so sollte sich Ihre Tochter allerdings dem Baby zuliebe damit anfreunden. Denn Muttermilch ist nach wie vor das beste und gesündeste Nahrungsmittel für ein Baby. Zwar enthält sie wie Kuhmilch auch Schadstoffe, doch die Belastung ist in den vergangenen Jahren erfreulicherweise so stark zurückgegangen, dass frischgebackene Mütter auch nach ganz aktuellen Studienergebnissen ihr Baby mit gutem Gewissen, so oft und so lange stillen können, wie sie wollen.
Neben dem seelischen Aspekt der Verbundenheit von Mutter und Kind liefert Stillen noch eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen:
- Muttermilch ist leicht verdaulich.
- Die in Muttermilch enthaltenen Abwehrstoffe schützen das Baby vor vielen Infektionskrankheiten und Allergien.
- Gestillte Kinder sind seltener krank.
- Muttermilch ist hygienisch einwandfrei und immer richtig temperiert.
- Die Gebärmutter bildet sich schneller zurück und der Blutverlust im Wochenbett ist geringer.
Auch während der Stillzeit ist es besonders wichtig, dass Ihre Tochter sich ausreichend und ausgewogen ernährt. Unter anderem prägt eine einseitige Ernährung der Stillenden auch die späteren Geschmacksvorlieben eines Kindes. Das Baby sollte nach dem Abstillen auf keinen Fall vegetarisch ernährt werden, damit es nicht zu einer Mangelentwicklung kommt. Es braucht beispielsweise das Eisen aus dem Fleisch für seine Blutbildung und Sauerstoffversorgung. Außerdem sollte es später aus dem gesamten Nahrungsspektrum heraus selbst und möglichst unbelastet entscheiden können, was es essen möchte.