Startschuss in den Frühling: So geht es los mit dem Fasten
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 5. März 2010, 06:00 Uhr
GNL5223
Eine Fastenkur beginnt mit ein bis zwei so genannten Entlastungstagen, an denen überwiegend Obst und Gemüse gegessen wird. Damit könnten Sie jetzt allmählich beginnen. Danach leitet eine gründliche Darmentleerung mit dem abführenden Glaubersalz aus der Apotheke (etwa 30 bis 40 Gramm in Wasser aufgelöst) das eigentliche Fasten ein.Das gebe ich Ihnen aber jeweils noch genau an. An den Fastentagen wird entweder nur Wasser, nur Kräutertee, leichte Brühen, Molke oder Obstsäfte getrunken. Kaffee, Schwarztee und Nikotin sind ebenso verboten wie Abführ- oder Entwässerungsmittel und Appetitzügler. Regelmäßige Einläufe oder die Einnahme des etwas milderen Abführsalzes (Passagesalz) aus der Apotheke (ein Teelöffel auf ein Glas Wasser) treiben die innere Reinigung voran. Am Ende der Fastentage kommt das Fastenbrechen, die behutsame Rückkehr zur normalen Ernährung. Meist beginnt es mit dem Genuss eines Apfels. Das Geschmacksempfinden ist nach dem Fasten viel intensiver und die einfachsten Nahrungsmittel bescheren Ihnen wahre Geschmacksexplosionen.
Nach den ersten ein bis zwei Tagen fühlen sich die meisten Fastenden pudelwohl, ihre Stimmung steigt, das Schlafbedürfnis sinkt, die körperliche und seelische Leistungsfähigkeit sind enorm. Manche Frauen fühlen sich in dieser Zeit spirituell offener als sonst. Wichtig ist es, sich während dieser Zeit ausreichend zu bewegen, damit Stoffwechsel und Kreislauf ebenfalls "durchgepustet" werden.
Damit Ihr Körper vom Fasten richtig profitiert, sollten Sie Ihre Ausleitungs- und Ausscheidungsorgane ganz bewusst zusätzlich anregen. Die Nierentätigkeit können Sie zum Beispiel gut mit harntreibenden Kräutertees unterstützen. Geeignet sind Löwenzahn, Artischockenblätter, Brennnesselblätter oder Goldrutenkraut. Die Kräuter nehmen Sie entweder als Tee zu sich, als Tinktur, Tabletten oder Pflanzensaft (Artischocke, Brennnessel oder Löwenzahn). Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke zuvor nach Zubereitungen und der entsprechenden Dosis.
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