Startschuss in den Frühling: So fasten Sie erfolgreich
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Fasten
vom 3. März 2010, 06:00 Uhr
GNL5223
solange Sie gesund sind, gibt es normalerweise keine Bedenken, wenn Sie für einige Tage weitestgehend auf Nahrung verzichten. Denn im Prinzip ist der Mensch ziemlich robust. Dann kommen Sie sehr wahrscheinlich mit dem Fasten gut klar. Fühlen Sie sich jedoch angeschlagen, sollten Sie sich zunächst mit Ihrem Arzt beraten - wenn Sie krank sind sowieso. In jedem Fall sollten Sie Ihre Fastenkur sorgfältig planen und vorbereiten.
Zum Beispiel sollte eine Fastenkur immer zeitlich begrenzt sein, denn sonst schadet sie Ihnen mehr, als sie Ihnen nützt. Eine einwöchige Fastenkur ist prima, zehn Tage bis zwei Wochen sind das alleroberste Limit. Jeder Tag, der darüber hinausgeht, ist nachhaltig schädlich - vor allem für Ihre Muskeln. Zweimal im Jahr können Sie eine Woche Fasten einlegen. Das kann Ihnen helfen, Ihre Abwehrkräfte zu stärken, Krankheiten vorzubeugen und sich rundherum besser zu fühlen. Wenn Sie allerdings sehr dünn sind, ist nur einmal jährlich eine Woche Fasten erlaubt. Leiden Sie unter einer Essstörung, liegt es auf der Hand, dass Fasten für Sie tabu ist und Sie professionelle Hilfe brauchen - auch wenn Ihnen dies vielleicht übertrieben vorkommt.
Wenn Sie zu lange fasten, treiben Sie Raubbau an Ihren Muskeln: Wenn der Körper nichts mehr zu essen bekommt, schaltet er automatisch sein eigenes Fastenprogramm ein und ernährt sich von seinen Reserven. Nach und nach baut er Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißreserven ab. Dabei sollen eben auch veränderte Eiweiße und Giftstoffe abtransportiert werden. Deshalb kommt dem ausreichenden Trinken in dieser Zeit auch eine so große Bedeutung zu. Wer jedoch zu lange fastet, riskiert dass dabei bleibende Schäden entstehen - etwa indem Muskelmasse irreparabel abgebaut wird. Es ist dann nicht nur eine erhebliche Muskelschwäche zu befürchten, sondern auch die frühe Entwicklung eines Diabetes. Deshalb sollte eine Fastenkur immer auf einige Tage beschränkt sein und nicht in kurzen Abständen wiederholt werden - insbesondere wenn Sie ohne medizinische Kontrolle fasten. Besonders wichtig ist es deshalb auch, dass Sie die Kur mit sanfter, aber regelmäßiger Bewegung begleiten.
Längeres Fasten als zehn Tage ist dennoch möglich und manchmal medizinisch ratsam, denn es kann - beispielsweise bei chronischen Erkrankungen - zu erwünschten Veränderungen im Stoffwechsel führen. Dies geht aber nur in Fastenkliniken oder unter strenger ärztlicher Aufsicht! Das sollten Sie unter allen Umständen beherzigen.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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