MenüMenü

Yoga und Mini-Trampolin: Wichtige Helfer gegen Müdigkeit und mangelnde Energie

von unserer Amerika-Korrespondentin Jenny Thompson

Liebe Leser,

ich habe mich nie mit Yoga befasst – bis ich neulich anfing, Hatha Yoga zu erlernen, um Nacken- und Rückenprobleme zu bekämpfen. Hatha Yoga ist zu einer Sammelbezeichnung geworden, die eine Reihe von Körperübungen bezeichnet, die aus sanftem Dehnen und Training besteht.

Ich habe bis jetzt erst 4 Yoga-Stunden genommen, aber schon jetzt haben sich meine Schmerzen reduziert und ich fühle, dass ich schon etwas mehr Energie habe. Als mir neulich eine Studie in die Hände fiel, die die Effekte von Yoga auf die Müdigkeit und Stimmungslage von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) untersuchte, war ich dementsprechend fasziniert. Denn ich habe mich immer mal wieder damit beschäftigt, wie MS-Patienten ihre Symptome besser in den Griff bekommen können.

Und zudem ist es auch so, dass wohl jeder Mensch einen Auftrieb für seine Stimmung gebrauchen kann.

Wissenschaftler der neurologischen Abteilung der Health & Science Universität in Oregon haben in einer Studie 57 MS-Patienten untersucht, die sie in 3 Gruppen einteilten:

  • Eine Gruppe erhielt einmal pro Woche Unterricht in Iyengar Yoga. Dieser Yoga-Typ legt Wert auf zunehmende Flexibilität und Stärkung durch eine Korrektur der Körperhaltung.
  • Eine Gruppe erhielt Aerobic-Unterricht auf Fahrrad-Heimtrainern, ebenfalls einmal wöchentlich.
  • Die dritte Gruppe machte überhaupt keinen Sport.

Sowohl vor als auch nach den 6 Monaten Studiendauer nutzen die Wissenschaftler bestimmte Erkennungsmethoden, um die Wahrnehmungsfähigkeit, Wachsamkeit, Stimmung, Müdigkeit, den Angstlevel und die gesundheitsabhängige Lebensqualität abzuschätzen.

Die Forscher fanden keine deutlichen Veränderungen in der Stimmungslage, Wahrnehmungsfähigkeit oder Wachsamkeit bei den Teilnehmern aller drei Gruppen. Aber alle Teilnehmer, die Sport getrieben hatten, zeigten deutliche Verbesserungen in anderen Bereichen: Sie hatten mehr Energie und waren nicht mehr so müde, verglichen mit denjenigen, die keinen Sport getrieben hatten.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich bin der Meinung, dass sich auch die Stimmungslage und andere Faktoren verbessert hätten, wenn die Teilnehmer öfter als einmal pro Woche Sport getrieben hätten, denn vorausgegangene Studien haben gezeigt, das regelmäßiges Training durchaus die Stimmung verbessert und sogar gegen Depressionen hilft.

Leider sind manche MS-Patienten, deren Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist, nicht mehr fähig, wirklich Sport zu treiben. Für sie kann das so genannte Rebounding eine Alternative darstellen. MS-Patienten berichten zum Beispiel vom sofortigen Nachlassen von Schmerzen in der unteren Wirbelsäule, die ihre Ursache darin hatten, dass sie zu viel saßen.

Rebounding nennt man therapeutisches Springen auf einem Mini-Trampolin. Ich kenne MS-Patienten, die Gleichgewichtsprobleme haben. Für sie bietet es sich an, einen zusätzlichen Sicherheitsgurt anzulegen, wenn sie trainieren. Und auch, wenn Sie nur sanftes Training absolvieren und nicht in die Vollen gehen, wird Ihre Pulsfrequenz schon ansteigen.

Neben MS-Patienten können auch Menschen mit Arthritis, Diabetes, Herzkrankheiten und dem chronischer Müdigkeitssyndrom von dem sanften Aerobic-Training auf dem Mini-Trampolin profitieren. Übrigens profitieren diese Menschen im selben Ausmaß auch von Yoga.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten