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Yoga ist nicht nur ein Frauensport: Praktizieren Sie täglich

Yoga sehen viele Männer immer noch als reinen Frauensport oder ein bisschen fernöstlich angehauchte Gymnastik. Dabei übersehen sie, dass es sich dabei durchaus um eine komplexe Sportart handelt, welche die verschiedensten Muskelgruppen anspricht und zur Entspannung beiträgt.

Wirkt Yoga bei Männern so wie bei Frauen?

Yoga ist eine Sportart, die hier im Westen eher von Frauen als von Männern praktiziert wird. Deshalb standen bei Forschungen über Yoga bisher eher Frauen im Mittelpunkt. Forscher der Radiologie der University of Pennsylvania befassten sich nun mit den Auswirkungen von Yoga auf diemännliche Gesundheit. Und zwar wählten sie eine ganz besondere Zielgruppe: Männer, die unter Prostatakrebs litten. Sie wollten wissen, ob Yoga auch bei ihnen das Wohlbefinden stärken kann.

Fast 70 Männer nahmen an der Untersuchung teil, alle erhielten zum Zeitpunkt der Studie eine Bestrahlung. 45 erklärten sich bereit, während dieser Zeit zweimal pro Woche Yoga zu trainieren, jeweils für 75 Minuten. Immerhin 27 von ihnen hielten das Training durch. Während der Studiendauer füllten die Männer immer wieder Fragebögen aus.

Die Erfolge des Yoga

Das Ergebnis war erstaunlich. Die meisten fühlten sich nach dem Training sehr gut. Zudem berichteten sie, dass Erektionsstörungen, Müdigkeit oder Inkontinenz sich nicht verschlechterten. Normalerweise ist dies im Laufe der Bestrahlungsbehandlung der Fall. Hierdurch brauchten die teilnehmenden Männer ihren Lebensstil nicht zu verändern, was ihre Lebensqualität deutlich verbesserte.

Der Grund für die Erfolge des Yoga liegt wahrscheinlich darin, dass der Beckenboden gestärkt und die Durchblutung im Körper gesteigert wird. Das hilft gegen die sonst häufig auftretenden Potenzprobleme und die Inkontinenz.

Die Regelmäßigkeit ist wichtig!

Wenn Sie wollen, dass Yoga bei Ihnen nachhaltig wirkt, sollten Sie Ihre Übungen regelmäßig ausführen. Praktizieren Sie es am besten mindestens zwei- bis dreimal die Woche für rund 15 Minuten. Zum Beginn und zum Ende des Tages haben Sie am meisten von Ihren Übungen. Morgens schenkt Ihnen Yoga Energie für den ganzen Tag und abends hilft es Ihnen, Abstand zum Tag zu finden. Wie viele Übungen Sie jeweils ausführen und in welcher Zusammensetzung, hängt von Ihnen ab.

Wenn Sie Anfänger sind, konzentrieren Sie sich am besten auf einige wenige Übungen. Später können Sie sich dann eigene Reihen zusammenstellen mit Übungen und Haltungen, die Ihnen besonders viel Kraft schenken. Ihre letzte Position sollten Sie drei bis sieben Minuten lang halten, damit Ihr Körper die positive Energie des Yoga richtig auftanken kann. Sie sollten die Übungen möglichst nicht mit vollem Magen machen, denn dann können Sie sich nicht konzentrieren. Ein Yogi praktiziert grundsätzlich nüchtern.

Das Wichtigste kurz und knapp

  • Führen Sie alle Übungen fließend aus.
  • Nehmen Sie jede Stellung langsam ein.
  • Verweilen Sie einen Moment in jeder Position und lösen Sie diese ganz langsam wieder auf.
  • Machen Sie auch zwischen zwei Haltungen keine ruckartigen Bewegungen, schaffen Sie sanfte Übergänge.
  • Halten Sie eine Stellung so lange es Ihnen angenehm ist. In der Regel sind es drei bis acht Atemzüge, wenn Sie geübt sind auch länger.
  • Treten Beschwerden auf oder tut Ihnen etwas weh, beenden Sie die Übung.
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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • Alexander Schenk schrieb am 04.01.2011, 07:14 Uhr

    Das sind doch alles "weniger als" Halbheiten! Irgendwelche allgemeinen Yogaregeln, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, wahrscheinlich aus einem Text herauskopiert, ohne dass gesagt wird um welche Übungen es geht, was Yoga ist, was damit zu erreichen ist. Sehr wenig hilfreich!