MenüMenü

Yoga und was es Ihnen bringt

Die Meditations- und Bewegungslehre ist nach altindischem Verständnis ein spiritueller Weg, um geistige oder religiöse Ziele zu erreichen. In der westlichen Welt wurde vor allem das Hatha-Yoga seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mit seinen Übungen für den Körper populär. Regelmäßiges Yoga-Training hat viele gesundheitliche Wirkungen.

Yoga-Training dehnt Gelenke und Muskeln, fördert durch die bewusste, tiefere Atmung die Durchblutung (auch die Blutversorgung im Gehirn) und baut Stresshormone ab. Die volle Wirkung entfaltet Yoga allerdings wie Tai Chi Chuan und Qi Gong erst bei regelmäßigem Üben (zwei- bis dreimal pro Woche). Am besten erlernen Sie die Techniken zunächst bei einem geschulten Yoga-Lehrer. Kurse werden in Yoga-Zentren oder von Krankenkassen angeboten. Eine im April 2016 veröffentlichte Metaanalyse zeigt: Yoga hilft bei der Behandlung psychischer Erkrankungen wie einer Depression vergleichbar gut wie eine Psychotherapie.

Junge Frau macht Yoga-Übungen im Freien© yellowj – Fotolia

Yoga vereint Körper, Geist und Seele

Das Wort „Yoga“ stammt aus dem altindischen Sanskrit und bedeutet in der Übersetzung „zusammenspannen“ oder „den Geist sammeln“. Das beschreibt auch die Aufgabe der Yoga-Übungen: Sie sollen lernen, die Kräfte von Körper, Geist und Seele zu bündeln. Dies geschieht in drei Schritten.

  1. Körperübungen: Sie lernen, Ihren Körper zu beherrschen und stärken Muskeln und Sehnen. Es gibt bestimmte Yoga-Übungen, die Sie nicht ausüben dürfen, wenn Sie unter Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Schwindel, Schilddrüsenüberfunktion oder Netzhautproblemen (z. B. Netzhautablösung) leiden. Das sind etwa Übungen, bei denen Sie einen Handstand machen.
  2. Atemübungen: Sie werden sich Ihrer Atmung bewusst. Dadurch sind Sie in der Lage, Ihre Atmung zu steuern, um tiefer und regelmäßiger zu atmen.
  3. Konzentration: Sie lernen, Ihre Gedanken auf den Körperteil zu lenken, den Sie gerade bewegen. Dadurch fällt es Ihnen leichter, sich auf die gerade ausgeübte Tätigkeit zu konzentrieren.

Der gesunde Effekt von Yoga überzeugt

Wenn die meisten Menschen zum ersten Mal von Yoga hören, denken sie an verrenkte Körper und merkwürdige Gymnastik-Übungen mit exotisch klingenden Namen. Doch mittlerweile ist Yoga in der westlichen Medizin anerkannt. Viele Studien bewiesen, dass Yoga bei gefürchteten Zivilisationskrankheiten hilft. Bereits nach vier Wochen regelmäßigen Übens lindert Yoga Rückenschmerzen oder heilt sie komplett.

Während einer Untersuchung mit Diabetikern stellten die Wissenschaftler fest, dass nach sechs Monaten der Blutzuckerspiegel deutlich sank und sich der Harnzuckerspiegel verbesserte. Nach vier Wochen senken die Übungen den Blutdruck fast bis auf normale Werte. Die meditativen Anteile im Yoga können für eine Verbesserung von Angstzuständen sowie Neurodermitis sorgen. Yoga empfiehlt sich darüber hinaus zur Schmerzlinderung. Sie lernen mit Hilfe der Atemübungen, den Atem bewusst „an die Stelle des Schmerzes“ zu schicken. Wissenschaftlich belegt ist, dass an dieser Stelle eine verstärkte Durchblutung und gesteigerte Stoffwechselfunktionen auftreten.

Hatha-Yoga

Das Hatha-Yoga stellt die klassische Variante dar, aus der sich viele unterschiedliche Yoga-Stile entwickelten. Es gilt als perfekter Einstieg für Anfänger und hilft, die Balance zwischen Körper und Geist wiederherzustellen und mit ein wenig Übung in jeder Situation zu halten.

Beispiel: Der Baum (Vrksasana)

Stehen Sie gerade mit Körperspannung und geschlossenen Beinen auf dem Boden. Ihre Arme hängen locker neben Ihrem Körper, Sie schauen nach vorn. Atmen Sie ruhig, tief und bewusst mehrmals ein und aus. Beim nächsten Ausatmen legen Sie einen Fuß flach auf die Innenseite des gegenüberliegenden Oberschenkels. Sie können auch sanft mit der Hand nachhelfen. Wenn Sie noch nicht so flexibel sind, legen Sie den Fuß auf die Innenseite des Knies bzw. der Wade.

Atmen Sie ruhig weiter ein und aus. Ihre Handflächen führen Sie nun auf Brusthöhe zusammen als würden Sie beten. Wenn Sie sich sicher fühlen, können Sie noch Ihre Hände mit geschlossenen Handflächen über Ihren Kopf heben. Halten Sie die Stellung einige Sekunden oder auch Minuten, so wie es für Sie angenehm ist. Wechseln Sie anschließend zur anderen Seite.

Yoga Helmut Erb Yoga ist nicht nur ein Frauensport: Praktizieren Sie täglich

Yoga sehen viele Männer immer noch als reinen Frauensport oder ein bisschen fernöstlich angehauchte Gymnastik. Wir klären auf!

Yoga Dr. med. Michael Spitzbart Schluss mit Ammenmärchen! 8 Mythen rund um Yoga

Yoga ist mittlerweile eine Trendsportart geworden, die viele positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit hat. Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema.

Yoga Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Wechselatmung

Diese Übung aus dem Yoga eignet sich dazu, die Funktionen des vegetativen Nervensystem auszugleichen. Darin liegt vermutlich ihre oft erstaunliche […]

Yoga Helmut Erb Yogaübungen zum Warmwerden: Gestützter Schulterstand

Sie liegen auf dem Rücken. Stellen Sie aus der Rückenlage Ihre Beine auf. Drücken Sie mit Ihren Fersen in den […]

Yoga Helmut Erb Diese Yoga-Übung bringt Ihrem Rücken Entspannung

Sie sitzen im Fersensitz auf Ihrer Yogamatte. Vor Ihnen liegt ein festes und zugleich weiches, längliches Kissen. Bringen Sie Ihre […]