Für Menschen, die Wirbelsäulen- oder Gelenkprobleme haben, empfehle ich gerne Wassergymnastik. Denn gerade das Wasser hilft Ihnen, Sport als wirklich leicht zu empfinden. Suchen Sie sich eine Wassertiefe, die Ihnen bis zum Hals reicht, ist der Auftrieb im Wasser so stark, dass Ihre Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen nur noch ein Zehntel Ihres tatsächlichen Körpergewichtes tragen. So erklärt sich auch schon der erste Vorteil der Übungen, die ich in diesem Artikel für Sie zusammengestellt habe: Sie entlasten Ihre Gelenke, stärken aber gleichzeitig alle wichtigen Muskeln, die Sie brauchen, um Rumpf und Wirbelsäule stabil zu halten.
Die benötigten Hilfsmittel für die Übungen können Sie sich alle beim Schwimmmeister ausleihen, in den meisten Bädern sogar kostenlos. Sie können Sie aber auch im Sportgeschäft kaufen. Poolnudeln kosten bis zu 5 €, Paddles zwischen 10 und 15 € pro Paar, und die Gummibälle erhalten Sie ebenfalls für rund 5 €.
Ihr ganzer Körper profitiert
Ein weiterer Vorteil des Wassersports – oder Aqua-Trainings, wie es neudeutsch heißt – ist, dass Sie ein ganzheitliches Training absolvieren. Sie stärken nicht nur Ihren gesamten Bewegungsapparat, sondern trainieren auch Ihr Herz-Kreislauf-System. Zudem schweben Sie durch den Wasserauftrieb – das schult nicht nur Ihren Gleichgewichtssinn, sondern regt auch Ihre Konzentration an. Wassergymnastik hat einen fünfmal so starken Trainingseffekt wie vergleichbare Übungen an Land.
Darauf sollten Sie achten
Auch wenn Sie die Anstrengung bei der Wassergymnastik nicht als belastend empfinden werden, handelt es sich hierbei dennoch um Sport. Daher müssen Sie sich auch vor den Übungen aufwärmen. Das können Sie am besten mit sanften Laufbewegungen im Wasser. Joggen Sie einfach zwei Minuten im Wasser – so werden Ihre Muskeln ausreichend auf die folgenden Übungen vorbereitet. Mein zweiter Tipp wird besonders wichtig, wenn bald das Wetter wärmer wird: Sie merken im Wasser nicht, wenn Sie schwitzen. Aber Sie tun es, glauben Sie mir. Auch beim Wassersport ist es wichtig, dass Sie den Flüssigkeitshaushalt Ihres Körpers im Lot halten. Wenn Sie erst Durst verspüren, ist es zu spät. Nehmen Sie sich daher eine Flasche Sprudel oder Apfelschorle mit und vergessen Sie nicht, vor, während und nach dem Training zu trinken. Leider ist das Trinken während des Trainings in städtischen Bädern so gut wie immer verboten – schauen Sie, ob Sie ein vereinseigenes Bad in der Nähe haben. Diese erlauben es fast immer – so lange Sie eine Plastik- und keine Glasflasche an den Rand stellen.