MenüMenü

Was 30 Minuten Gartenarbeit für Ihre Gesundheit tun

Während das Arbeiten im eigenen Garten früher nur als etwas für spießige Laubenpieper galt, nimmt die Zahl der Gärten und Gärtnerinnen seit einiger Zeit wieder rasant zu. Selbst junge Menschen finden das Gärteln zunehmend „voll cool“. Die Gartenbranche schreibt deutlich steigende Milliardenumsätze.

Für die Gärtner bedeutet der Einsatz im Grünen vor allem ein gestalterisches Vergnügen an der frischen Luft, eine innige Verbundenheit mit der Natur. Bereits das Werkeln auf einem Balkon, einer kleinen Terrasse oder der Küchenfensterbank schenkt grünes Glück und Gelassenheit. Allein durch ihre Düfte, Formen und Farben sind die Pflanzen eine Wohltat für unsere Sinne.

Ihr Garten als Apotheke für Körper und Seele

Doch ist Gartenarbeit noch viel mehr: Neue Untersuchungen weisen nach, dass sie wie ein Gesundheitselixier auf Körper und Seele wirkt.

  • Stress: Schon 20 Minuten Gartenarbeit wirken wie ein Miniurlaub und bauen Stresshormone ab. Ihre Konzentrationsfähigkeit steigt.
  • Diabetes: Allein eine halbe Stunde tägliches Gärtnern schützt Sie vor Diabetes. Bewegung ist nämlich das beste Schutzmittel.
  • Immunsystem: Die Arbeit im Garten stabilisiert Ihr Herz-Kreislauf-System, baut Stress ab und stärkt Ihre Immunkräfte.
  • Osteoporose: Gärteln gegen den Knochenabbau funktioniert super. Die Gartenarbeit stärkt Ihre Muskulatur und sorgt so für den gesunden Aufbau Ihrer Knochen.
  • Blutfettwerte: Gartenarbeit fördert das herzschützende „gute“ HDL-Cholesterin. Bereits 50 Minuten im Garten sind ein Schutz für Ihr Herz.
  • Bluthochdruck: Wenn Sie an fünf Tagen in der Woche eine halbe Stunde im Garten „pusseln“, geht Ihr Blutdruck mit der Zeit dauerhaft zurück.
  • Depressionen: Bereits leichte Gartenarbeit stimuliert die Psyche. Speziell die grüne Farbe der Pflanzen lässt die Glückshormone im Gehirn sprudeln.
  • Hautkrankheiten: Das Sonnenlicht hilft bei unreiner Haut, Ekzemen, Schuppenflechte und Neurodermitis.
  • Vitamin-D-Mangel: Das Tageslicht ermöglicht es dem Körper, Vitamin D zu bilden. Das ist wichtig für Ihren Knochenaufbau.
  • Einsamkeit: Gartenarbeit nimmt Sie ganz gefangen und lässt Sorgen in den Hintergrund treten. Sie können Pflanzen und Tiere hegen und pflegen. Sie sehen, wie diese auf Ihre Zuwendung reagieren und werden dafür belohnt.

Der eigene Heilgarten

Doch nicht nur die Gartenarbeit schenkt Ihnen viele gesunde Möglichkeiten. Auch was im Garten wächst, kann Ihre Küche und Ihre Hausapotheke bereichern. Heilkräuter lassen sich nicht nur im Beet ziehen, sondern auch in Töpfen, Kübeln und Kästen auf Terrasse, Balkon oder Küchenfensterbank. Sie können die Pflanzen säen oder bereits vorgezogen kaufen. Was Sie auf Wochenmarkt oder in der Gärtnerei nicht finden, wird von speziellen Kräuterversandgärtnereien angeboten.

Diese Kräuter sollten auf alle Fälle in Ihrem Heilgarten vorhanden sein:

  • Thymian
  • Rosmarin
  • Oregano
  • Salbei
  • Kamille
  • Zitronenmelisse
  • Pfefferminze
  • Basilikum

Essbare Blumen sind ebenfalls gesund und zieren Ihre Speisen. Dazu zählen:

  • Gänseblümchen
  • Ringelblumen
  • Vergissmeinnicht
  • Lavendel
  • Kapuzinerkresse
  • Stiefmütterchen

Um ihr volles Aroma entfalten zu können, brauchen die meisten Kräuter einen sonnigen und windgeschützten Standort. Ihr Auge freut sich, wenn so ein Kräuterbeet etwa mit Lavendel, Eberraute oder Ysop umrandet werden kann.

Ernten Sie frische Heilpower

Frisch geerntet enthalten die Kräuter die meisten Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Nahrungspflanzen sind in erster Linie durch ihren Gehalt an Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten wertvoll. Dass sie immer auch eine Heilwirkung haben, liegt vor allem an ihren zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen. Diese bescheren den Kräutern ihre Heilkräfte. Meist sind mehrere arzneilich wirksame Inhaltsstoffe vorhanden.

Inzwischen weiß man, dass auch nicht unmittelbar wirksame Begleitstoffe bedeutsam sein können, etwa indem sie die Wirkung der heilkräftigen Inhaltsstoffe steuern. Daraus erklärt es sich, dass Sie von Heilkräutern meist viel mehr Wirkung erwarten können, wenn Sie diese als frische Pflanze verwenden, als wenn Sie einen isolierten Wirkstoff oder Wirkstoffkomplex einnehmen.

Das sollten Sie beim Gärtnrn beachten

Nicht jeder verfügt über einen eigenen Garten, doch viele Wohnungen haben Balkone und jede hat Fensterbänke. Mit ein bisschen Fantasie können Sie auch hier vom gesundheitlichen Nutzen der Gartenarbeit profitieren. So gedeihen zum Beispiel Tomaten hervorragend am Balkongitter.

Eine andere Alternative ist ein kleiner Kräutergarten auf der Fensterbank. Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, Rosmarin oder Thymian lasen sich gut aus Samen ziehen und gedeihen problemlos in einem Blumenkasten. Auf dieselbe Weise lassen sich auch Radieschen und Minipaprika züchten. Wenn Sie die Früchte Ihrer Arbeit ernten, werden Sie sich freuen, wenn Sie Ihre Speisen gesund mit selbstgezogenen Kräutern würzen können.

So schützen Sie Ihre Gesundheit bei der Gartenarbeit

  • Achten Sie auf Ihren Rücken. Transportieren Sie schwere Gegenstände wie Pflanzkübel oder Säcke mit Erde mit einer Sackkkarre.
  • Verwenden Sie Kniepolster. Gehen Sie beim Arbeiten am Boden auf die Knie und legen Sie zur Schonung spezielle Kniepolster (aus dem Baumarkt) unter.
  • Arbeiten Sie nicht gebückt. Gehen Sie, wenn es notwendig ist, mit geradem Rücken in die Hocke.
  • Verwenden Sie ergonomische Gartengeräte. Harken und Hacken mit einem langen Stil ermöglichen Ihnen das aufrechte Gärtnern.
  • Schützen Sie Ihre Hände. Arbeiten Sie mit Handschuhen, um Verletzungen und Infektionen zu vermeiden.
  • Sorgen Sie für einen ausreichenden Sonnenschutz. Tragen Sie einen breitkrämpigen Hut und verwenden Sie Sonnencreme, wenn Sie längere Zeit im Garten arbeiten.
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten