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Warum Wandern Sie fitter hält als Radfahren

Dass einfaches, aber häufiges Gehen eine echter Gesundbrunnen ist, wurde bereits in den 1960er Jahren durch die „Postboten-Studie“ der Universität Köln deutlich: Verglichen wurden darin Schalterbeamte und Briefzusteller, die zu Beginn ihrer Dienstzeit eine gleich gute Gesundheit aufwiesen. Unter den Schalterbeamten traten im Laufe der Jahre dreimal so viele Herzinfarkte auf wie unter dem aktiven „Fußvolk“.

Mittlerweile konnten die gesundheitlichen Wirkungen des Wanderns vielfach belegt werden. Im Jahr 2007 fand in Saarbrücken sogar der deutsche „Gesundheitskongress Wandern“ statt, auf dem Experten erstmals alle Erkenntnisse zum medizinischen Nutzen des Wanderns zusammentrugen. Neben den positiven Effekten auf Ihren Körper ist Wandern auch ideal, um psychischen Stress abzubauen. Manche Kliniken bieten beispielsweise auch depressiven oder an Neurosen (Ängste, Panik) leidenden Patienten Wandertouren an.

Wanderer verbrauchen mehr Kalorien als Jogger

Als Wanderer brauchen Sie sich also keinesfalls hinter sportlich fitten Läufern zu verstecken: Beim Wandern verbrauchen Sie pro Kilometer sogar mehr Kalorien (vor allem auf schmalen Naturwegen). Wanderer benötigen für diese Strecke zwar etwas länger, aber die typische Ruhe und Gelassenheit macht auch einen Großteil der Wirkungen auf die Psyche aus.

Wandern ist eben nicht mit Leistungsstress und Bestzeiten verbunden. Positiv wirken sich unter anderem auch die Abgeschiedenheit (kein Lärmstress) und die sauerstoffgesättigte Luft in den Wäldern aus.

Variieren Sie Ihr Wandertempo

Waldreiche Mittelgebirge eignen sich wegen der geringeren Steigungen und des milden Reizklimas vor allem, wenn Sie anHerz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen chronischen Krankheiten leiden, die Ihre Beweglichkeit einschränken. Hochgebirgsklima bewährte sich wegen der Reinheit der Luft und des höheren UV-Anteils des Sonnenlichts besonders bei Hauterkrankungen (z. B. Schuppenflechte), Allergien sowie depressiven Verstimmungen. An Nord- und Ostsee (salzhaltige Luft, immunstärkendes Reizklima) sollten Sie die Wanderschuhe schnüren, wenn Sie anfällig für Atemwegsinfekte sind.

Allerdings sollten Sie vor dem Start zur nächsten Wanderung ein paar Tipps beherzigen, damit die Tour wirklich zur „Kur“ für Ihren Körper wird. Planen Sie den Weg nach Möglichkeit so, dass sich die Belastung stets etwas verändert (Steigungen und Gefälle nicht mehr als 5 bis 15 Prozent).

So wird Wandern zum gesunden Vergnügen

  • Beginnen und enden Sie mit kurzen Dehnübungen (Waden und Oberschenkel).
  • Gehen Sie locker und mit nicht zu langen Schritten. Die Arme sollten stets mitschwingen.
  • Wählen Sie bei Wärme ein eher langsames, bei Kälte ein etwas zügigeres Tempo.
  • Weichen Sie an heißen Tagen auf höher gelegene, schattige Wege aus.
  • Setzen Sie sich aber auch (zumindest für kürzere Zeit) bewusst der Sonne aus.

So bereiten Sie sich auf eine lange Wanderung vor

Wichtig ist, dass Sie für eine richtig lange Wanderung über genügend Ausdauer verfügen. Sie können diese trainieren, indem Sie zur Vorbereitung ausgiebige Spaziergänge machen. Wichtig ist, dass diese Sie auch über unebenes Gelände führen, wie es später auch bei der eigentlichen Wanderung der Fall sein wird. Ergänzend können Sie Nordic Walking machen, da Sie hier den Oberkörper trainieren.

Nach einigen Wochen, wenn Sie über ausreichend Kondition verfügen, sollten Sie einen gefüllten Rucksack aufsetzen, wenn Sie spazieren gehen. Auch bieten sich leichte Kraftübungen für Ober- und Unterkörper an. Darüber hinaus: Vergessen Sie nicht, Ihre Wanderschuhe ausreichend einzulaufen.

Und nun: Auf geht’s, der (Wander-)Weg ist das Ziel!

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Alte Kommentare
  • Renate Dechantsreiter schrieb am 13.10.2010, 16:48 Uhr

    der Wanderartikel gefällt mir sehr gut ,habe meine Wette gewonnen,zwischen Radfahren und Wandern also lebe ich gesünder DANKE