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Leseranfrage: Was tun gegen einen Lauf-Wolf?

Bei Läufern, Gehern und strammen Wanderern kommt es häufiger vor, dass sie sich einen Wolf in den Leistenbeugen und an den Oberschenkeln laufen – das sogenannte Intertrigo.

Das gilt insbesondere bei Hitze, wenn viel geschwitzt wird oder wenn Ihre Oberschenkel etwas runder sind und diese aneinander reiben. Bei längeren Laufstrecken, Radeltouren oder Wanderungen kommt dies besonders oft vor.

Intertrigo: Diese Hautregionen sind besonders häufig betroffen

Bevorzugte Hautareale dafür sind die Leistengegend, die Analfalte, der Damm, die innenliegende Seite der Oberschenkel oder die Haut unter den Brüsten. Die Medizin nennt dieses Phänomen Intertrigo oder intertriginöses Syndrom.

Dahinter verbirgt sich eine geschwollene schmerzende nässende Hautläsion, die durch Reibung hauptsächlich in Hautfalten entsteht, wenn Haut auf Haut reibt und die Haut durch den Schweiß allmählich aufweicht. Damit sind Krankheitserregern Tor und Tür geöffnet, und die Haut kann sich nun erst richtig entzünden.

Eine Intertrigo kann sich unbehandelt zu einer bakteriellen Superinfektion auswachsen (es satteln sich dann noch andere Krankheitskeime auf), die außerordentlich schmerzhaft ist. Hautarzt oder Hautärztin kennen sich mit diesem Syndrom gut aus, so dass Sie sich nicht schämen müssen, bei ihnen Rat zu suchen. Hier kann ihnen rasch und nachhaltig geholfen werden.

Das hilft bei Intertrigo

Hilfreich sind vor allen Dingen antiseptische Teil-Bäder mit Povidon-Jod-haltigem Betaisodona und eine Wundsalbe wie beispielsweise Hametum-Salbe aus der Zaubernuss.

In ganz schlimmen Fällen kommen in der Schulmedizin kortisonhaltige Salben zum Einsatz, die normalerweise sehr rasch helfen und nicht lange angewendet werden müssen. Bei einer bakteriellen Besiedlung werden Antibiotika verordnet, bei einer Pilzinfektion ein Antimykotikum. Auch hier verschwinden die Symptome meist sehr schnell.

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • Christina Schafranek schrieb am 20.09.2010, 08:32 Uhr

    Zu meiner 160 kg-Zeit hatte ich öfter mit dem Wolf zu tun. Ich löste das Problem, indem ich 1. einfach Oma-Schlüpfer mit Bein trug und 2. bei einer Rötung sofort Baby-Puder auftrug und mit Watte abdeckte. So kam es - zur grossen Verwunderung meiner Ärztin - nie zu einer grossen Infektion. Das beste Mittel dagegen ist abnehmen, damit sich nie mehr Haut auf Haut reizen kann! LF Tina

  • Dieter K Wessoly schrieb am 20.09.2010, 09:08 Uhr

    Der Artikel hat viel von Schulmedizin. Symptome bekämpfen anstatt die Ursachen. Wenn den schon die Frage lautet: Was tun gegen Lauf-Wolf, dann ist die Antwort nahelliegend: VORBEUGEN! Und dann wäre Ihnen sicherlich auch die Antwort eingefallen, wie z. B. entsprechende Cremes oder z. B. Hirschtalg