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Hören Sie auf die Warnsignale Ihres Körpers

Unterdrücken Sie Schmerzen beim Sport nicht mit Medikamenten, denn es sind Warnsignale Ihres Körpers. Ignorieren Sie diese häufig, können diese Überlastungsschäden die gefährlichen Folgen sein:

  • chronische Schmerzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Nierenschäden, Nierenversagen
  • bei Erkältung: Herzmuskelentzündungen

Ihr Körper ist hoch sensibel, aber nicht sehr sprachbegabt. Schmerz ist eine der wenigen Ausdrucksformen, die er beherrscht, um Ihnen mitzuteilen, dass etwas nicht stimmt. Damit bewahrt er Sie vor größeren Schäden. Wenn Sie Ihrem Körper durch Schmerzmittel diese Möglichkeit, sich zu äußern, nehmen, gehen Sie ein großes unkontrolliertes Risiko ein.

So vermeiden Sie Überlastungsschäden

  • Wärmen Sie sich vor dem Sport auf. Beim Joggen reicht es im Sommer, wenn Sie mit moderatem Tempo als Warm-up starten. Im Winter sollten Sie Ihre Muskulatur schon zum Beispiel im Hausflur auf „Betriebstemperatur“ bringen, indem Sie sie dehnen. Machen Sie auch nach dem Sport regelmäßig Dehnübungen.
  • Hören Sie beim Training auf Ihren Körper: Wenn Sie sich beim Laufen oder Radfahren noch unterhalten oder das Lied, das Sie gerade hören, mitträllern können, ist das Tempo genau richtig.
  • Wenn Sie stark schnaufen und keuchen, sollten Sie die Geschwindigkeit ein wenig drosseln, bis sich Ihr Atem beruhigt hat.
  • Häufige Muskelschmerzen und regelmäßiger Muskelkater sind Warnsignale: Fahren Sie die Intensität Ihres Trainings ein wenig runter.

Sport lindert Herzrhythmusstörungen

Das Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Formen von Herzrhythmusstörungen und an sich nicht lebensbedrohlich. Es ist aber mit Risiken verbunden: So kann die Herzleistung dadurch sinken, weil die Vorhöfe und die Kammern asynchron schlagen. Schlimmstenfalls entwickeln sich durch den verlangsamten Blutfluss Blutgerinnsel, die dann in den Kreislauf gelangen und beispielsweise einen Schlaganfall auslösen. Wer fit ist, erkrankt seltener an Vorhofflimmern (VF). Doch schützt ein guter Trainingszustand auch Patienten, die bereits unter VF leiden, vor den Flimmer-Episoden? Was bringt es, wenn VF-Patienten ihre Fitness erhöhen? Diese Fragen klärten Wissenschaftler der Universität Adelaide (Australien) in der CARDIO-FIT-Studie bei 308 übergewichtigen Patienten mit VF.

Im Rahmen der Untersuchung trainierten die Patienten pro Woche drei bis fünf strukturierte Einheiten (aerobes Ausdauer- oder Krafttraining/niedrige bis mäßige Intensität) mit einer Wochentrainingszeit von 60 bis 200 Minuten. Im Fokus der Wissenschaftler stand die Freiheit von VF-Episoden im 7-Tage- EKG: Tatsächlich war das bei 61 Prozent der Patienten mit deutlichem Fitnesszuwachs der Fall, jedoch nur bei 18 Prozent der Patienten mit geringerem Trainingserfolg. Besonders gut schnitten Patienten ab, die sowohl ihre Fitness deutlich erhöhten als auch ihr Gewicht um mindestens 10 Prozent reduzierten. Bewegung schützt nicht nur generell vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sie kann sogar eine deutliche Linderung bringen, wenn bereits ein Vorhofflimmern (VF) vorliegt.

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Prof. DHfPG Dr. Thomas Wessinghage
Über den Autor Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage ist Prorektor für Hochschulentwicklung und Transfer an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in […]

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