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Grundlagenwissen zum Thema Sportverletzungen

Die Blase gilt als bekanntestes Wehwehchen aller Freizeitsportler. Wenn die Schuhe noch so gut passen und die Socken garantiert keine Naht aufweisen: Es erwischt jeden mal. Hier finden Sie einen Überblick über die typischen Sportverletzungen und die angemessene Behandlung. Beachten Sie: Nicht alle Beschwerden verschwinden nach einer Selbstbehandlung. Wenn Sie mit den folgenden Tipps nicht weiterkommen, Schmerzen nach drei Tagen vorhanden sind oder stärker werden, suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf.

Blasen

Es bildet sich Flüssigkeit unter der obersten Hautschicht. Grund dafür ist Reibung durch zu kleine Schuhe, Nähte, Fremdkörper im Schuh oder starkes Schwitzen. Es existiert beinahe ein Glaubenskrieg um die richtige Behandlung von Blasen. Soll man sie aufstechen oder sogar die abgehobene Haut entfernen? Oder die Blase so lassen, wie sie ist?

Lassen Sie die Blase so, wie sie ist. Die sich ablösende Haut stellt einen Schutz vor eindringenden Bakterien dar. Darüber hinaus kommt es zu Entzündungen oder blutig gescheuerten Stellen, wenn Sie diese Hautschicht entfernen. Kaufen Sie sich lieber in der Apotheke spezielle Blasenpflaster (z. B. von der Firma Compeed). Diese Produkte klebt man straff auf die Blase. Sie liegen wie eine zweite Haut auf. Dort bleiben sie, bis sie sich von selbst lösen. Dann ist die Blase abgeheilt. Entstehen Blasen bei Ihnen durch Schwitzen, pudern Sie die gefährdeten Stellen mit Talkumpuder ab, um die Neubildung von Blasen zu verhindern.

Muskelkater

Sicherlich sammelten Sie mit dieser Erscheinung (Ableitung vom Wort Katarh = Entzündung) Ihre Erfahrungen. Ähnlich einem Alkohol-Kater, wenn Sie einen über den Durst getrunken haben, tritt Muskelkater auf, wenn Sie über den eigenen Leistungsstand hinaus Sport trieben. Früher erklärte man den Muskelkater damit, dass sich überhöhte Milchsäurewerte im Körper ansammeln und die Muskeln dadurch übersäuern. Mittlerweile geht man davon aus, dass die Muskeln bei erhöhtem Anspruch zu stark gedehnt werden und dadurch winzigste Einrisse in den Muskelfasern entstehen. Zum Kühlen gibt es praktische Gelkompressen, die Sie im Eisfach lagern. Sie schmiegen sich an die schmerzende Stelle an. Ebenso gut funktioniert ein normaler Beutel mit Tiefkühl-Erbsen. Auch diese passen sich perfekt der Körperkontur an. Es handelt sich dabei um eine gute und preiswerte Alternative, wenn Sie keine Eiskompresse im Kühlfach haben.

Die typische Sportlersalbe bei Verstauchungen oder ähnlichen Verletzungen ist Voltaren, die sie verschreibungsfrei in der Apotheke bekommen. Die Wirkstoffe dringen jedoch nicht in dem benötigten Maße durch Ihre Haut ein. Als wirksamste Vorbeugung vor einem Muskelkater erwies sich gründliches Aufwärmen. Die empfohlene Einnahme von Vitaminen bewirkt dagegen nichts. Nach ungewohnten Belastungen hilft es unter Umständen, die belasteten Muskeln zu massieren. Manchen Menschen bietet ein warmes Bad oder eine Einreibung mit Franzbranntwein nach dem Sport Schutz vor dem Muskelkater. Vermeiden lässt er sich nicht, aber das beste Rezept gegen die Schmerzen lautet immer noch: weitermachen. Zu Beginn fällt das schwer, aber nach einigen Minuten bemerken Sie den Muskelkater nicht mehr.

Achillessehnenschmerzen

Diese Schmerzen stellen in der Regel die Ursache einer Überlastung dar. Die Schmerzen treten vor allem morgens nach dem Aufstehen auf. Sie sind dumpf, manchmal stechend und verlaufen hinten an der Ferse hoch, teilweise bis zur Wade. Unter Umständen hilft es Ihnen, die Stelle mit Eis zu kühlen sowie die Waden regelmäßig und gründlich zu dehnen. Die Absätze Ihrer Straßenschuhe sollten so flach wie möglich sein.

Schmerzen rund um das Knie

Das Knie gehört zu den empfindlichsten Gelenken in Ihrem Körper. Wenn Sie es beim Training übertrieben, macht sich gerade das Knie gerne bemerkbar. Kühlen Sie es in solchen Fällen mit Eis. Wenn Sie bemerken, dass sich am Knie eine Schwellung bildet, ist es mit Kühlen allein nicht mehr getan. Dann gehen Sie zu einem Sportarzt, um zu vermeiden, dass Sie ernsthafte Knieprobleme verschleppen.

Gerade bei Anfängern resultieren Knieschmerzen daraus, dass die Muskeln rund um das Knie zu schwach sind, um die Kniescheibe zu halten. Die rutscht hin und her und verursacht auf diese Weise die Schmerzen. In diesem Fall hilft es Ihnen, wenn Sie eine Stützbandage tragen, in der das Knie ausgespart ist. Darüber hinaus sollten Sie bis zum Erreichen eines besseren Trainingsstands bergige Strecken vermeiden und Ihre Muskeln rund um das Knie (die der Oberschenkelinnen- und -außenseite) regelmäßig dehnen und kräftigen.

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