MenüMenü

Fußbekleidung: Mit 12 Tipps zum gesunden Laufschuh

Das richtige Schuhwerk ist das A und O für gesundes Sporttreiben. Denn der Schuh ist die direkte Verbindung zwischen Körper und Boden. Er leitet alle mechanischen Kräfte, die beim Laufen entstehen, an den Körper weiter. Mit meinen 12 Tipps finden Sie die richtigen Schuhe.

Laufschuhe© djama - Fotolia

Auf den Körper wirkt beim Laufen mit durchschnittlichem Tempo bei jedem Schritt eine Aufprallkraft, die das Dreifache des Körpergewichts ausmacht. Dieses Gewicht müssen Sehnen und Bänder, aber auch die Schuhe auffangen. Fehlbelastungen durch falsche Schuhe können bei solchen Kraftübertragungen erhebliche gesundheitliche Folgen haben, gute Schuhe wiederum können den Aufprall dämpfen und somit gesundheitlichen Schäden vorbeugen. Aber welcher Schuh ist der Richtige und wann sollte es dringend ein Neuer werden?

Senk-Spreiz-Knick: Keine Bange, zu jedem Fuß passt ein Schuh

Eins ist sicher: Mit einem Schuh, den Sie wahllos vom Wühltisch kaufen, werden Sie nicht glücklich. Er muss schon optimal zu Ihrem Fuß ausgesucht sein. Am einfachsten haben es diejenigen, die mit „Normalfüßen“ gesegnet sind, aber diese Segnung trifft nur auf eine Minderheit der Sportwilligen zu. Die meisten haben Senk-, Spreiz-, Knick-, Platt-, Hohlfüße oder eine Mischung aus all diesen Abnormitäten. Einige Fehlstellungen können durch den richtigen Schuh ausgeglichen werden.

Das zu starke Einknicken des Fußes nach innen (Überpronation) kann durch einen an der Innenseite verstärkten Schuh ausgeglichen werden. Wer Plattfüße hat, sollte Schuhe kaufen, die das Fußgewölbe stützen. Die Beschaffenheit des Fußes muss beim Sportschuhkauf also unbedingt berücksichtigt werden. In einem guten Sportfachgeschäft finden Sie die kompetente Beratung.

Ohne Dämpfung geht es nicht

Qualitätsmerkmal für Trainingsschuhe im Fitnessbereich ist das durchgehende Dämpfungselement in der Sohle. Die Sportschuhe sollten gut gedämpft sein, um Knie- und Rückenbeschwerden vorzubeugen. Allerdings dürfen sie auch nicht zu weich sein, um die Waden nicht zu überdehnen und die Achillessehnen nicht unnötig zu belasten. Die Sohle sollte zudem rutschfest sein mit einer breiten Auflagefläche.

Auch ein guter Schuh tritt eines Tages ab

Die Lebensdauer eines Laufschuhes beträgt je nach Qualität 300 bis 2.000 km. Spätestens wenn sich der Schuh nach innen neigt, muss ein neuer her. Laufen Sie nämlich mit abgetragenen Schuhen, schädigen Sie auf Dauer Ihr Rückgrat, Gelenke, Bänder und Sehnen.

So reinigen Sie Ihre Laufschuhe richtig

Ihre neuen Sportschuhe sollten Sie nicht in der Waschmaschine reinigen, da der Kleber ab ca. 45 °C seine Effektivität verliert. Auch bei geringeren Temperaturen können Waschmittel chemische Reaktionen mit dem Kleber und (gefärbten) Teilen des Obermaterials verursachen. Zudem kann die Sohle unter Hitzeeinwirkung ihre Struktur verlieren. Empfehlenswert ist die Reinigung mit lauwarmem Wasser und einem nicht aggressivem Reinigungsmittel (Spülmittel) sowie einer Handbürste.

Diese Schuhe passen zu Ihren Füßen

  • Normalfuß: Läufer mit einem „Normalfuß“ berühren beim Laufen erst mit der Außenseite des hinteren Fußbereichs den Boden. Dann knickt der Fuß nach innen, um das Körpergewicht abzufangen. Für Läufer, die keinerlei Fußdeformation aufweisen, sowie für leicht übergewichtige Menschen, die beim Laufen etwas nach innen einknicken (Überpronierer), eignen sich die so genannten Stabilschuhe. Sie verfügen über eine Pronationsstütze, die aus einem sehr leichten Kunststoff besteht. Achten Sie darauf, dass die Sohle am hinteren äußeren Bereich des Schuhs aus gehärtetem Karbongummi gefertigt ist, um an dieser wesentlichen Abriebstelle möglichst lange zu halten.
  • Senkfuß: Läufer mit einem Senkfuß knicken in der Landephase sehr stark nach innen ab (Überpronation). Dies kann bei falscher Schuhauswahl oft zu Verletzungen führen. Menschen mit Senkfüßen brauchen die so genannten Bewegungskontrollschuhe. Diese Schuhe sind meistens etwas schwerer als normale Laufschuhe, aber auch sehr haltbar. Sie schränken die Überpronation ein und haben eine spezielle Stabilitätsstütze an der Innenseite des Schuhs.
  • Hohlfuß: Läufer mit Hohlfüßen knicken in der Landephase überhaupt nicht nach innen ab. Der Fuß bleibt ganz gerade oder knickt leicht nach außen (Unterpronation). Die Füße sind in sich oft steif und unbeweglich; ihnen fehlt außerdem der natürliche Aufprallschutz. Solche Läufer brauchen Schuhe mit guter Dämpfung und hoher Flexibilität. Diese Schuhe haben meistens sehr weiche Zwischensohlen, forcieren die Bewegung des Fußes, aber stützen ihn nicht auf der Innenseite ab.
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

Regelmäßig Informationen über Sport und Fitness erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Dr. med. Michael Spitzbart. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!