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Warum Sie als Sportler nicht nur länger leben, sondern auch besser denken können

Mit zwei Bewegungseinheiten pro Woche verringern Sie Ihr Alzheimer-Risiko um mehr als 60 Prozent. Diese Untersuchungen des Karolinka-Instituts aus Schweden machen Mut. Das Gehirn profitiert von der besseren Durchblutung dank Bewegung. Die Zahl frischer Gehirnzellen erhöht sich und die Aktivität der Zellen untereinander steigt. Das verbessert sowohl die Gedächtnisleistung als auch die Konzentrationsfähigkeit. Ein weiterer, angenehmer Nebeneffekt: Die Nervenzellen schütten vermehrt Endorphine aus und diese wirken stimmungsaufhellend und machen fröhlich.

Warum Sportler besser denken

Eine bessere Immunabwehr, gestärkte Herz-Kreislauf-Funktionen und einen stabilen Blutdruck: All das erzielen Sie mit regelmäßigem Sport. Im Gegensatz zu einem Boxer warten Sie als Ausdauersportler darüber hinaus mit einem verbesserten Denkvermögen auf. Die Deutsche Sporthochschule Köln wies nach, dass Sport eine äußerst positive Wirkung auf Ihre geistigen Fähigkeiten hat. Um diesen Effekt zu erzielen, müssen Sie nicht zum Super-Sportler entwickeln.

Bereits regelmäßige Spaziergänge in schnellerem Tempo oder häufiges Treppensteigen steigern Ihre Hirndurchblutung um 20 Prozent. Auf diese Weise verbessert sich die Sauerstoffversorgung Ihres Gehirns deutlich und Ihre Gehirnzellen leisten mehr. Wissenschaftler regten an, den Schulsport aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse unmittelbar vor „schwierige Stunden“ wie Mathematik oder Englisch zu legen. Für Sie heißt das: Wenn Sie eine komplizierte Aufgabe vor sich haben, laufen Sie zunächst ein Stück!

Cleverer Sport macht clevere Köpfe

Eine gesteigerte Durchblutung ist nicht alles, was Sie vom Laufen oder Schwimmen mit nach Hause bringen. Mit der richtigen Bewegung erhöhen Sie sogar aktiv Ihre Intelligenz. Bei jeder körperlichen Aktivität entstehen neue Nervenverbindungen im zentralen Nervensystem. Des Weiteren verstärken sich die neuronalen Netze. Über diese Verbindungen zwischen den Nervenzellen laufen Ihre Denkprozesse ab. Wenn Sie Sportarten mit vielen komplexen Bewegungsabläufen wählen, treiben Sie Ihr Gehirn zu Spitzenleistungen an.

Vermeiden Sie Trainingsarten, die für zu starke Erschütterungen des Gehirns sorgen. Wertvoll ist gleichmäßiger Sport im aeroben Bereich, also wenn Sie genug Sauerstoff für die Energieumwandlung in Ihren Muskelzellen im Blut haben. Ermitteln Sie mit Ihrem Arzt Ihren optimalen Puls-Trainingsbereich und trainieren Sie mit einer Pulsuhr.

Ohne Stress bringt Sport mehr!

Als wirkungsvoll erweist sich in der ersten Zeit ein Schrittzähler. Sie wären überrascht, wie wenig Schritte Sie am Tag zurücklegen. Sie finden die sogenannten Pedometer in jedem Sportgeschäft sowie im Internet. Diese Messung ersetzt nicht die Pulsuhr. Vielmehr liefert sie Ihnen einen interessanten Einblick, wie viele Schritte Sie am Tag laufen. Die Bundesregierung rief vor Jahren in einer Kampagne zu 10.000 Schritten am Tag auf. Das schaffen Sie jedoch nicht einmal als Briefträger. 3.000 Schritte stellen ein gutes Ziel dar, denn am wichtigsten ist die Erkenntnis: Jeder Schritt zählt!

Gehen Sie jedoch nicht mit der Einstellung „Ich muss Sport treiben“ auf den Sportplatz. Sport unter Druck – nach dem Motto „viel hilft viel“ – bringt Ihnen und Ihrem Gehirn nichts. Im Gegenteil: Sie setzen sich durch zu viel und zu schnell ausgeübten Sport unter Stress. Ihr Körper schüttet Stresshormone aus, die die empfindlichen Nervenzellen angreifen und schädigen. Auf diese Weise machen Sie mehr kaputt, als Sie aufbauen.

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