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Koordinationsübungen: So aktivieren Sie die Verbindung Ihrer beiden Gehirnhälften

Je besser Ihre beiden Gehirnhälften zusammenarbeiten, desto besser klappt bei Ihnen die Koordination. Das gilt sowohl für Ihre körper­lichen als auch für Ihre geistigen Fähigkeiten. In diesem Artikel stelle ich Ihnen drei Übungen vor, mit denen Sie Ihre rechte und linke Gehirnhälfte dazu animieren, besser miteinander zu kommunizieren und auch auf Dauer bei dieser fruchtbaren Kooperation zu bleiben. Und ganz nebenbei trainieren Sie Ihr Gleichgewicht.

Mikado© L.Klauser - Fotolia

Übung 1: Zurück in die Grundschule

Erinnern Sie sich an Ihre ersten Schreibversuche? Das Gefühl werden Sie bei dieser Übung wieder erleben. Aber keine Sorge: Mit ein bisschen Übung geht das schnell vorbei. Und Sie werden eine Menge Spaß haben, wenn Sie diese Übung auch mit anderen machen.

Sie brauchen dazu ein Blatt Papier in DIN A4 und zwei Kugelschreiber pro Person. Setzen Sie sich an einen Tisch vor das Papier, und nehmen Sie in jede Hand je einen Kugelschreiber. Versuchen Sie nun, Ihren Vornamen zu schreiben – mit beiden Händen gleichzeitig – von links nach rechts.

Wenn das einigermaßen klappt, dann wagen Sie sich weiter vor: Schreiben Sie nun dasselbe Wort, aber beide Male von der Mitte nach außen: Ihre linke Hand schreibt von der Mitte nach links, Ihre rechte Hand von der Mitte nach rechts. Sie machen es richtig, wenn das Wort rechts normal geschrieben steht und das Wort links spiegelverkehrt. Ganz schön schwierig? Nur am Anfang. Sie werden staunen, wie schnell sich Ihr Gehirn daran gewöhnt.

Übung 2: Fingertippen für Fortgeschrittene

Vielleicht erinnern Sie sich an diese Geschicklichkeitsübung aus Kindertagen. Auch das ist eine schöne Übung für eine Stimmungsauflockerung auf einer Feier.

Sie brauchen dazu nur Ihre beiden Hände und eine Tischplatte: Fangen Sie mit beiden Händen synchron an. Tippen Sie mit den beiden Daumen gleichzeitig auf die Platte, dann folgen die beiden Zeigefinger, die Mittel-, Ring- und die kleinen Finger. Und dann von vorne anfangen. Wenn es gut geht, dürfen Sie immer schneller werden. Das war einfach, aber jetzt wird es spannend. Fangen Sie mit rechts an: Erst tippt der rechte Daumen, dann tippt der linke Daumen, dann folgt der rechte Zeigefinger und dann tippt der linke Zeigefinger etc. Steigern Sie Ihr Tempo, ohne zu schummeln.

Jeder Finger muss wirklich die Platte berühren. Sie werden feststellen, dass es mit einigen Fingern besser klappt und mit anderen weniger gut. Das liegt daran, dass Sie im Alltag einige Finger häufiger benutzen, z. B. Daumen, Zeige- und Mittelfinger, während die beiden anderen Finger oft nur so „mitlaufen“. Bei dieser Übung werden sie aber genauso beansprucht. Anschließend folgt die letzte Steigerungsstufe: Machen Sie das Ganze mit geschlossenen Augen!

Übung 3: Drehen für Profis

Stellen Sie sich aufrecht hin, Ihre Füße sind etwa hüftbreit auseinander. Beginnen Sie mit rechts: Winkeln Sie den Ellbogen an. Lassen Sie Ihre Hand ganz locker und drehen Sie sie im Uhrzeigersinn. Nun nehmen Sie die linke Seite dazu: Winkeln Sie auch hier den Ellbogen an, drehen Sie die linke Hand aber GEGEN den Uhrzeigersinn. Das klappt ganz gut, nicht wahr? Jetzt machen wir es interessanter: Lassen Sie Ihre linke Hand weiterhin drehen, Ihre rechte Hand hört aber damit auf. Sie darf nun eine Faust machen und wieder lösen, Faust – lösen – Faust – lösen etc. Nicht weiterdrehen!

Und nun wechseln Sie die Hände: Rechts dreht und links macht die Faust, die sich löst. Wenn Sie das gut hinbekommen, geht es weiter. Nehmen Sie Ihr rechtes Bein hinzu. Während oben die Hände weitermachen, heben Sie das rechte Bein an, bis Ihr Knie im rechten Winkel steht. Pendeln Sie nun den Unterschenkel nach vorne und hinten, immer hin und her. Oben bei den Händen noch alles klar? Dann wechseln Sie doch mal wieder die Hände. Und danach wechseln Sie das Bein. Probieren Sie es auch mit geschlossenen Augen.

Wie diese 3 Übungen Ihren Alltag erleichtern

Bei allen Koordinationsübungen gilt: Es gibt keine Mindest- oder Höchstzeit, doch je länger Sie etwas üben und je öfter Sie es wiederholen, desto nachhaltiger ist der Effekt. In jedem Fall können Sie von diesen drei Übungen sehr profitieren:

  • Ihnen werden alle Tätigkeiten leichter fallen, die eine Verbindung mehrerer Sinneskanäle erfordern. Und das wiederum wirkt sich auf das Stressempfinden aus: Wenn Sie nicht so schnell überfordert werden, bleiben Sie länger gelassen.  Sie werden sicherer in Ihrem Raumempfinden, weil Ihnen mehrere Kanäle zur Verfügung stehen, um sich in einer neuen Situation zurechtzufinden, z. B. in plötzlicher Dunkelheit (das Licht im Kino oder Hausflur geht aus, während Sie noch auf der Treppe sind).
  • Sie üben Ihr Gleichgewicht, und ein gutes Gleichgewicht brauchen Sie, um sturzsicher zu sein. Ob nun auf dem Fahrrad oder beim Aussteigen aus der Bahn: Wenn Sie müde sind oder nicht so konzentriert, kann es schnell passieren, dass Sie stolpern und aus der Balance geraten. Wenn Ihr Körper aber Erfahrung mit Koordinationsbewegungen hat, gleicht er kleine Fehler ganz von selbst aus. Sie dürfen dann ruhig müde sein und verletzen sich trotzdem nicht.
  • Ein besonders angenehmer Nebeneffekt dieser Übungen ist die geis­tige Wirkung: Wenn Sie mit beiden Gehirnhälften arbeiten, sind Sie viel kreativer und deutlich besser in der Lage, Probleme zu lösen.

Übung 1: Zurück in die Grundschule

Erinnern Sie sich an Ihre ersten Schreibversuche? Das Gefühl werden Sie bei dieser Übung wieder erleben. Aber keine Sorge: Mit ein bisschen Übung geht das schnell vorbei. Und Sie werden eine Menge Spaß haben, wenn Sie diese Übung auch mit anderen machen.

Sie brauchen dazu ein Blatt Papier in DIN A4 und zwei Kugelschreiber pro Person. Setzen Sie sich an einen Tisch vor das Papier, und nehmen Sie in jede Hand je einen Kugelschreiber. Versuchen Sie nun, Ihren Vornamen zu schreiben – mit beiden Händen gleichzeitig – von links nach rechts.

Wenn das einigermaßen klappt, dann wagen Sie sich weiter vor: Schreiben Sie nun dasselbe Wort, aber beide Male von der Mitte nach außen: Ihre linke Hand schreibt von der Mitte nach links, Ihre rechte Hand von der Mitte nach rechts. Sie machen es richtig, wenn das Wort rechts normal geschrieben steht und das Wort links spiegelverkehrt. Ganz schön schwierig? Nur am Anfang. Sie werden staunen, wie schnell sich Ihr Gehirn daran gewöhnt.

Übung 2: Fingertippen für Fortgeschrittene

Vielleicht erinnern Sie sich an diese Geschicklichkeitsübung aus Kindertagen. Auch das ist eine schöne Übung für eine Stimmungsauflockerung auf einer Feier.

Sie brauchen dazu nur Ihre beiden Hände und eine Tischplatte: Fangen Sie mit beiden Händen synchron an. Tippen Sie mit den beiden Daumen gleichzeitig auf die Platte, dann folgen die beiden Zeigefinger, die Mittel-, Ring- und die kleinen Finger. Und dann von vorne anfangen. Wenn es gut geht, dürfen Sie immer schneller werden. Das war einfach, aber jetzt wird es spannend. Fangen Sie mit rechts an: Erst tippt der rechte Daumen, dann tippt der linke Daumen, dann folgt der rechte Zeigefinger und dann tippt der linke Zeigefinger etc. Steigern Sie Ihr Tempo, ohne zu schummeln.

Jeder Finger muss wirklich die Platte berühren. Sie werden feststellen, dass es mit einigen Fingern besser klappt und mit anderen weniger gut. Das liegt daran, dass Sie im Alltag einige Finger häufiger benutzen, z. B. Daumen, Zeige- und Mittelfinger, während die beiden anderen Finger oft nur so „mitlaufen“. Bei dieser Übung werden sie aber genauso beansprucht. Anschließend folgt die letzte Steigerungsstufe: Machen Sie das Ganze mit geschlossenen Augen!

Übung 3: Drehen für Profis

Stellen Sie sich aufrecht hin, Ihre Füße sind etwa hüftbreit auseinander. Beginnen Sie mit rechts: Winkeln Sie den Ellbogen an. Lassen Sie Ihre Hand ganz locker und drehen Sie sie im Uhrzeigersinn. Nun nehmen Sie die linke Seite dazu: Winkeln Sie auch hier den Ellbogen an, drehen Sie die linke Hand aber GEGEN den Uhrzeigersinn. Das klappt ganz gut, nicht wahr? Jetzt machen wir es interessanter: Lassen Sie Ihre linke Hand weiterhin drehen, Ihre rechte Hand hört aber damit auf. Sie darf nun eine Faust machen und wieder lösen, Faust – lösen – Faust – lösen etc. Nicht weiterdrehen!

Und nun wechseln Sie die Hände: Rechts dreht und links macht die Faust, die sich löst. Wenn Sie das gut hinbekommen, geht es weiter. Nehmen Sie Ihr rechtes Bein hinzu. Während oben die Hände weitermachen, heben Sie das rechte Bein an, bis Ihr Knie im rechten Winkel steht. Pendeln Sie nun den Unterschenkel nach vorne und hinten, immer hin und her. Oben bei den Händen noch alles klar? Dann wechseln Sie doch mal wieder die Hände. Und danach wechseln Sie das Bein. Probieren Sie es auch mit geschlossenen Augen.

Wie diese 3 Übungen Ihren Alltag erleichtern

Bei allen Koordinationsübungen gilt: Es gibt keine Mindest- oder Höchstzeit, doch je länger Sie etwas üben und je öfter Sie es wiederholen, desto nachhaltiger ist der Effekt. In jedem Fall können Sie von diesen drei Übungen sehr profitieren:

  • Ihnen werden alle Tätigkeiten leichter fallen, die eine Verbindung mehrerer Sinneskanäle erfordern. Und das wiederum wirkt sich auf das Stressempfinden aus: Wenn Sie nicht so schnell überfordert werden, bleiben Sie länger gelassen.  Sie werden sicherer in Ihrem Raumempfinden, weil Ihnen mehrere Kanäle zur Verfügung stehen, um sich in einer neuen Situation zurechtzufinden, z. B. in plötzlicher Dunkelheit (das Licht im Kino oder Hausflur geht aus, während Sie noch auf der Treppe sind).
  • Sie üben Ihr Gleichgewicht, und ein gutes Gleichgewicht brauchen Sie, um sturzsicher zu sein. Ob nun auf dem Fahrrad oder beim Aussteigen aus der Bahn: Wenn Sie müde sind oder nicht so konzentriert, kann es schnell passieren, dass Sie stolpern und aus der Balance geraten. Wenn Ihr Körper aber Erfahrung mit Koordinationsbewegungen hat, gleicht er kleine Fehler ganz von selbst aus. Sie dürfen dann ruhig müde sein und verletzen sich trotzdem nicht.
  • Ein besonders angenehmer Nebeneffekt dieser Übungen ist die geis­tige Wirkung: Wenn Sie mit beiden Gehirnhälften arbeiten, sind Sie viel kreativer und deutlich besser in der Lage, Probleme zu lösen.
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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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