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Gehirnjogging – Übungen für Ihr Gedächtnistraining

Sudoku© Dhoxax - Fotolia
Gehirnjogging ist der neueste Trend. Angekurbelt wird er durch eine Menge Computerspiele, die mittlerweile dafür erschienen sind. Aber Sie brauchen wirklich keinen Computer oder andere elektronische Geräte, um Gehirntraining durchzuführen und Ihre grauen Zellen auf Trab zu bringen. Ich stelle Ihnen sieben bleiben – und außerdem machen diese Gehirnjogging-Übungen auch noch Spaß.

Wenn Sie einen Muskel nicht trainieren, verkümmert er mit der Zeit. Das haben Sie vielleicht schon einmal am eigenen Leib erfahren, wenn Sie zwei oder drei Wochen bettlägerig waren und zum ersten Mal wieder aufstehen durften. Sie waren dann sehr wackelig auf den Beinen und konnten nur mit Mühe gehen.

Vergessen wird gerne, dass dies auch für unser Gehirn gilt. Es verhält sich ähnlich wie ein Muskel: Wird es nicht beansprucht, verkümmert es. Das bedeutet aber auch: Werden die grauen Zellen gefordert und gefördert, bleiben sie aktiv und stark. Dann sind Sie auch im hohen Alter noch in der Lage, klar zu denken, sich an vieles zu erinnern und die mentalen Herausforderungen des Alltags souverän zu meistern.

Ihr Gehirn braucht Gedächtnistraining – nur so bleibt es fit

Leider werden die meisten Menschen mit dem Alter passiv. Sie vergessen, dass ihr Gehirn Gehirnjogging braucht. Diese Passivität ist der größte Feind Ihres Gehirns. Fit kann es nur bleiben, wenn es angespornt wird, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Da reicht schon der Kontakt mit anderen Menschen oder eine angeregte Diskussion. Noch besser aber ist es, Sie trainieren Ihr Gehirn gezielt mit speziellen Gehirnjogging-Übungen.

Durchbrechen Sie Ihre Routine: Konfrontieren Sie Ihr Gehirn mit Neuem. Das geschieht am einfachsten mit Denk­sportaufgaben. Sehr beliebt sind zurzeit die Sudoku-Zahlenrätsel, die es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gibt. Forschungen haben ergeben, dass das regelmäßige Lösen von Sudokus sogar vor Alzheimer schützen kann.

Aber auch Bewegungsabläufe Ihres Körpers regen Ihr Gehirn an: Es muss die Bewegung koordinieren – je komplizierter, desto besser.

Für alle Denksportaufgaben gilt: Hauptsache, Ihre grauen Zellen bleiben in Bewegung.  Mit anderen Worten: Lassen Sie Ihr Gehirn joggen.

Ich stelle Ihnen im Folgenden eine Kombination aus Körper- und Denkübungen vor, die Sie geis­tig fit halten. Machen Sie diese regelmäßig, am besten jeden Tag. Sie werden schnell merken, wie Sie dabei immer besser werden.

7 Übungen für Ihr Gehirn

  • Gehirnjogging-Übung 1: Fingertippen

    Gerade kleine Dinge machen Ihr Gehirn fit. Tippen Sie daher einfach zwischendurch immer wieder mit dem rechten Daumen auf die Spitzen der rechten Finger. Vom Zeigefinger bis hin zum kleinen Finger und wieder zurück. Fangen Sie langsam an, und steigern Sie das Tempo. Das Gleiche machen Sie dann mit der linken Hand. Profis können beide Hände gleichzeitig benutzen – oder gegengleich tippen. Dafür fangen Sie rechts an – und beginnen links erst, wenn Sie sich mit der rechten Hand schon wieder auf dem „Rückweg“ befinden. So trainieren Sie Ihre Konzentration und Koordination.

  • Gehirnjogging-Übung 2: Polizeiverhör

    Stellen Sie sich vor, Sie müssten in einer polizeilichen Ermittlung aussagen. Was haben Sie an den letzten vier Sonntagen zwischen 15 und 18 Uhr gemacht? Oder was gab es in der letzten Woche bei Ihnen zum Mittagessen? Vielleicht gehen Sie auch noch weiter zurück. Was haben Sie Ihrem Partner oder Ihren Kindern vor zwei Jahren zum Geburtstag geschenkt? Das stärkt Ihr Erinnerungsvermögen.

  • Gehirnjogging-Übung 3: Fingerspiel

    Schauen Sie sich Ihre Hände an. Nun klappen Sie an der linken Hand Zeige-, Mittel- und Ringfinger nach innen auf die Handfläche. An der rechten Hand legen Sie Daumen, Ringfinger und kleinen Finger nach innen. Nun wechseln Sie. Profis versuchen dies mit geschlossenen Augen oder steigern das Tempo. So trainieren Sie Koordination und Konzentration.

  • Gehirnjogging-Übung 4: Kreuzweise

    Gerade wenn Sie stundenlang stupiden Arbeiten nachgehen müssen, ist diese Gehirnjogging-Übung eine sehr gute Unterbrechung. Stellen Sie sich hin, Rücken durchgedrückt. Am bes­ten öffnen Sie sogar das Fenster, damit Sie frische Luft tanken können. Nun gehen Sie auf der Stelle. Dabei ziehen Sie das linke Knie so hoch wie möglich und versuchen, es mit dem Ellenbogen des rechten, angewinkelten Arms zu berühren. Dann beim nächsten Schritt das rechte Knie und den linken Ellenbogen zueinanderführen. Achten Sie darauf, dass Ihr Oberkörper aufrecht bleibt, und dass Sie die Gehirnjogging-Übung langsam ausführen. Die Übung stärkt die Verbindung zwischen rechter und linker Gehirnhälfte.

  • Gehirnjogging-Übung 5: Balancieren

    Sie kennen das Bild vom Seehund, der einen Ball auf der Nase balanciert. Machen Sie es ihm nach. Balancieren Sie – egal wo und egal mit was. Löffel, Lineal oder Besenstiel, auf Hand, Nase oder Fuß:  Ihrer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Allerdings sollten Sie mit stabilen Dingen anfangen. Können Sie ein Lineal auf der Nase halten? Dann versuchen Sie es doch jetzt mit einem Plas­tikbecher. Wenn Sie Gegenstände balancieren, stärken Sie Konzentration, Koordination und Gleichgewicht.

  • Gehirnjogging-Übung 6: Wandbilder

    Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einer großen weißen Wand. Auf die Wand hat jemand nebeneinander in Augenhöhe eine riesige Null und daneben eine ebenso große Acht geschrieben. Strecken Sie nun Ihren linken Arm aus und malen Sie die Null nach. Nun lassen Sie Ihren linken Arm sinken, heben den rechten und zeichnen die Acht nach. Lassen Sie den rechten Arm wieder sinken. Nun heben Sie beide Arme und malen zeitgleich mit links die Null und mit rechts die Acht. Nach einer Weile wechseln Sie Ihre Hände. Das steigert Ihre Augen-Hand-Koordination.

  • Gehirnjogging-Übung 7: Seilspringen

    Vom Kinderspielzeug zum professionellen Sportgerät – längst ist das Springseil nicht mehr einfach nur irgendeine Kordel. Es wird aus speziellen Fasern hergestellt und hat manchmal sogar einen Zähler im Griff, der die gelungenen Sprünge addiert. Genauso gut für Ihre körperliche und geistige Fitness ist aber auch noch die ganz einfache Variante. Probieren Sie es doch ruhig einmal aus: Können Sie es noch? Vielleicht sogar, wie früher, mit gekreuzten Armen? Seilspringen stärkt Ihre Konzentration sowie Ihre Augen-Hand-Koordination.

Mit diesen Übungen halten Sie Ihr Gehirn fit für den Alltag. Sie werden übrigens merken, dass regelmäßige Wiederholungen die Leistung Ihres Gehirns verbessern. Verlegte Alltagsgegenstände und vergessene Namen, auch das werden Sie feststellen, gehören für Sie bei ständiger Übung dann bald der Vergangenheit an.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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