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Gehgeschwindigkeit gibt Aufschluss über Sterberisiko

Es ist erstaunlich, welche Zusammenhänge es in unserem Körper gibt. Hätten Sie zum Beispiel gedacht, dass es möglich ist, über die höchstmögliche Gehgeschwindigkeit eines Menschen auf das Sterberisiko zu schließen?

Auf den ersten Blick klingt diese Behauptung unmöglich. Aber Forscher der Universität Pittsburgh haben nachgewiesen, das genau dies funktioniert.

Gehgeschwindigkeit und Sterberisiko: Der Zusammenhang

Der Grund, warum das Schritttempo einen Ausblick auf das Sterberisiko erlaubt, ist eigentlich plausibel: Wenn Sie gehen, sind viele Körperabläufe beteiligt. Sie brauchen Energie und müssen Ihre Schritte kontrollieren können.

Ihnen muss ausreichend Atem zur Verfügung stehen, daher sind auch Herz, Lunge und Kreislauf an dieser Bewegung beteiligt. Und auch das Nervensystem, schließlich die Beine selbst müssen mitspielen.

Wenn Sie sich nur sehr langsam bewegen können, bedeutet dies in der Regel, dass bestimmte Bereiche in Ihrem Körper geschädigt sind.

Je langsamer, desto gefährdeter

Die Wissenschaftler aus Pittsburgh hatten über 34.000 Menschen über 21 Jahre beobachtet. Egal, wie alt die Studienteilnehmer waren, bei allen war das Sterberisiko höher, je langsamer ihr Schritttempo war. Die Forscher schätzen das Schritttempo als Aussage über das Sterberisiko ähnlich wichtig ein wie die Krankengeschichte, BMI oder Blutdruckwerte.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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Alte Kommentare
  • Hanni schrieb am 10.01.2011, 16:43 Uhr

    Schon lange hat mir kein Artikel so gut gefallen und mich so aufgebaut wie dieser.Ständig werde ich wegen meines schnellen Schrittempos getadelt und damit ist jetzt endgültig Schluss. Ich bin 77 Jahre alt und kann nicht so langsam durch die Gegend schleichen wie die meisten. Muss ich mit jemandem zusammen langsam gehen, tun mir nach kurzem alle Knochen weh. Ich werde also weiter flott durch die Gegend rennen und mich gut dabei fühlen. Vielen Dank für den Artikel!

  • KAEN schrieb am 10.01.2011, 17:13 Uhr

    Hallo, der Bericht ist interessant, aber zu allgemein gehalten und somit keine richtige Aussage!!! --Stimmabgabe schlecht, geht nicht !-- Grüsse KAEN

  • Michael Wiesner schrieb am 10.01.2011, 17:56 Uhr

    Sorry, ich halte das für einen Schmarren! Es ist die natürlichste Sache der Welt, dass nun mal alte Menschen langsamer gehen und damit sind sie dem Tod bestimmt nicht näher!

    • Hanni antwortete am 11.01.2011, 19:50 Uhr

      Nein, das ist eben nicth die natürlichste Sache von der Welt. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber ich glaube nicht, dass ich eine Ausnahme bin. Ich bin 77 J. alt, 1,68 groß und wiege 60 kg. Und für mich ist es schon immer natürlich gewesen flott zu gehen. Nicht nur das, ich kann auch noch kurz laufen und springen. Tanzen sowieso.

  • Winandy Ginette schrieb am 10.01.2011, 19:27 Uhr

    Gibt es eine Tabelle, mit der man anhand der Gehgeschwindigkeit den Prozentwert ausrechnen kann? Spielt die Schrittlänge eine Rolle? Mein Mann legt 11km zurück, ich mit derselben Schrittzahl 10km; er braucht also mehr Atemluft pro Schritt. Die Info macht nur Sinn, wenn man diese und andere Fragen beantworten kann.

    • Winandy Ginette antwortete am 11.01.2011, 21:13 Uhr

      Wenn ich richtig verstanden habe, geht es in dem Beitrag um die Höchstgeschwindigkeit, zu der man fähig ist, und nicht um die Gewohnheit, schnell oder langsam zu laufen. Allerdings hat sich bei mir diese Geschwindigkeit verzehnfacht! seit man vor zwei Jahren bei mir einen lebensgefährlichen Vit.B12-Mangel entdeckte und ich daraufhin regelmässig als einzige Therapie B12-Spritzen bekomme. Das ist auch der Grund für mein Interesse an dieser Studie.

  • h s schrieb am 10.01.2011, 22:53 Uhr

    ihren beitrag finde ich äusserst gut, weill man sich ein wenig kontrollieren kann und daher auf die beweglichkeit besser achten kann und auch sollte im eigenen interesse mf h. sb.

  • werner müller schrieb am 10.01.2011, 23:28 Uhr

    bin 76 und möchte wissen was für eine max. schrittgeschwindigkeit ich haben soll. bitte antworten sie mir unter meiner e-mail adresse.

  • Türckheim Maja schrieb am 11.01.2011, 07:08 Uhr

    Nun, aber es gibt immer Ausnahmen. Meine Mutter ist 92 Jahre geworden und hat sich mind. 30 Jahre kaum bewegt, also wenig gelaufen oder spazieren gegangen. Sie hatte dicke Knie und meinte wenig Bewegung hilft.

  • Anita Oestreich schrieb am 11.01.2011, 10:48 Uhr

    Dieser Kommentar ist sehr aufschlußreich, trotzdem sollte man bei allem auch immer an das Alter denken, das kommt sehr selten ins Gespräch, z.B. kann ein 70jähriger nicht mehr so schnell laufen oder hat leine Beschwerden wie ein Mensch mit 20 Jahren. Auch bei Gewichtsproblemen z.B. spielt das Alter z.B. nach der Menopause eine große Rolle. Aber das wird selten erwähnt oder miteinbezogen. Es ist traurig, wenn ein junger Mensch schon dick herumläuft, da spielt das Essen wirklich eine grosse Rolle. Aber ich z.B. mit 67 Jahren wog bis zu meinem 58. Geburtstag bei 1,70 m Größe immer zwischen 60 und 70 kg. Heute passe ich mächtig auf beim Essen, esse regelmäßig viel Obst, Gemüse und selbstgekochtes Mittag und habe jetzt 90 Kilo, worüber ich sehr traurig bin, und dann nochmal zum Tempo beim Laufen, jettzt gehen wir jeden Tag mindestens 1 Stunde spazieren oder Radfahren und im Sommer arbeiten wir im Garten, aber trotzdem diese Gewichtsprobleme. Auch spielen Operationen ein große Rolle. Es wird aber immer nur von gesunden und jungen Menschen gesprochen und jetzt wird sogar festgestellt, wie schnell ich laufe, daran erkennt man, wann man stirbt. Also mit dieser Feststellung bin ich nicht zufrieden oder hat man etwa wiedereinmal das Alter vergessen?

  • Hakenmüller schrieb am 11.01.2011, 12:46 Uhr

    Die Forscher lassen bei ihren Beobachtungen völlig außer Acht, daß die Psyche eine wesentliche Komponente auf die Gesundheit jener genannten Organe ausübt. Ob jemand ein Stresstyp ist oder keiner. Wenn jemand also langsam läuft, schont er seine Pumpe, das Herz und den Motor für seine Organe viel gezielter, als wie wenn er über dem ihn oft angeborenen Tempo läuft oder gar hetzt. Wie indes die Beobachtung von Menschen, die sehr langsam laufen für die Allgemeinheit von Interesse ist, sollte in der Studie noch deutlicher erklärt werden.

  • Grundgesetz Artikel einhundertsechsundvierzig schrieb am 12.01.2011, 15:34 Uhr

    irgendwie Blödsinn. Gehgeschwindigkeit sagt etwas über Sterberisiko aus. Ich würde gerne mal wissen nach welchen "Kriterien" diese 34.000 Experimental-Personen ausgesucht wurden. Schließlich kann, wie bei jeder anderen zum Teil gefälschten Studie, ein Ergebnis statistisch vorrausberechnet werden. So werden Studien und Statistiken erstellt, habe es schließlich selbst mal gemacht in einem Maschinenbau-Unternehmen. Und nun heißt es dann auf einmal ... das Schritttempo bestimmt Deinen Todeszeitpunkt. Das könnte eine Schlagzeile von dem Lügenblatt Bildzeitung sein !

    • Gabriele antwortete am 13.01.2011, 02:08 Uhr

      Ich fand den Beitrag nicht nur hochspannend, sondern auch sehr aufschlussreich. Für mich alles stimmig ! Vielleicht ist es für manch einen nachvollziehbarer, dass hier ein Zusammenhang besteht, wenn man mal schnelles Gehen einfach als "sportliches Training" sieht. Und Sport treiben, natürlich auch in Maßen, war seit jeher gesund und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass man älter wird und dabei länger gesund bleibt. Ein großes Lob an die Redaktion. Die Beiträge hier sind nie langweilig ! DANKE DANKE DANKE LG Gabriele

  • Anton Volkmer schrieb am 13.01.2011, 12:19 Uhr

    Sehr geehrte Frau Dr. Hübner Es ist sicher eine Frage wert, kann ich oder will ich schnell oder langsam laufen. Wenn ich schnell gehe / laufe erreiche ich eine Geschwindigkeit von ca 8 km / h und da ist dann sicher ein gewisser Stressfaktor dabei der wahrscheinlich nicht gerade gesund ist. Ebenso kann ich schlendern und komme dabei vielleicht auf ca 2 km / h und lasse dabei die Seele baumeln und geniese und erfreue mich an der Natur. Was ist besser?