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Senioren und Sport: Finden Sie „Ihre“ Sportart

Geeignete Sportarten für Senioren gibt es viele. Aber nicht alle vertragen sich mit den beiden alterstypischen Erkrankungen: Gelenkbeschwerden und Herzproblemen. Ich möchte Ihnen einige Sportarten vorstellen, bei denen Sie keine besonderen Kenntnisse, aber auch keine Geräte brauchen. Sie können also sofort loslegen. Welche Sportart kommt nun für Sie speziell in Frage?

Walking (zügiges Gehen) ist eine perfekte Sportart auch für ältere Wiedereinsteiger. Die Belastung der Gelenke ist gering, auch für Herzpatienten ist Walking sehr gut geeignet, denn es regt die Durchblutung an und stärkt damit Ihr Herz. Walking ist sehr effektiv und verbessert rasch Ihre Fitness. Weil die Muskeln beim schnellen Gehen gekräftigt werden, können sie mehr Stützfunktionen übernehmen. Dadurch werden Knochen und Gelenke auch im Alltag deutlich entlastet.

Ich rate älteren Menschen gerne zu Nordic Walking. Durch die beiden Stöcke haben Sie noch mehr Halt, kommen zudem besser voran und erzielen noch bessere Effekte als mit bloßem Walking.

Aquasport:Ganz gleich ob Wassergymnastik oder Aquajogging, die breite Palette des Wassersports bietet für jeden etwas. Geeignet sind diese Sportarten für Sie gerade dann, wenn Sie aufgrund von geschädigten Gelenken, aber auch durch Übergewicht Schwierigkeiten haben, sich zu bewegen. Durch den Auftrieb im Wasser vermindert sich Ihr Körpergewicht. Sie brauchen nur noch 10 % Ihres Gewichts zu tragen; da bewegt es sich gleich viel leichter. Der so genannte hydrostatische Druck im Wasser drückt vermehrt auf die Blutgefäße. Dadurch wird mehr Blut zum Herzen transportiert, das Herz wird auf Dauer gekräftigt. Durch den Wasserwiderstand, gegen den Sie sich bewegen, for dem Sie Ihre Muskeln heraus, die ebenfalls kräftiger werden.

Hilfsmittel wie Schwimmbretter oder lange Schaumstoffstreifen helfen Ihnen zusätzlich, ohne Schwierigkeiten Bewegungen durchzuführen.

Radfahren bringt Sie in Bewegung, ohne dass Sie Ihre Gelenke belasten. Leichtes, langsames Radfahren ist auch bei Herzproblemen sehr vorteilhaft. Sie stärken durch die langsame, gleichförmige Bewegung Herz und Kreislauf, regen Ihren Fettstoffwechsel an und verbessern die Fähigkeit Ihres Körpers, Sauerstoff aufzunehmen.

Achten Sie aber darauf, dass der Lenker so hoch eingestellt ist, dass Sie ohne Rückenschmerzen auch längere Touren durchstehen. Sportliche Mountainbikes sind nicht wirklich empfehlenswert. Finger weg auch vom Fahrrad, wenn Sie unter Gleichgewichtsstörungen leiden die Sturzgefahr ist zu groß.

Joggen: Dauerlauf in langsamem Tempo ist eine Sportart, die ich meinen älteren Patienten überwiegend empfehle. Denn beim Joggen werden circa 70 % der Muskeln der unteren Extremitäten beansprucht — so viele wie bei keiner anderen Sportart. Joggen baut Ihre fettverbrennenden Enzyme wieder auf, senkt den LDL-Cholesterinspiegel und verbessert Ihre Beweglichkeit. Leiden Sie aber unter kaputten Gelenken, sollten Sie aufs joggen verzichten. Herzpatienten können unter Umständen ganz langsam joggen. Sie sollten aber auf jeden Fall Ihren behandelnden Arzt fragen, ob leichtes Joggen für Sie als Herzpatient in Frage kommt.

Schwimmen:Auch mit dem klassischen Brustschwimmen können Sie sich fit halten. Sie profitieren davon, dass Sie sich gelenk- und knochenschonend bewegen. Gleichzeitig regt der Wasserdruck Ihre Durchblutung an. Es wird mehr Blut zum Herz befördert, das dadurch gestärkt wird. Ihre Muskulatur verbessert sich; gleichzeitig ist Schwimmen aber die Sportart, bei der keine Verletzungsgefahr besteht.

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