Seniorensport: Allgemeines
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Seniorensport
Es macht Sie natürlich nicht jünger. Dennoch trägt sportliche Aktivität auch mit zunehmendem Alter entscheidend dazu bei, Ihre Gesundheit zu erhalten und sogar zu verbessern.
Die gesundheitlichen Vorteile des regelmäßigen Trainings können allerdings durch das Verletzungsrisiko geschmälert werden. Die Zahl der sportlich aktiven amerikanischen Senioren über 65 Jahren hat zugenommen. Infolgedessen ist auch die Zahl der sportbedingten Verletzungen deutlich angestiegen. Auch in Deutschland treiben ältere Menschen zunehmend mehr Sport. Sie gehören einer Generation an, bei denen Sport zum Lebensstil gehört. Und diese Gewohnheit geben sie natürlich auch im Alter nicht auf.
Da immer mehr Menschen auch jenseits der 70, 80 oder sogar 90 Jahre körperlich aktiv bleiben, ist es einleuchtend, dass bei den Aktiven diesen Alters auch die Zahl der Sportverletzungen zunimmt.
In diesem Beitrag soll die Frage beantwortet werden, welches die häufigsten Verletzungen bei älteren Erwachsenen sind, und wie Sie ihnen am besten vorbeugen.
Immer mehr ältere Menschen machen Sport
Nach den aktuellen Zahlen der amerikanischen Verbraucherschutz-Kommission hat die Zahl der Sportverletzungen zwischen 1990 und 1996 bei den über 65-jährigen um 54% zugenommen. Ein Anstieg, der weit über der Zunahme von 8% des Anteils dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung liegt. Bemerkenswert ist, dass die Verletzungen nicht nur bei Menschen zugenommen haben, die knapp älter als 65 sind. Bei den über 75-Jährigen beträgt die Steigerung 29%.
Die meisten Verletzungen stehen im Zusammenhang mit Sportarten, die eine hohe Aktivität fordern, beispielsweise Fahrrad, Ski und Inlineskate fahren oder Tennis spielen. Bei weniger aktiven Sportarten, wie Angeln, Kegeln und Golf hat die Zahl der Verletzungen nur gering oder gar nicht zugenommen. Nach dem Bericht der Kommission verletzen sich die meisten Menschen beim Fahrrad fahren. Stürze sind die Ursache. Sie führen häufig zu Kopfverletzungen – besonders bei denen, die keinen Helm tragen. Auch ältere Skifahrer oder Erwachsene, die mit Gewichten trainieren tragen ein höheres Verletzungsrisiko.
Das Alter hinterlässt seine Spuren am Körper
Der Alterungsprozess des menschlichen Körpers wird nicht nur bei den grauen Haaren und den zunehmenden Falten im Gesicht sichtbar. Die Muskeln, Symbol der Jugend, bilden sich in dem Maße zurück, in dem das Körperfett zunimmt. Ohne körperliches Training nimmt ab einem Alter von 30 Jahren die Muskelmasse in der Regel um 1% pro Jahr ab.
Der Alterungsprozess führt auch dazu, dass die Muskeln empfindlicher für Verletzungen werden. Die Genesungszeit nach einer Verletzung dauert länger als bei jungen Menschen. Zudem nimmt mit zunehmendem Alter die Anzahl der Nervenzellen (Neuronen) ab, die die Muskelfasern anregen. Gleichzeitig nimmt die Reaktionszeit für Reflexe zu.
Auch die Knochendichte kann abnehmen. So haben beispielsweise die Knochen bei einem 70-Jährigen 10% bis 15% ihrer ursprünglichen Dichte eingebüßt. Das Alter hat auch Einfluss auf den Hormonspiegel. Der Blutspiegel von Hormonen, die die Funktion der Bindegewebe aufrechterhalten, nimmt ab. Die Folge: Sehnen und Bänder verlieren an Elastizität, die Gelenke werden steifer. Dadurch wird die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt und das Verletzungsrisiko steigt an.