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4 Pluspunkte des gesunden Schwimmens

Vor einigen Tagen berichtete ich Ihnen über die Vorzüge des Aquajoggings. Heute möchte ich Ihnen kurz die Vorteile des „normalen“ Schwimmens schildern, denn nur wenige Bewegungsarten erreichen einen so intensiven Trainingserfolg. Muskeln, Gewebe und Blutgefäße bauen sich in allen Körperbereichen auf. Die Bewegung im Wasser wirkt wie eine sanfte Massage und Lymphdrainage. Dabei werden die Gelenke geschont. Zudem finde ich Schwimmen immer wieder erfrischend und gute Laune fördernd.

Das sind die weiteren Pluspunkte der Bewegung im kühlen Nass:

  1. Bei optimaler Gelenkschonung werden viele Kalorien verbraucht: Das Wasser sorgt für sanfte, aber kräftige Bewegungen. Diese können bis zu einem Kalorienverbrauch von 800 Kilokalorien in der Stunde führen. Dabei bestehen nahezu kein Verletzungsrisiko und kein Verschleiß.
  2. Stoffwechsel und Bindegewebe werden entlastet: Schon bei gemäßigten Bewegungseinheiten im Wasser sinken Blutfett- und Blutzuckerwerte, Entzündungsstoffe, Stresshormone und Muskelspannung. Blutgefäße, Lymphsystem und Bindegewebe werden gekräftigt. Die Belastungsfähigkeit wächst. Unter dem Druck des Wassers löst sich gestaute Flüssigkeit auf und fließt aus herzfernen Venen und Lymphgefäßen zurück in den Kreislauf.
  3. Erlaubt ist, was gut tut: Empfohlen wird normalerweise Rückenschwimmen. Dazu habe ich Ihnen auch schon geraten. Doch ist im Sport das allerwichtigste, dass er Ihnen Freude bereitet. Tun Sie deswegen im Schwimmbecken einfach, was Ihnen Spaß macht – ob Kraulen, Brust- oder Rückenschwimmen. Viele Menschen kommen am besten mit dem Schwimmen zurecht, wenn sie ihre Schwimmform ab und an mal wechseln. Fühlen Sie sich unwohl, hören Sie auf für diesen Tag. Meine Frau, die Schwimmen über alles liebt, schwimmt inzwischen eine ganze Stunde ohne abzusetzen. Und sie geht zu einer Zeit in unser Meerwasserwellen-Schwimmbad, zu der am Ende die Wellen einsetzen. In diesen springt sie zum Abschluß herum wie ein junger Hund, lässt sich treiben, entspannt sich und fühlt sich am Ende leicht wie eine Feder.
  4. Wohlfühlen, statt quälen: Schwimmen ist das beste Beispiel dafür, dass Sport nicht immer oberanstrengend sein muss. Das Herz muss hier nicht rasen, der Schweiß nicht in Strömen fließen. Sie sollen sich einfach wohlfühlen. Für Einsteiger liegt die ideale Zeit bei 20 bis 30 Minuten lockerem Schwimmen. Steigern kann und sollte man sich dann auf 45 bis 60 Minuten. Richtig effektiv wird es, wenn Sie 2- bis 3-mal in der Woche schwimmen könnten. Es wäre prima, wenn Sie am Ende jeweils 1.000 Meter schwimmen würden.

 

 

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • Nadine schrieb am 21.05.2013, 05:13 Uhr

    Schwimmen, schön und gut! A B E R bei fast allen Schwimmbädern wird Chlor und andere Chemikalien ins Wasser geschüttet. Die fatalen Auswirkungen dürften Ihnen bekannt sein, den wenigstens Menschen allerdings leider nicht. VG Nadine

  • Enzo schrieb am 21.05.2013, 10:14 Uhr

    Her Erb gute morge, ich bin keinen wasserraten, aber Walking, Mit Walking werd auch den ganze körper bewegt oder? bei 6 bis 10.000 schritten jeden tag, Lg. Enzo

  • Gerhard schrieb am 21.05.2013, 13:55 Uhr

    Sehr geehrter Herr Erb, Ihrem Artikel betreffs der Medikamente im Alter kann ich fast völlig zustimmen. In meinen Beratungsgesprächen betone ich persönlich auch immer (nicht nur bei älteren Menschen) ihr Medikamenten Konsum stets im Auge zu behalten und dem gegeben falls geänderten Gesundheitszustand anzupassen (Natürlich immer unter Absprache des behandelnden Arztes). Wenn ich sage "fast völlig zustimmen" dann weil es eine Einschränkung meinerseits gibt. Sie schreiben: "Ich kann mir gut vorstellen, dass manch eine pflegende Person sich gelegentlich mal wünscht, der Doktor möge die „aufsässige" Person mit den sogenannten Neuroleptika ruhigstellen. >Wer etwas anderes behauptet, ist in meinen Augen naiv und in der Sache unerfahren"< Ja ich kann mir diesen gelegentlich aufkommenden Wunsch eines Pflegenden auch gut vorstellen. Allerdings bin ich mit der von mir durch Unterstreichung markierten Aussage nicht einverstanden. Ich selbst habe meine an Alzheimer erkrankte Mutter neun Jahre lang liebevoll gepflegt und nach dem ersten Jahr voller „Unruhe“ und „Unerträglickeiten“ sämtliche bis dahin verordneten Medikamente (z.B.Dipiperon) ausschleichend abgesetzt. Stattdessen habe ich meine Mutter täglich mit ausgedehnten Spaziergängen und Körperertüchtigungen beschäftigt. Desweiteren hat eine Ernährungsumstellung mit viel Obst und Gemüse und sehr wenig Fleisch und Milchprodukte Wunder gewirkt. Die weiteren 8 Pflegejahre waren für meine Mutter sowie für mich voller Lebensqualität. Mit 92 Jahren ist Mutter friedlich in meinen Armen eingeschlafen und heute sage ich außer dem ersten Jahr möchte ich keinen Tag dieser langen Pflegetätigkeit missen. Natürlich kann nicht jeder eine solche Pflegetätigkeit in dieser Form durchführen. Mir kam mein Beruf als Gesundheits- und Ernährungsberater sowie mein Renteneintritt zugute. Meine Erfahrung sagt mir, daß Alzheimerpatienten zu viele Medikamente verordnet werden die nur schädliche Nebenwirkung aber keinerlei Nutzwirkung aufweisen. Ich habe erfahren, daß die beste und wirksamste Medizin ohne schädliche Nebenwirkung „Liebe“ und „Zuwendung“, „Einfühlungsvermögen“ und „Verständnis“ ist. Zu diesem Thema habe ich auch schon einige Male Vorträge gehalten und selbstverständlich nicht immer Zustimmung der schulmedizinisch ausgebildeten Ärzte erhalten. Das ist allerdings auch nicht zu erwarten. Im Übrigen möchte ich mich für Ihre oft sehr hilfreichen Themen und Beiträge bedanken. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Freude an Ihrer Tätigkeit. Mit den herzlichsten Grüßen, auch bitte an die Gattin Gerhard

  • Uli schrieb am 21.05.2013, 16:01 Uhr

    ... schwimmen. Gerne :-) Aber die meisten Bäder haben Chlor im Einsatz und da vergeht mir leider der Spaß. Und Naturgewässer sind leider noch zu kalt. Der Sommer kommt :-)

  • Lucia Stadar schrieb am 21.05.2013, 22:29 Uhr

    ich stimme zu, das schwimmen sehr gesund... ist. jedoch würd ich gerne wissen wer wohl als anfänger 20-30 min. schwimmen kann. damit meine ich nicht schwimmanfänger als anfänger des schwimmen, sondern auch wenn man sportlich ist, schafft man das nicht. daher wäre ein gutes schwimmanfangprogramm sehr hilfreich und ein guter tipp. bei einem laufanfangstraining z.b. 2 min. laufen 1 min. gehen,.....und aufbauen - kann manaushalten, das oben genannte sicher nicht- da "säuft" man ab !

  • IrmgardKlingel schrieb am 26.05.2013, 08:55 Uhr

    Wie wohltuend und gesundheitsfördernd regelmäßiges Schwimmen ist kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen und dass es bis ins hohe Alter fit hält und immer wieder neu aufrichtet, das habe ich bei meiner Mutter erleben dürfen, die bis ins hohe Alter von 90 Jahren regelmäßig schwamm und nach jeder Schwimmstunde sichtbar aufrechter an ihrem Rollator ging, als vor dem Schwimmen. Die Leute sollten sich von den Bedenken wegen Chlor usw nicht abhalten lassen - in den 40 Schwimmjahren meiner Mutter hat ihr Körper daran keinen Schaden daran genommen. Es ist wohl bei manchen Menschen eher ein Vorwand, besser wäre es, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich regelmäßig im Wasser zu bewegen und sich hinterher über die Leichtigkeit und das Wohlgefühl zu freuen. Je abwechslungsreicher man den Aufenthalt im Schwimmbad gestaltet, desto mehr Spaß hat man dabei - übrigens: Aquajogging funktioniert im tiefen Becken auch ohne Gurt um den Bauch, man muss nur Arme und Beine gleichmäßig bewegen um dann mit fröhlichem Grinsen im Zeitlupentempo sich zwischen den Schwimmern vorwärts zu bewegen. Herr Erb, was mir noch fehlt wäre so ein Meerwasser-Wellenbad, wo finde ich ein solches? An dieses Glücksgefühl, wie ein junger Hund im Wasser herumzutollen, haben Sie mich durch Ihre Schilderung erinnert - es ist schon sehr lange her - und ich möchte gerne jetzt im Rentenalter meine Zeit für solche kleine, einfache Glücksfühle nützen - an diese komische Alte gewöhnen sich die lieben Mitschwimmer überraschend schnell. Liebe Grüße an Ihre Frau!