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Nach dem Sport sollten Sie nicht gleich unter die Dusche springen

von Helmut Erb

Thema „Duschen nach dem Sport“: Beim Sport sollen Sie richtig ins Schwitzen kommen, denn das tut Ihnen gut. Je mehr Schweiß fließt, umso besser. Der Schweiß, der beim Sport entsteht, riecht eher angenehm als unangenehm. Er zersetzt sich offenbar anders als Arbeits- oder Stressschweiß.

Duschen nach dem Sport: Die meisten machen es falsch

Dennoch gehen die meisten nach dem Training fast immer sofort unter die Dusche, um sich abzuspülen. Wichtig ist es jedoch, dass Sie eben nicht gleich unter die Dusche springen. Fünf Minuten sollten Sie sich nach dem Training mindestens Zeit nehmen, damit Ihr Körper erst einmal richtig nachschwitzen kann.

Schwitzen ist eine natürliche Schutzmaßnahme Ihres Organismus, mit der er seine Kerntemperatur reguliert und sie auf 37 Grad hält. Rund zwei bis drei Millionen kleine Schweißdrüsen treten dafür in Aktion. Sie sondern Flüssigkeit ab, um den Körper zu kühlen. Sie sind überall auf der Haut verteilt, vor allem unter den Achseln, auf der Stirn, an den Handinnenflächen, an den Füßen und in der Leistenbeuge. Der Schweiß verdampft und die Verdunstungskälte kühlt den Körper. So bleibt die Innentemperatur Ihres Körpers konstant.

Sie schwitzen ständig, auch wenn Sie dies nicht spüren. Normalerweise verliert der Körper in 24 Stunden etwa bis zu vier Liter Wasser. An heißen Sommertagen und beim Sport sind es noch mehr. Besonders schweißtreibende Sportarten sind Marathonlaufen und Fußballspielen. Dabei arbeitet Ihre körpereigene Klimaanlage auf Hochtouren.

Schweiß ist eine klare, leicht saure Flüssigkeit

Frischer Schweiß ist geruchlos. Erst bei seiner Zersetzung durch die Mikroorganismen auf der Haut entsteht der typische Geruch – vor allen unter den Achselhöhlen. Da sich unter den Abbauprodukten auch Stoffe befinden, die mit den männlichen Hormonen verwandt sind, gilt Schweiß auch als besonders männlich. Früher sagte man, das männlichste Parfum sei der Duft von Schweiß und Leder.

Gegen den Schweiß stehen heute Deos in den verschiedensten Anwendungsformen zur Verfügung: Spray, Roller, Stick, Creme oder Stein. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Duftnote. Am besten wirken sie, wenn Sie sie gleich nach dem Waschen auf die Haut geben. Riecht der Schweiß erst einmal unangenehm, können die Deos nichts mehr ausrichten. Deodorants verhindern, dass der eigentlich geruchlose Schweiß durch Bakterien zersetzt wird und sich als Körpergeruch bemerkbar macht. Das wird unter anderem durch Duftstoffe erreicht, die aus der Natur stammen.

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