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Aufbau, Funktion und Arbeitsweise der Muskeln im Körper

Muskeln sind gebündelte Fasern in Ihrem Körper. Jedes Bündel ist umhüllt von Bindegewebe und gleicht quasi einem Kabel. Genau wie Sie in einem Kabel verschiedene Leitungen mit unterschiedlichen Farben haben, sind auch Ihre Muskelfasern zweifarbig.

Muskelfasern für Schnelligkeit und Ausdauer

Ein Teil der Fasern ist weiß, dabei handelt es sich um die schnellen Fasern. Sie sind wichtig für Sport, bei dem es auf kurzfristige Schnelligkeit ankommt (z. B. Sprints). Diese Fasern reagieren blitzschnell und können rasante Höchstleistungen vollbringen, allerdings nur für kurze Zeit. Diese Fasern sind auch diejenigen, welche die Bodybuilder bevorzugt trainieren. Sie können gewaltig an Umfang zulegen und verleihen Ihren Muskeln dann das dicke, kräftige Aussehen. Gleichzeitig sind es die Muskeln, die Ihnen eine gute Haltung verleihen und Ihren Rücken stark machen. Ihre Energie gewinnen sie aus der Verbrennung von Zucker ohne die Zufuhr von Sauerstoff, also beim anaeroben Training.

Der zweite Teil Ihrer Fasern ist rot, dies sind die langsamen Muskeln. Sie kommen nicht so schnell auf Touren, halten dafür sehr lange durch. Wenn Sie Ausdauersport treiben, sind diese Muskeln bei Ihnen besonders ausgeprägt. Sie blähen sich nicht so auf und sind für kurze Belastungen nicht unbedingt geeignet. Dafür machen sie Sie ausdauernd. Und diese Muskeln sind Ihre innere Fettverbrennungsmaschine. In ihnen befinden sich die Mitochondrien. Diese kleinen Zellkraftwerke verbrennen Körperfett, wenn Sie langsam und lang anhaltend (aerob) trainieren.

Muskelabbau durch Trainingspause?

Sportwissenschaftler bezeichnen den Muskelabbau als Atrophie und das Muskelwachstum als Hypertrophie. Ihr Körper steht ständig zwischen Aufbau (bei Aktivität) und Abbau (in Ruhe). Zum Glück laufen beide Prozesse langsam ab, sodass die Schwankungen zunächst kaum merkbar erfolgen.

Erst nach einigen Tagen der Ruhe sind die Veränderungen der Körperzusammensetzung spür- und messbar. Umgekehrt weiß jeder Sportler, dass er nicht nach wenigen Trainingstagen zum Weltmeister wird. Wann die Muskulatur wie stark atrophiert, hängt von vielen Faktoren ab: Beispielsweise von der Muskelstruktur (genetische Veranlagung), vom Trainingszustand (dringend benötigte Pause nach einem Trainingslager) oder vom Ausmaß der Ruhe (Bettlägerigkeit). In der Medizin wird heutzutage beispielsweise dem Abbau der Muskulatur nach einer Operation durch die frühfunktionelle Behandlung entgegengewirkt.

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