MenüMenü

Gute Gründe für ein Fitnesstraining

Sie möchten auch im Alter aktiv bleiben, Spaß haben und mit Ihren Enkeln toben? Kraft- bzw. Fitnesstraining kann Ihnen helfen, Ihre körperliche und geistige Belastbarkeit sowie Ihre Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten. Für mehr Freude am Leben und das ein Leben lang.

Fitnesstraining für Ihren Blutdruck und Ihr Herz

Regelmäßiges Fitness- und Krafttraining kann den Blutdruck innerhalb von 6 bis 30 Wochen um 2 bis 4 Prozent senken und langfristig sogar in einen normalen Bereich bringen. Schon ein um 5 mmHg gesenkter Ruheblutdruck kann das persönliche Herzinfarktrisiko um 15 Prozent und die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls um 40 Prozent reduzieren.

Fitnesstraining contra Diabetes

Im Alter ab 65 Jahren ist mittlerweile jeder fünfte Deutsche zuckerkrank (RKI, 2012). Durch sportliche Aktivität kann man das persönliche Diabetesrisiko um 58 Prozent reduzieren. Um den Körperfettanteil zu senken und dem Diabetes auf wirksamste Weise vorzubeugen, ist eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining ideal.

Auch bereits an Diabetes mellitus erkrankte Menschen profitieren von moderatem Fitnesstraining. Eine Studie des „American College of Sports Medicine“ zeigte beispielsweise, dass Kraftsport, zweimal pro Woche betrieben, die Insulinwirkung um 46 Prozent verbessert und den Nüchternblutzuckerwert um durchschnittlich 7 Prozent senkt. An aktiven Tagen lassen sich so 20 bis 30 Prozent der Insulinmenge einsparen. Durch die Belastung wird der Blutzucker ohne die Zugabe von Insulin in die arbeitenden Muskeln geschleust. Blutzuckerschwankungen bleiben aus, langfristig ist es sogar denkbar, in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt die externe Insulinzufuhr zu reduzieren.

Fitnesstraining tut Ihrem Rücken gut

Die Wirbelsäule wird durch Muskeln stabilisiert. Sind sie zu schwach, treffen Belastungen „ungebremst“ auf die Wirbelsäule. Starke, trainierte Muskeln wirken hier wie ein Schutzschild. Eines der wichtigsten Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Rückenschmerzen ist ein Krafttraining für die wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass durch moderates und angepasstes Fitness- und Krafttraining das Bewegungssystem so weit trainiert werden kann, dass Rückenprobleme, die noch nicht chronisch geworden sind, positiv beeinflusst werden können. Ein zielgerichtetes und regelmäßig durchgeführtes Training kann somit als zentraler gesundheitlicher Schutzfaktor angesehen werden, etwa für die Rückengesundheit (Hildebrand et al., 2005).

Fitnesstraining für starke Muskeln und Gelenke

Oft sind zu schwache oder ungleich starke Muskeln Ursache für Gelenkbeschwerden. Mit einem gesundheitsorientierten Krafttraining beeinflussen Sie Ihre Körperhaltung und Ihre Körperstatik nachhaltig positiv. In allen Körpergelenken herrscht ein spezifisches muskuläres Gleichgewicht, das die Haltung des Körpers und den biomechanisch optimalen Bewegungslablauf sichert.

Typische Alltagsanforderungen wie ausschließlich sitzende Tätigkeiten führen zu Veränderungen wichtiger stabilisierender Muskelgruppen. Dadurch wird das muskuläre Gleichgewicht in den betroffenen Gelenken gestört und das Risiko von Gelenkveränderungen (Arthrose) erhöht. Zudem werden Gelenksysteme oft nicht mehr über ihren kompletten Bewegungsumfang genutzt. Das führt zu Beweglichkeitsdefiziten und weiteren Muskelabschwächungen. Als Folge davon drohen Muskelverspannungen und Schmerzen. Mit einem regelmäßig betriebenen, gesundheitsorientierten Fitnesstraining beugen Sie vor und können gleichzeitig ein bereits bestehendes muskuläres Ungleichgewicht ausgleichen.

Fitnesstraining stoppt den altersbedingten Muskelabbau

Im Alter von 80 Jahren können ohne Training bereits 50 Prozent der Muskelmasse verloren gegangen sein (Sarkopenie). Sie können den Muskelmasseverlust durch ausreichend intensives Fitness- und Krafttraining deutlich reduzieren, oftmals sogar nahezu komplett verhindern.

Fitnesstraining reduziert Ihr Sturzrisiko

Stürze und damit verbundene Knochenbrüche gehören für viele ältere Menschen zum Alltag. Fast ein Drittel der über 64-Jährigen und die Hälfte der über 79-Jährigen stürzt mindestens einmal jährlich. 10 bis 20 Prozent dieser Stürze führen zu Verletzungen, etwa 5 Prozent zu Frakturen und 1 bis 2 Prozent zu hüftnahen Oberschenkelhalsfrakturen. Zu den wichtigsten Maßnahmen in der Sturzprophylaxe gehört körperliches Training in Form von Kraft-, Balance- und Gangtraining.

Fitnesstraining als Krebstherapie

Jeder zehnte Krebs wäre durch körperliche Aktivität vermeidbar, so zeigen es zahlreiche Studien. Bewegung senkt beispielsweise das Risiko für

Für Krebspatienten galt lange Zeit aus Angst vor drohender Überanstrengung und Komplikationen der Grundsatz, sich lieber zu schonen und sich möglichst nicht sportlich zu betätigen. Mittlerweile zeigen zahlreiche aktuelle Untersuchungen, dass körperliche Aktivität bei einer Krebserkrankung hilft.

Eine ausgewogene Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining steigert nicht nur das Befinden und die Lebensqualität, sondern verbessert auch die Prognose bzw. kann bei verschiedenen Krebserkrankungen sogar das Rezidivrisiko senken. Krafttraining verhindert zudem den gefürchteten Muskelverlust während einer Krebserkrankung und -therapie.

Fitnesstraining hält Sie mental fit

Aktive Muskelarbeit steigert die Durchblutung in Ihrem gesamten Körper. Damit kann sich auch Ihre Gehirndurchblutung um bis zu 50 Prozent erhöhen (Gottlob 2000). Mit einem moderaten, gesundheitsorientierten Fitness- und Krafttraining versorgen Sie Ihr Gehirn besser mit Sauerstoff und Nährstoffen. Bewegung generell und speziell Fitnesstraining wirken sich positiv auf Ihre Psyche und Stimmung aus.

Besonders in der lichtarmen Winterzeit profitieren die trainierenden Personen von diesem Effekt. Menschen, die sich vor allem im Winter wenig im Freien aufhalten, können sich so behelfen. In einigen Fällen erwies sich Fitness- und Krafttraining sogar als gute Ergänzung zu Medikamenten bei Depressionen und Angstsymptomen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten