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Was Meditation Ihrer Gesundheit bringt

Meditation scheint eine Art Mode geworden zu sein, gerade unter „berühmten“ Persönlichkeiten. Kein Interview, indem nicht zu lesen ist, dass irgendein Star durch Meditation zur Ruhe kommt. Ruhe zu finden, ist in der heutigen, stressreichen Zeit sehr wertvoll – noch wertvoller sind aber die vielen gesundheitlichen Vorteile, die Sie aus regelmäßiger Meditation ziehen können.

Menschen, die meditieren, galten lange Zeit als weltfremde Sonderlinge. Zum Glück sind wir heute über dieses Stadium hinaus: Endlich wissen wir um die positiven Seiten der Meditations- und Entspannungsübungen. Auch im größten Stress haben Sie, wenn Sie die Meditation beherrschen und dadurch entspannen können, ein wirksames Mittel, das Ihren Kopf frei macht. Sie können sich von quälenden Gedanken befreien, erfahren eine herrliche Ruhe und Entspanntheit und sind nach einer Meditation in der Lage, völlig frisch und mit klarerem Blick Ihre Aufgaben anzupacken – und erfolgreich zu lösen.

Meditieren Sie sich gesund und fröhlich

Mittlerweile gibt es viele Forschungsergebnisse, die die gesundheitlichen Vorteile der Meditation bestätigen:

  • Gerade Entspannungs- und Atemübungen senken bei Diabetes-Patienten Typ 2 den Blutzuckerspiegel fast genauso wirksam wie Medikamente, so Forscher der amerikanischen Duke-Universität in Durham.
  • Wissenschaftler aus den USA haben entdeckt, dass Entspannungsübungen gerade jüngeren Migränepatienten helfen können. Bei 8 von 10 unter Migräne Leidenden ließen sich die Beschwerden durch Entspannung deutlich lindern.
  • Auch die Grippeimpfung kann eine regelmäßige Meditation ersetzen. An der Universität Wisconsin fanden Wissenschaftler heraus, dass Menschen, die gerade einmal 8 Wochen lang regelmäßig meditierten, ihre Immunabwehr deutlich stärkten. Sie hatten erheblich mehr Abwehrkörper gegen Grippe im Blut, als Menschen, die nicht meditierten.
  • Und auch Krankenhausaufenthalte sind bei Menschen, die meditieren, seltener, und zwar um 56 %. Zudem, so ergaben amerikanische Langzeitstudien, leiden Menschen, die meditieren, seltener unter Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Nerven, von Hals, Lunge, aber auch unter Krebs.

Tiefe Entspannung kann Ihnen Schmerzen nehmen

Dank ausgiebiger Forschungen wissen wir auch, wodurch diese Effekte ausgelöst werden. Eine gute Meditation ist in der Lage, Ihre Hirnströme entweder in den Alphazustand (Ruhezustand) oder in den Thetazustand (Entspannungszustand) abzusenken. In diesem schlafähnlichen Zustand verlangsamt sich auch Ihre Hirntätigkeit; sowohl Ihr Herzschlag als auch Ihre Atmung werden langsamer und Ihr Blutdruck sinkt. Gleichzeitig setzt Ihr Körper eine große Anzahl von Endorphinen frei, die Schmerzen lindern, aber auch Angst oder Depressionen mildern.

So finden Sie den Einstieg in die Meditation

Im Folgenden können Sie schon einmal „erschnuppern“, was Ihnen eine gute Entspannungstechnik bringen kann. Wie aber fangen Sie es am besten an, zu meditieren? Zunächst einmal sollten Sie völlig ungestört sein. Zur Not ziehen Sie sogar das Telefon aus der Steckdose. Kleiden Sie sich bequem und locker, damit Sie nichts einschnürt oder beengt. Wann Sie meditieren, bleibt Ihnen überlassen – am besten aber, Sie wählen einen festen Zeitpunkt. Dann kann Ihr Körper sich ganz auf die folgende Entspannung einstellen.

Meine 4 Techniken für eine gelungene Meditation

Das Schwierige ist sicherlich, dass Sie erst einmal lernen müssen, Ihre störenden Gedanken, die sich am liebsten mit dem Alltag beschäftigen, zu stoppen. Das ist nicht so einfach. Aber ich habe einige Techniken für Sie, mit denen auch Sie es schaffen, den Einstieg in eine Meditation zu finden.

  1. Am einfachsten ist es, wenn Sie sich ganz bewusst auf Ihren Atem konzentrieren. Atmen Sie langsam ein und begleiten Sie diesen Atemzug mit dem Gedanken „einatmen“, dann lassen Sie den Atem wieder ausströmen und denken dabei „ausatmen“. Nach einiger Zeit werden Sie diese beiden Worte nicht mehr brauchen, um sich nur noch auf Ihren Atem zu konzentrieren und zu spüren, wie Sie nach und nach immer ruhiger und gelassener werden.
  2. Sie können auch einen Gegenstand visualisieren. Dazu suchen Sie sich zum Beispiel eine Pflanze, vielleicht auch ein Möbelstück wie einen Stuhl aus und betrachten ihn. Sie sollten ihn nicht konzentriert fixieren, sondern einfach Ihre Augen darauf ruhen lassen.
  3. Begeben Sie sich auf eine Gedankenreise. Stellen Sie sich einen Ort vor, der angenehme Erinnerungen in Ihnen weckt oder an dem Sie gerne einmal sein möchten. Vertiefen Sie sich ganz in diese Vorstellung.
  4. Eine sehr beliebte Meditationstechnik ist auch die Meditation mithilfe einer Kerze. Dazu zünden Sie eine Kerze an (achten Sie aber bitte darauf, dass sie einen festen Stand hat). Betrachten Sie nun die Kerzenflamme und beobachten Sie, wie die Flamme auf die geringste Luftbewegung reagiert. Dann schließen Sie die Augen und lassen die Kerze vor Ihrem inneren Auge weiterbrennen.

Aus einer Meditation können Sie sich durch reine Willenskraft zurückholen: Es reicht, wenn Sie die Augen öffnen oder aber sich bewusst „wachrufen“, etwa mit dem Satz „Ich bin jetzt wieder gestärkt für den Alltag“.

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