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Entspannungsübungen: Was den Stress senkt, senkt auch Ihren Blutdruck

Stress lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken. Stress ist individuell. Eine Situation, die für den einen höchst belastend ist, wird von dem anderen gar nicht als solche registriert und andersherum. Daraus folgt: Nicht bestimmte Situationen verursachen Stress (und einen Anstieg des Blutdrucks), sondern die Art und Weise, wie diese Situation im Gehirn eines Individuums beurteilt wird und wie es darauf reagiert. Wenn wir unser eigenes Verhalten, auf Stress zu reagieren und ihn zu verarbeiten, erkennen können, besitzen wir auch den Schlüssel, ungesunde Stressreaktionen zu vermeiden. Indem wir nämlich unser Bewertungsmuster ändern und die positiven Aspekte der Stresssituation in den Vordergrund stellen. Dazu gehört auch, dass wir unsere unbewussten Gedanken an die Oberfläche holen, sie analysieren und uns bewusst mit ihnen aktiv und positiv auseinander setzen.

Dazu sind bestimmte Entspannungstechniken geeignet, die helfen, insgesamt ruhiger und entspannter zu werden und auf Stresssituationen gelassener zu reagieren. Bei Bluthochdruck haben sich folgende Entspannungstechniken bewährt. Wenn Sie an einem Kurs teilnehmen möchten, fragen Sie vorher Ihre Krankenkasse. Viele Kassen beteiligen sich an den Kosten.

Autogenes Training

Diese Technik beruht darauf, sich selbst und seinem Körper bestimmte Anweisungen zu erteilen (z.B. „Mein Atem geht ruhig und gleichmäßig“), wodurch der Organismus zu einer entsprechenden, entspannenden Reaktion veranlasst wird. Da Autogenes Training einige Übung erfordert, sollten Sie es am besten in einer Gruppe (Volkshochschule, Sportverein) erlernen.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

Einfacher erlernbar ist das bewusste Anspannen und Entspannen der wichtigsten Skelettmuskeln in einer bestimmten Reihenfolge. Die Übungen machen Sie in entspannter Sitzhaltung mit geschlossenen Augen. Durch das bewusste Hineinfühlen in den wechselnden Rhythmus von Anspannung und Entspannung wird Spannung abgebaut und gleichzeitig das Körperbewusstsein gefördert.

Yoga & Co.

Yoga, Tai-Chi und Meditation werden von Menschen bevorzugt, die das Stressproblem lieber von der philosophischen oder weltanschaulichen Seite angehen wollen. Die Techniken sollten Sie ebenfalls in einem Kurs erlernen. Speziell Tai-Chi kann mit seinen Übungen das aktive Körpertraining ersetzen. Anbieter entsprechender Kurse finden Sie bei ihrer Volkshochschule oder in den Gelben Seiten.

Biofeedback

Unter Biofeedback versteht man die permanente Messung und Rückmeldung bestimmter physiologischer Daten (z.B. Puls oder Atmung) sowie die willentliche Beeinflussung dieser Werte durch den Patienten. Dadurch erlernt der Patient die Einflussnahme auf Körperfunktionen, die normalerweise eigentlich nicht dem Willen unterliegen. Biofeedback funktioniert auch bei Bluthochdruck: Mit einem speziellen Blutdruckmessgerät und einer Fingermanschette wird ständig der Blutdruck gemessen und für den Patienten als entsprechend hohe, farbige Säule auf einem Monitor dargestellt. Indem er sich auf die Säule konzentriert und diese zu verkleinern versucht, nimmt er Einfluss auf seinen Blutdruck, der in der Tat nicht nur kurzzeitig, sondern über längere Zeit sinkt. Bereits nach kurzem Training (ca. 3-stündige Behandlung) stellt sich der Erfolg ein. Biofeedback-Sitzungen bieten Ärzte, Homöopathen und Kliniken an. Die Kasse übernimmt hier in der Regel nichts. Rechnen Sie für eine einstündige Anwendung mit 100 bis 150 Euro.

Erholungsphasen

Nichts ist für den Hypertoniker schädlicher, als dauernd unter Druck und Anspannung zu stehen. Achten Sie daher auf regelmäßige und ausreichend lange Erholungsphasen. Das gilt für den täglichen Schlaf ebenso wie für den jährlichen Urlaub. Betreiben Sie möglichst als Ausgleich keinen Wettkampfsport, bei dem es in erster Linie auf das Siegen ankommt. Auch Ihr Hobby sollte so ausgewählt sein, dass weder Wettbewerbs- noch Konkurrenzdruck im Vordergrund stehen, sondern Entspannung und Spaß.

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