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Auch Beten ist Meditation

In unserer hektischen Zeit empfinden immer mehr Menschen das Bedürfnis, inne zu halten und Stille suchen zu wollen. Meditation ist keine Geheimwissenschaft mehr, die nur von Mund zu Mund über die Jahrhunderte weitergegeben wird. Sie ist auch nicht mehr wirklich an die buddhistische Glaubensrichtung gebunden. Sie wurde vielfach abgeschliffen, so dass sie in unser westliches Leben passt. Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche verzeichnen eine steigende Nachfrage nach Einkehrtagen, Aufenthalten in „Häusern der Stille“ und Übungen der Stille. Ruhetage im Kloster werden ebenfalls immer häufiger mit großem Erfolg angeboten. Meditationskurse für Manager sind keine Seltenheit mehr. Allein der Begriff „Einkehr in der Stille“ zieht heute viele Menschen in der Hoffnung auf geistige Orientierung an. Das gilt auch für diejenigen, die sich der Kirche nicht unbedingt nahe fühlen. Immer mehr Menschen picken sich aus den verschiedenen Religionen die Elemente heraus, die ihnen gefallen, und verweben sie zu einer Art eigener Religion. Die häufigsten Anleihen stammen dabei heute aus dem Zen-Buddhismus, in dessen Zentrum die oft Stunden andauernde spirituelle Meditation (Zazen) steht.

Doch nicht jeder kann gleich gut abschalten. Manche Menschen sind dazu einfach zu „zappelig“. Für sie sind bewegungsorientierte Entspannungsübungen wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder einfache Yoga-Übungen zunächst sinnvoller als eine tiefe spirituelle Versenkung. Doch häufig baut das eine auf dem andere auf. Wer meditieren möchte, muss dies allmählich lernen. Am besten geht das unter Anleitung. Denn zum einen fällt Ihnen dann das Abschalten und Loslassen leichter. Zum anderem kann der Weg nach innen beschwerlich und beänstigend sein, je tiefer Sie in Ihr Inneres einsteigen. Möglicherweise stoßen Sie auf Dinge, die Sie lange Zeit erfolgreich verdrängt haben und die für Sie in irgendeiner Form zur Lösung anstehen. Da kann es hilfreich sein, wenn Ihnen ein meditationserfahrener Mensch zur Seite steht.

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Alte Kommentare
  • Marion schrieb am 01.06.2011, 07:47 Uhr

    Kleiner Zusatz: Für mich ist Gartenarbeit Meditation. Vielleicht ist das etwas für zappelige Menschen? Grüßli, Marion

  • alexandros pfaff schrieb am 01.06.2011, 08:30 Uhr

    Liebe Frau Schneider, Beten IST NICHT Meditation... Beten ist natürlich auch eine Methode IN SICH zu kehren und still zu werden, unerreichbar für die äußeren Gegebenheiten wie auch die ablenkenden inneren Gegebenheiten. Doch Beten ist nicht Medtitation. Um es kurz zu fassen, kann Meditation als Höhren Gottes bezeichnet, also das Stillwerden und Lauschen, hingegen ist das Beten/ Sprechen zu Gott, also eine eher aktive Angelegenheit. Man kann natürlich Gebet mit Meditation kombinieren und so zu einem wahren Gespräch kommen und entsprechend die Vorzüge von beidem vereinen. Sowohl Meditation als auch Gebet sind Grundsteine für spirituellen Fortschritt und Aufstieg auf dem persönlichen Lebenspfad. Wie immer mit Licht & Liebe alexandros pfaff

    • tom keppler antwortete am 01.06.2011, 21:58 Uhr

      Das ist genau genommen sicher richtig, aber in diesem Fall, meiner Meinung nach, nicht von belang.

  • tom keppler schrieb am 01.06.2011, 10:30 Uhr

    Möge dieser Beitrag möglichst viele Menschen erreichen !

  • Furkert Ursula schrieb am 04.06.2011, 17:52 Uhr

    Das Gebet ist eine wunderbare Sache. Es sollte aus ganzem Herzen erfolgen und nicht aus Norm und Form. Es gibt Kraft und Zuversicht. Man ist nicht allein, weil man weiß, d. andere Menschen dasgleiche tun. Gott ist die Liebe und sie gibt uns Zuversicht.

    • Gitty Amani antwortete am 07.06.2011, 21:18 Uhr

      Ich finde auch beten ist die beste alle andere Geld macherrei ist