Laufen und Joggen: Wie Bewegung glücklich macht
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Gerade wenn Ihnen überhaupt nicht nach Fröhlichkeit zumute ist, sollten Sie laufen. Ihr Gehirn benötigt in diesem Moment dringend Katecholamine, die beim Laufen freigesetzt werden. Das sind Noradrenalin und Dopamin - zwei Hormone, die nichts anderes tun, als Glücksgefühle in Ihrem Körper auszulösen.
Noradrenalin ist auch das Hormon, das bei positivem Stress ausgeschüttet wird. Es regt Ihren Körper zu Höchstleistungen an. Sie werden kreativ, haben Gedankenblitze und sind optimistisch.
Durch die Ausschüttung von Dopamin werden Ihre Gedanken nur so sprudeln. Ich bezeichne es auch als "Hormon der kreativen Menschen". Zusammen haben beide Hormone eine wahrhaft stimmungsaufhellende Wirkung.
Laufen produziert Serotonin - und holt Sie aus der Depression
Beim Laufen wird auch Serotonin ausgeschüttet. Fehlt dieser Neurotransmitter, kommt es zu Depressionen. An diesem Stoff verdient die Pharmaindustrie sich eine goldene Nase. Denn Antidepressiva regulieren die Ausschüttung von Serotonin, um Depressionen zu vertreiben. Dabei geht es auch einfacher. Laufen Sie einfach. So erhöhen Sie automatisch die Ausschüttung von Serotonin in Ihrem Gehirn und machen sich Antidepressiva quasi selbst - ganz ohne teure Pillen.
Laufen Sie der Angst davon
Neben Depressionen hat sich Laufen auch in der Angsttherapie als sehr hilfreich erwiesen. Mittlerweile leiden schon 10 % aller Deutschen an Ängsten, Tendenz: kontinuierlich steigend. Dabei sind die Ängste sehr verschieden: Angst …
- das Haus zu verlassen
- vor engen Räumen
- vor Tieren
- vor anderen Menschen
- vor Massenansammlungen
- vor großer Höhe …
Um den Betroffenen diese Ängste zu nehmen, gibt es die Möglichkeit der Konfrontationstherapie. Über eine lange Zeit hinweg werden diese Stück für Stück mit dem Angstobjekt konfrontiert, bis sie gelernt haben, mit ihrer Angst umzugehen. Dann können Ängste natürlich auch mit Beruhigungsmitteln therapiert werden. So können Sie Ihre Angst dann ganz schnell unterdrücken.
Es gibt aber auch eine dritte Möglichkeit. Die heißt wiederum Laufen. Viele Studien haben gezeigt, dass beim Joggen mit jedem Schritt Ängste wirklich abgebaut werden können. Besonders gut wirkt diese Therapie bei Frauen.
So bringen Sie Ihre Glücksgefühle zum Brodeln
Vielen Läufern aber bleibt dieses Glücksgefühl verwehrt. Das ist keine Boshaftigkeit vom Körper, sondern Reaktion auf die falschen Umstände. Diese Menschen laufen zum Beispiel viel zu schnell. Wichtig ist, dass Sie tatsächlich im Sauerstoffüberschuss trainieren. Das funktioniert aber nur, wenn Sie in Ihren persönlichen Pulsgrenzen laufen. Um diese zu berechnen, sollten Sie sich nicht auf gängige Faust-formeln verlassen. Denn diese Formeln stimmen eben nicht für alle Menschen. Lassen Sie Ihre Pulsgrenzen besser beim Sportarzt bestimmen. Auch moderne Pulsuhren, wie zum Beispiel das Modell M61 von Polar mit der Ownzone, können Ihre individuellen Pulsgrenzen berechnen. Wenn Sie innerhalb dieser Grenzen trainieren, sind Sie dem richtigen Glücksgefühl schon ein ganzes Stück näher.
Darüber hinaus kommt es dann nur noch auf Ihren Trainingsumfang an. 30 Minuten locker traben, dreimal pro Woche - und auch Sie werden strahlend als Sanguiniker durchs Leben gehen.
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