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Laufen und Joggen: Selbstbewusster durch Sport

Niemand weiß so ganz genau warum, aber: Sport macht glücklich. Seit über 40 Jahren forschen Mediziner an den Gründen für das Wohlbefinden beim und nach dem Sport. Im Allgemeinen werden Endorphine dafür verantwortliche gemacht – das sind die Glückshormone, die der Körper beim Sport ausschüttet. Zweifelsfrei beweisen konnte das bisher aber noch niemand. Und wenn Sie jetzt das schlechte Gewissen packt, weil der innere Schweinehund Sie in den letzten 20 Jahren auf dem Sofa festgehalten hat, sollten Sie wissen: Es ist nie zu spät, mit Sport zu beginnen. Egal wie alt Sie sind, wenn Sie mit dem Laufen, Schwimmen oder Radfahren anfangen, Sie profitieren auf jeden Fall von den positiven Wirkungen der Bewegung.

Warum fällt es so schwer, anzufangen?

Ursache für den Hang zum Sofa ist unsere genetische Programmierung. In grauer Vorzeit mussten unsere Vorfahren den ganzen Tag durch die Steppe hetzen, um genug Nahrung zu bekommen. Das kostete eine Menge Energie und Energieverschwendung war tödlicher Leichtsinn. Faulheit dagegen sparte Energie und erhöhte damit die Überlebenschancen.

Heute sitzen wir den ganzen Tag am Schreibtisch und nehmen mehr Energie zu uns, als wir verbrauchen können. Leider hat sich die genetische Programmierung aber nicht geändert und so bekommt der Körper viel mehr Energie, als er braucht. Gerade wenn zu dem Hang zum Sofa auch noch eine Vorliebe für Zucker und fetthaltige Nahrungsmittel wie Chips, Schokolade oder Schweinebraten hinzukommt. So sind Zivilisationskrankheiten und Übergewicht schon vorprogrammiert. Dass uns das auf Dauer unglücklich macht, liegt auf der Hand. Unser ganzer Körper, alle Systeme und auch die Psyche sind eben auf Bewegung ausgelegt.

Vom Sport profitieren Körper und Seele

Von regelmäßigem Sport profitiert aber nicht nur der Körper, auch die Psyche wird deutlich stabiler und hellt sich merklich auf. Sogar bei chronisch Kranken und Krebspatienten hilft regelmäßiger, moderater Sport, den Allgemeinzustand und das Seelenleben deutlich zu verbessern. Verordneten Ärzte Herzpatienten früher strikte Ruhe, geht man heute dazu über, sie zu ein wenig regelmäßiger Bewegung zu animieren. Mit Erfolg: Die Patienten bekommen eine positivere Einstellung und sehen zuversichtlicher in die Zukunft. Dafür sind neben den schon erwähnten Endorphinen auch Boten- und Glücksstoffe wie Serotonin, Dopamin und Adrenalin verantwortlich, die der Körper bei der Bewegung ausschüttet. Entscheidend für die Wirkung ist aber, dass Sie, im Rahmen Ihrer persönlichen Möglichkeiten, regelmäßig trainieren.

Auch wer gesund, aber gestresst ist, profitiert von der entspannenden Wirkung des Sports. Unser Gehirn kann sich, während wir Sport treiben, auf wenig anderes konzentrieren. Probleme werden nicht mehr so drängend wahrgenommen. Auch das Gefühl, seinen Problemen machtlos gegenüberzustehen, relativiert sich: Wer es gegen den inneren Schweinehund schafft, sich selbst zu bewegen, der bekommt das Gefühl, auch andere Dinge im Leben bewegen zu können.

Bewegung lässt Hirnzellen wachsen

Sport macht übrigens nicht nur schön, gesund und glücklich, sondern auch noch schlau: Regelmäßiger Sport lässt nachgewiesenermaßen Hirnzellen wachsen. Auch das Gehirn trainiert also mit. So kann uns Bewegung tatsächlich vor Erkrankungen wie Alzheimer schützen.

Und wenn Ihnen das alles als Motivation noch nicht ausreicht: Sport sorgt auch für neue Kontakte: Bei einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens TNS gaben zwei Drittel der Befragten an, dass Sie durch den Sport neue Menschen kennengelernt haben.

Also worauf warten Sie noch? Packen Sie Ihre Schwimmsachen, ziehen Sie Ihre Laufschuhe an oder stauben Sie Ihr Fahrrad ab und winken Sie dem inneren Schweinehund zum Abschied!

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