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Laufen Sie sich zum Sanguiniker

Griesgrämig ist vieles im Alltag. Schauen Sie sich doch nur einmal rechts und links um. Wer lächelt einfach nur fröhlich und hat gute Laune? Nicht viele Menschen – aber Sie können dazugehören. Sie können den Stress hinter sich lassen und Ihre Laune wirkungsvoll steigern. Laufen Sie einfach los – und Sie zaubern ein Lächeln auf Ihr Gesicht.

Lebensfroh, locker, lächelnd – in der Fachsprache bezeichnet man solche Menschen als Sanguiniker. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie optimistisch durchs Leben gehen, spontan sind, psychisch stabil und extrovertiert. Eine Lebenseinstellung, die sicherlich zu bewundern ist. Aber wie kommen Sie selbst dahin, diese Einstellung zu erhalten? Das ist gar nicht so schwer: Wir wissen, dass viele dieser Menschen nichts anderes tun als – laufen. Klingt unglaublich? Ist es aber gar nicht, ganz im Gegenteil. Es ist sogar wissenschaftlich belegt.

Wir wissen aus Studien, dass regelmäßiges Laufen die Serotoninausschüttung so stark anhebt, dass es gelingt, Menschen damit aus depressiven Verstimmungen herauszuholen. Daher gehört ein Lauftraining heute bei vielen Depressionstherapien zum Behandlungsplan dazu.

Läufer sind einfach die besseren Optimisten

Der britisch-amerikanische Persönlichkeitsforscher Cattell definierte Persönlichkeit als das, was vorhersagt, was ein Mensch tun wird, wenn er in eine bestimmte Situation gebracht wird. Dieses Modell wird heute immer noch angewandt. Viele Forscher haben es benutzt, um Läufer zu charakterisieren. Die Ergebnisse waren immer dieselben.

Läufer sind

  • intelligent,
  • zuverlässig,
  • emotional gefestigt,
  • reif,
  • selbstsicher,
  • ernst, dennoch fantasievoll,
  • unabhängig,
  • entspannt,
  • locker.

Darüber hinaus haben Verhaltensforscher herausgefunden, dass sich bei Läufern auch das Verhältnis zum eigenen Körper ändert. Die meisten Menschen sind mehr oder weniger kritisch, wenn sie in den Spiegel blicken – es schaut halt nicht immer ein Supermodell zurück. Die Eigenwahrnehmung unterscheidet sich fast immer stark vom Idealbild. Bei Läufern dagegen ist das anders. Sie fühlen sich mit jedem Kilometer, den sie absolviert haben, wohler in ihrem Körper – und das hat nicht nur damit etwas zu tun, dass Sie beim Laufen vielleicht das eine oder andere Kilo verlieren. Das geht so weit, bis plötzlich Eigenwahrnehmung und Idealbild übereinstimmen – die Folge: wahres Glück.

Aber was steckt hinter all diesen Glücksgefühlen?

Warum fühlen sich Läufer so pudelwohl im eigenen Körper? Der Grund dafür ist in Ihrem Körper selbst zu suchen. Wenn Sie richtig laufen, mit dem richtigen Puls, nicht zu schnell, trainieren Sie im Sauerstoffüberschuss. In Ihrem Körper werden dann so genannte Endorphine freigesetzt. Dabei handelt es sich um Botenstoffe, deren Wirkung Sie mit der von Rauschgift vergleichen können. Produziert werden sie vom Gehirn und von den Immunzellen. Sie besetzen im Gehirn die gleichen Rezeptoren wie Rauschgift. Die Impulse, die sie auslösen, werden von Nervenzelle zu Nervenzelle weitergegeben und überströmen so Ihren Körper mit einem Glücksgefühl.

Auch bei regelrechten Panikanfällen helfen Ihnen die Laufschuhe. Wissenschaftler der Universität Saarbrücken haben es vor zwei Jahren nachgewiesen. Wenn Sie dreimal pro Woche laufen, reduzieren Sie Ihre Panik. Zwar geht es nicht so schnell wie mit einer Pille, aber dafür umso gesünder.

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