Laufen und Joggen: Fragen 1 bis 5 zum Trainingsbeginn
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Jetzt geht's los!
Die Sylvester-Knaller sind in Rauch aufgegangen, das Jahr 2007 ist aber noch jung – vielleicht auch Ihr Vorsatz, mehr Sport zu treiben? Schnell tun sich einige Fragen auf, die Sie sich als Lauf- oder Sportanfänger stellen. Und meist sind diese unbeantworteten Fragen der Grund, dass so viele rasch wieder kapitulieren. Damit nicht auch Sie Ihre Laufschuhe frustriert in die Ecke legen, beantworte ich Ihnen hier typische Fragen für Ihren Sporteinstieg.
1. Was ziehe ich an? Diese Frage dürfen sich nicht nur Frauen stellen – auch Sie als Sportler sollten auf die richtige Kleidung setzen. Laufen Sie nicht im alten Baumwoll-T-Shirt oder -Trainingsanzug los. Diese Fasern saugen sich voll Schweiß, anstatt ihn von Ihrem Körper wegzutransportieren. Die Folge: Sie können unterkühlen und sich erkälten. Verwenden Sie besser Laufbekleidung aus speziellen Sportfasern, wie zum Beispiel Coolmaxx. Diese leiten Ihren Schweiß nach außen ab, Sie und Ihre Bekleidung bleiben so weitgehend trocken. Zudem sollten die Kleidungsstücke eher eng als weit geschnitten sein. Schlabberige Hosen und Hemden stören beim Laufen, können sogar dazu führen, dass durch die Reibung wunde Stellen an Ihrem Körper entstehen. Wund laufen können Sie sich auch, wenn Nähte an falschen Stellen sitzen. Achten Sie darauf, dass Ihre Sportbekleidung nicht zwischen den Beinen oder unter den Armen genäht ist. Unterwäsche sollte „seamless“, also nahtlos, sein. Auch Ihre Socken sollten aus Funktionsfaser sein und keine Nähte auf Zehen, an den Seiten oder an den Fersen aufweisen.
2. Wie warm ist zu warm? Achten Sie auch darauf, dass Sie sich nicht zu dick anziehen – ein Fehler, der besonders im Winter gerne gemacht wird. Tragen Sie lieber mehrere dünne Schichten übereinander. Dann können Sie zur Not ein Teil ausziehen. Es gilt die Regel: Sie sollten leicht frösteln, wenn Sie loslaufen, dann sind Sie richtig bekleidet. Glauben Sie mir, ins Schwitzen kommen Sie von ganz allein.
3. Kann ich die alten Schuhe von vor zehn Jahren weitertragen? Das kommt darauf an: Sie müssen Ihre Schuhe wechseln, wenn die Dämpfung abgelaufen ist. Das ist in der Regel nach 500 km Laufleistung der Fall. Auch wenn die Sohle leicht brüchig ist oder Verschleiß zeigt, sollten Sie besser in ein paar neue Schuhe investieren. Beim Kauf von neuen Schuhen gilt: Generell brauchen Sie keine hypergedämpften, luftgepolsterten Schuhe, wenn Ihre Gelenke gesund sind. Es reicht eine flache Dämpfung im hinteren und eine sanfte Dämpfung im vorderen Fußbereich. Wenn Sie mit diesen Informationen in ein Sportgeschäft gehen, erhalten Sie auf jeden Fall gut geeignete Schuhe. Übrigens: Der Preis sagt nicht viel aus – fragen Sie ruhig nach Vorjahresmodellen. Diese kosten weniger, sind aber genauso gut wie die aktuelle Mode.
4. Brauche ich eine andere Größe bei meinen Schuhen? Laufschuhe sollten grundsätzlich eine bis eineinhalb Nummern größer ausfallen als die Schuhe, die Sie normalerweise tragen. Wenn Sie Sport treiben, schwellen Ihre Füße an – ein zu kleiner (obwohl ja eigentlich passender) Schuh kann dann schnell zur Qual werden.
5. Wie schlimm ist es, wenn ich schneller laufe und damit meine Herzfrequenz über dem vorgegebenen Wert liegt? Wenn Sie Ihre Herzfrequenz beim Sportarzt messen lassen, erhalten Sie Ihre individuelle Grenze für aerobes Training und Ihre maximale Pulsgrenze. Wenn Sie die Grenze des aeroben Trainings kurzzeitig überschreiten, ist das nicht schlimm. Sie sollten jedoch aufpassen, dass Sie unter Ihrer maximalen Pulsgrenze bleiben. Überschreiten Sie diese, beginnt Ihr Körper, Zucker statt Fett zu verbrennen. Die Folge: Ihr Blutzuckerspiegel sinkt zu stark ab, Sie haben nach dem Training regelrecht Heißhunger. Zudem braucht Ihr Körper rund 15 Minuten, um wieder auf „Fettverbrennung“ umzuschalten, wenn Sie wieder langsamer laufen. Sie haben dann also eine ganze Zeit lang umsonst trainiert, wenn Sie mit Ihrem Training hauptsächlich Fett verbrennen wollen.