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Laufen Sie dem Fett davon

Es gibt Fragen, die mir immer mal wieder gestellt werden. Die beliebteste: „Wann soll ich eigentlich am besten laufen?“ Meine Antwort ist immer die gleiche: „Morgens, vor dem Frühstück!“ Und auch wenn Sie sich erst einmal schwer damit tun, mit nüchternem Magen das Haus zu verlassen, um zu trainieren – auf Dauer werden Sie von diesem Training profitieren.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der Gedanke abschreckend klingen kann. Nichts mit leckerem Frühstück, erst einmal die Laufschuhe anziehen. 30 Minuten lang sollten Sie sich jeden Morgen Ihr Frühstück verdienen. Aber für diese Empfehlung, die mittlerweile auch von vielen Wissenschaftlern unterstützt wird, habe ich einen guten Grund.

Insulin macht Ihr Training zunichte

Mein Grund, weswegen ich auf ein Training auf nüchternem Magen bestehe, heißt Insulin. Dieses körpereigene Hormon sorgt dafür, dass der Zucker aus der Nahrung den Körperzellen schnell zur Verfügung gestellt wird. Gleichzeitig ist Insulin aber auch daran beteiligt, dass das Fett in Ihre Körperzellen geschleust wird. Dadurch hemmt es die Freisetzung von Fettsäuren aus Ihren körpereigenen Depots. Insulin hält also genau das Fett in Ihren Zellen fest, das Sie durch Training eigentlich verlieren wollen. Wenn Sie nun vor dem Training etwas essen, ist Ihr Insulinspiegel im Körper sehr hoch, und Sie können das Fett nicht abbauen.

Erst nach mehr als 30 Minuten Training schaltet Ihr Körper dann auf Fettverbrennung um — wenn Sie Ihre Turnschuhe gerade wieder ausgezogen haben.

Verbrennen Sie lieber „Hüftgold“ – keinen Zucker!

Laufen Sie nüchtern, ist kein Insulin vorhanden, was die Zuckerspeicher Ihrer Muskelzellen wieder füllen kann. Nach spätestens 20 Minuten sind diese Speicher erschöpft, und nun muss sich Ihr Körper etwas Neues einfallen lassen. Er sucht nach einem anderen Stoff, der die Energieversorgung sichert. Er stellt sich um und verbrennt nun keinen Zucker mehr, sondern Fett: Ihre körpereigenen Fettvorräte, auch die, die sich in den letzten Jahren vielleicht als Hüftgold abgelagert haben.

Laufen Sie sich den Kopf frei

Der frühe Morgen bietet gerade in den jetzt bevorstehenden Sommermonaten noch weitere Vorteile. Morgens früh ist die Luft besser, weil es noch kühler ist. Sie nehmen mehr Sauerstoff auf, Ihr ganzer Körper wird besser durchblutet. So wird auch Ihr Gehirn wach: Sie können besser denken.Das versetzt Sie in die Lage, Ihren ganzen Tag frisch anzugehen.

Wasser und Quark regen Ihren Fettstoffwechsel an

Damit Ihnen beim nüchternen Training zu Beginn nicht flau im Magen wird, können Sie ein paar Löffel Magerquark essen. Damit unterstützen Sie den Fettstoffwechsel Ihres Körpers. Dazu noch ein großes Glas Wasser, eventuell mit Zitrone.

Am Anfang darf es auch einmal eine Tasse Kaffee sein. Sie werden merken: Mit der Zeit werden Sie sie nicht mehr brauchen. Sie werden morgens so fit sein, dass Ihr Körper nicht mehr nach Kaffee, sondern nach Bewegung verlangt.

Verzichten sollten Sie dagegen generell auf Getränke, die Traubenzucker enthalten. Auch auf Früchtetees oder Säfte vor dem Morgenlauf sollten Sie verzichten. Diese enthalten durch die Früchte Saccharose — und damit ebenfalls Glukose. Die Folge wäre, dass Siemit diesen Getränken wiederum Insulin in Ihrem Körper freisetzen und so die Fettverbrennung stören.

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