Laufen und Joggen: Allgemeines
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Wenn Sie joggen, sind Sie auf dem kürzesten Weg zu verbesserter Fitness, starker Gesundheit und einem klaren Kopf. Zudem handelt es sich um einen relativ einfachen Sport, den fast jeder ausüben kann.
Einfach Turnschuhe an und loslaufen – so machen es viele. Aber schnell ergeben sich doch die ersten Fragen. Mache ich überhaupt alles richtig oder schade ich vielleicht meiner Gesundheit? – Zweifel kommen schnell. Und auch die Laufindustrie mit immer neuen Produkten sorgt oft für Verwirrung beim Laufanfänger: Was brauche ich, muss es wirklich das spezielle Hemd sein, reichen nicht die Tennissocken statt der Klimafaser?
Ich möchte Ihnen die wichtigsten Anfängerfragen beantworten, um Sie ein bisschen zu motivieren. Sie werden sehen, Laufen ist im Grunde doch so einfach, wie es scheint.
Warum soll ich überhaupt laufen?
Gäbe es eine Pille, die alle positiven Effekte des Laufens vereinigen würde, wäre sie wohl das meistgefragte Arzneimittel – und würde schätzungsweise die Hälfte der Internisten arbeitslos machen. Wer läuft, reduziert sein Körperfett und seinen Cholesterinspiegel, stärkt Kreislauf und Immunsystem, fördert die Sauerstoffaufnahme und damit die Gehirnfunktionen, baut Stresshormone ab und dafür Glücks- und Kreativitätshormone auf (Endorphine, ACTH). Kurzum: Läufer sind gesünder, gescheiter und glücklicher als Nichtläufer.
Wann sollte ich vor dem Laufen etwas essen?
Am besten ist es, Sie laufen morgens, wenn Sie nüchtern sind und nehmen vor dem Lauf nur ein großes Glas Wasser zu sich. Wenn Ihnen das nicht möglich ist: die letzte Hauptmahlzeit sollte etwa drei Stunden zurückliegen. Fette und eiweißreiche Speisen allerdings können den Magen auch die doppelte Zeit beschäftigen. Mögliche Folge: Kurz nach dem Start legt der Verdauungsapparat rülpsend Protest gegen Ihre Aktivitäten ein. Nach einem Gänsebraten also liebernoch zwei Stunden warten. Gegen den Hunger zwischendurch helfen leicht verdauliche Obstsorten (z. B. Äpfel und Bananen) und Milchprodukte. Noch besser sind Fruchtsaftschorlen im Verhältnis drei (Mineralwasser) zu eins, die Sie auch noch eine halbe Stunde vor dem Loslaufen genießen können.
Und was soll ich danach zu mir nehmen?
Idealerweise nehmen Sie erst einmal wieder das Glas und mixen sich eine Fruchtsaftschorle. Jetzt darf sie etwas konzentrierter sein. Wenn Sie es gut vertragen und mögen, können Sie auch mit Mischungen aus Sprudel und Buttermilch oder Kefir Ihre Defizite an Wasser, Mineralstoffen und Kohlenhydraten ausgleichen. (Wiegen Sie sich einmal vor und einmal nach dem Laufen, um ein Gefühl für den Schweißverlust zu bekommen. Genau diese Gewichtsdifferenz abzüglich 0,5 kg entspricht einem halben Liter Wasser und sollte in Form von Flüssigkeit wieder aufgenommen werden. Etwas später, wenn sich Ihr Kreislauf beruhigt hat, können Sie Kohlenhydratspeicher in größerem Stil füllen: Essen Sie, wonach Ihnen der Sinn steht. Auch das ist nämlich der große Vorteil des Laufens: Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, kann sich bedenkenlos auf seinen Appetit verlassen.
Wie kleide ich mich richtig?
Je weniger Sie mit fortschreitender Kondition Gehpausen einlegen müssen, desto sparsamer sollten Sie mit der Kleidung umgehen. Wenn Sie sich bei kühler Witterung schon zum Start behaglich fühlen, sind Sie zu dick angezogen und erschweren dem Körper unnötig den Hitzetransport. Zeigt das Thermometer mehr als fünf Grad, reichen für die sich schnell erwärmende Beinmuskulatur Kurz-Tights aus. Besonders kälteempfindlich dagegen sind Hände, Hals undKopf. Deshalb an kühleren Tagen lieber einmal zu oft Handschuhe, Halstuch und Stirnband oder Mütze nehmen. Warum viele Jogger Baumwollkleidung tragen, ist eines der großen Rätsel unserer Zeit. Baumwolle wird nass und bleibt nass. Besser geeignet sind atmungsaktive Synthetikstoffe, die den Schweiß abtransportieren, aber keine Feuchtigkeit nach innen durchlassen.