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Fitness-Tracker: Die beliebte Motivationshilfe der Deutschen

Im Frühling haben viele wieder mehr Lust auf Bewegung und körperliche Aktivität. Damit dieseLust zur gesunden Betätigung unterstützt wird, nutzen immerhin schon fast 20 Prozent der Deutschen eine Motivationshilfe: einen Fitness-Tracker.

Motivation durch Technik

Fitness- oder Activity-Tracker sind kleine mit Sensoren ausgestattete Geräte, die Sie meistens in Form eines Armbands am Körper tragen. Die Sensoren in den Bändern zeichnen durch den Körperkontakt eine Reihe von gesundheits- und fitnessrelevanten Daten auf und werten diese auch aus. Fitness-Armbänder ermitteln:

  • die Anzahl der Schritte pro Tag
  • die zurückgelegte Laufstrecke
  • die in Ruhe verbrachte Zeit
  • ruhige und unruhige Schlafphasen
  • den Kalorienverbrauch

Einige Aktivity-Tracker zeichnen auch den Herzschlag und die Pulsfrequenz auf.

Fitness-Tracker: So funktioniert er

Um die so ermittelten Daten auch verfolgen zu können, benötigen Sie ein Endgerät, auf das Ihr Armband die Daten überträgt. Geeignet hierzu sind sowohl ein Computer als auch ein Handy oder ein Tablet. Hier sehen Sie dann in übersichtlichen Grafiken, wie aktiv Sie waren und wo es Defizite gibt. Damit diese Übertragung möglich ist, benötigen Sie keine Kabel. Der Datentransfer erfolgt vielmehr entweder über eine Bluetooth- oder über eine WLAN-Verbindung. Das hört sich komplizierter an, als es ist. Um Ihr Fitness-Armband mit dem Endgerät zu verknüpfen benötigen Sie lediglich eine einmalige Installation, die Ihnen in einfachen Schritten erklärt wird. Von da an müssen Sie den Akku Ihres Armbands lediglich einmal täglich über ein Netzkabel aufladen.

Wohl jeder weiß inzwischen, wie wichtig Bewegung für die Gesundheit ist. Doch nicht jeder hat auch die nötige Konsequenz, sich regelmäßig aufzuraffen. Was fehlt, ist oft die Motivation und auch die Belohnung, wenn man sich doch überwunden hat. Hier können die kleinen Fitness-Bänder eine wertvolle Unterstützung sein. Wenn Ihnen das Band zum Beispiel am Nachmittag anzeigt, dass Sie statt der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) täglich empfohlenen  10.000 Schritte erst 4.000 geschafft haben, gehen Sie wahrscheinlich eher noch einmal nach draußen als ohne diese Motivationshilfe. Außerdem meldet sich Ihr Armband, wenn Sie zu lange ruhig gesessen haben. Haben Sie dann am Abend das von Ihnen selbst festgelegte Aktivitätsziel erreicht, bekommen Sie von Ihrem Tracker auch ein schriftliches Lob.

Selbst Krankenkassen unterstützen Fitness-Armbänder

Wenn Sie zwar willig sind, sich sportlich zu betätigen, aber Probleme mit dem Umsetzen der guten Vorsätze haben, kann ein Fitness-Armband durchaus eine Hilfe sein. Es müssen auch nicht die teuersten Geräte sein. Nach dem ganz aktuellen Testergebnis von Stiftung Warentest aus diesem Jahr ist auch das billigste getestete Gerät (Xiaomi-Mi-Fitnessarmband) für 25 Euro durchaus noch befriedigend geeignet, die wichtigsten Gesundheitsdaten zu erfassen.

Dass Fitness-Tracker zu einer gesunden Lebensweise beitragen können, haben offenbar auch die Krankenkassen festgestellt. Daher unterstützen immer mehr Kassen ihre Versicherten beim Kauf dieser Geräte und leisten beispielsweise auf die mindestens 399 Euro teure Apple Watch einen Zuschuss in Höhe von 250 Euro. Allerdings müssen sich die so Unterstützten unter anderem bei der Techniker Kasse und bei der AOK die Bezuschussung zunächst verdienen, indem sie an Vorsorgeprogrammen teilnehmen. Wer das nicht möchte, kann sich je nach Kasse auch zwischen 50 und 90 Euro als Zuschuss auszahlen lassen. Als zuschusswürdig werden dabei alle Geräte anerkannt, die Gesundheitsdaten erheben, auswerten und an mobile Geräte weiterleiten.

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