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So ist Ihr Fahrrad rückenfreundlich

Frau Ellen A. hat diese Frage:

Unser Fahrradhändler macht gerade „Winterausverkauf“. Da mein Citybike mir oft Rückenschmerzen verursacht, weil ich zu gebückt darauf sitze, möchte ich mir ein neues Rad kaufen und da bieten sich diese Rabatte für mich natürlich an. Können Sie mir sagen, worauf ich achten muss, damit ich mir ein vernünftiges Rad kaufe, das mir keine Rückenschmerzen verursacht?

Liebe Ellen,

wichtig ist vor allem, dass Sie darauf achten, dass sich an Ihrem neuen Fahrrad so viel wie möglich verstellen lässt. Sattelhöhe, -position und -neigung sollten sich ebenso individuell einstellen lassen wie Lenkerhöhe und -neigung oder die Sitzlänge. Nur so kann Ihr Fahrrad genau auf Sie angepasst werden.

Wichtig ist, dass sich die Sitzlänge an Ihrer Größe orientiert. Unter Sitzlänge versteht man die Entfernung vom vorderen Ende des Sattels bis zur Lenkermitte. Sie sollte rund 3 Fingerbreit länger sein als die Länge von Ihrem Unterarm vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen.

Achten Sie auch auf die richtige Sitzposition – Sie sollten aufrecht sitzen können. Dazu muss der Lenker rund 20 Zentimeter höher sein als die Sattel-Oberkante. Der Sattel ist genau dann hoch genug, wenn Ihr Knie noch leicht gebeugt ist, wenn Ihr Fußballen die Pedale ganz nach unten getreten hat.

Empfehlenswert ist darüber hinaus ein vollgefedertes Rad. So wird die Wirbelsäule vor Belastung geschützt, Stöße werden um bis zu 35 % abgemildert. Ein luftgefederter Sattel ist ebenfalls gut. Er mildert den Druck auf die Sitzbeinhöcker und die Harnröhre. So vermeiden Sie Beschwerden bei längeren Touren. Wenn Sie nach besonders rückenfreundlichen Rädern suchen, lohnt sich ein Blick auf die Beschreibung: findet sich hier dann das Gütesiegel der „Aktion gesunder Rücken“, dass ein Rad für seine Rückenfreundlichkeit auszeichnet.

Viel Spaß beim Radfahren,

Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner

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