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Ergometer – Ausführungen und Vorteile im Überblick

Das sportliche Training in den eigenen vier Wänden liegt im Trend. Schon 2013 ergab eine Umfrage des Ifak Instituts laut der Zeitschrift „fitforfun“, dass beinahe jeder dritte Deutsche zu Hause regelmäßig Sport treibt. Die Gründe dafür sind vielfältig. So ist man beim Hometraining vor den Blicken anderer geschützt, man kann sich die Trainingszeit flexibel einteilen und zahlt keine regelmäßige Gebühr fürs Fitnessstudio.

Dabei lässt sich ohne jegliches Zubehör effizient zu Hause trainieren. Viele Menschen entscheiden sich aber zusätzlich für ein Ergometer – also ein Trainingsgerät, das die eigene Leistung misst. Ergometer gibt es in verschiedensten Ausführungen und für die verschiedensten Zielsetzungen. Sie ermöglichen leidenschaftlichen Joggern oder Radfahrern, ihr Ausdauertraining auch bei schlechtem Wetter durchzuführen und erleichtern die Trainingsgestaltung durch zahlreiche Zusatzfunktionen. Je nach Ausführung sind sie schon für wenig Geld zu haben. Doch wie geht man vor, um das richtige Gerät für die eigenen Bedürfnisse auszuwählen?

 

Ergometer – welches Trainingsgerät soll es sein?

Viele Menschen setzen ein Ergometer mit einem Fahrrad für das stationäre Training zu Hause oder im Fitnesscenter gleich. Tatsächlich sind Fahrrad-Ergometer im Heimgebrauch besonders häufig verbreitet – obwohl ihnen Crosstrainer mittlerweile den Rang abgelaufen haben. Daneben gibt es aber noch eine ganze Reihe anderer Varianten von Ergometern. Dazu gehören:

  • Crosstrainer
  • Laufbänder
  • Ruderergometer
  • Liegerad-Ergometer

Alle diese Geräte sind ideal für ein Ausdauertraining in den eigenen vier Wänden. Allerdings sprechen sie teilweise unterschiedliche Muskelgruppen an. So beansprucht ein Ruderergometer zusätzlich zu den Beinen auch den Oberkörper und die Arme und ist somit gut für ein effektives Ganzkörpertraining geeignet. Das Training mit dem Crosstrainer und Fahrradergometer ist sehr gelenkschonend und bietet sich daher für Einsteiger oft eher an als die Verwendung eines Laufbands.

Doch was ist nun der Unterschied zwischen einem Heimtrainer und einem Ergometer? Von außen ist dieser nicht unbedingt zu erkennen. Schließlich gibt es sowohl Heimtrainer als auch Ergometer in Fahrradform und beide besitzen heute oft eine Reihe von Funktionen, zum Beispiel zur Pulsmessung.

Grundsätzlich zeichnen sich Ergometer durch folgende Eigenschaften aus:

  • Sie sind geeicht, das bedeutet, der eingestellte Widerstand darf höchstens 10 % vom tatsächlichen Wert abweichen.
  • Die Watt-Zahl wird stufenlos und computergesteuert eingestellt. Beim Heimtrainer erfolgt sie häufig manuell.
  • Ergometer erbringen deutlich mehr Leistung als Heimtrainer.
  • Nutzern stehen mehr Funktionen zur Verfügung als bei einem Heimtrainer.

Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass sich Ergometer auch für höhere Ansprüche eignen. Durch ein Mehr an Leistung, die genaue Einstellbarkeit und diverse Zusatzfunktionen können sogar semiprofessionelle Sportler mit einem Ergometer ein effektives Training absolvieren. Demgegenüber sind Heimtrainer für Menschen geeignet, die regelmäßig für Bewegung sorgen möchten – ohne hochgesteckte Ziele zu erreichen. Dieser Unterschied schlägt sich im Preis nieder. Ergometer sind in aller Regel deutlich teurer als einfache Heimtrainer.

Was sollte ein gutes Ergometer können

Was ein gutes Ergometer auszeichnet, hängt entscheidend von der Art des Ergometers ab. Käufer können nach Informationen auf ergometer.de sich an den folgenden Kriterien orientieren:

  • Laufband: Eine gute Dämpfung ist vor allem für übergewichtige Personen zentral. Zudem sollte das Laufband genug Leistung aufbringen und eine Einstellung der Steigung ermöglichen.
  •  Crosstrainer: Bei der Auswahl eines Crosstrainers ist es wichtig, auf den Beinabstand zu achten. Fällt dieser sehr groß aus, hat dies eine höhere Belastung für die Gelenke zur Folge. Die Bewegung sollte als möglichst harmonisch empfunden werden.
  •  Rudergerät: Ist ein Rudergerät zu klein, leidet häufig der Komfort beim Sitzen. Besser als Geräte mit einem Hydraulikzylinder sind solche mit Magnet- bzw. Wirbelstrombremse, Windrad oder Wasserrad.
  •  Fahrrad-Ergometer: Die Schwungmasse sollte mindestens 9 Kilogramm betragen, um einen harmonischen Rundlauf zu gewährleisten. Empfehlenswert ist außerdem ein Induktionsbremssystem. Ein Liegerad –Ergometer ist teurer, aber sehr komfortabel – gerade für Übergewichtige.

Zusätzlich gibt es Kriterien, die bei allen Formen von Ergometern eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehört eine Möglichkeit der Pulsmessung. Das erleichtert ein zielgerichtetes Training auch für Einsteiger enorm.

Außerdem spielen Stabilität und schließlich auch der Platzbedarf des Ergometers eine wesentliche Rolle, schon bei der Auswahl des geeigneten Geräts. Vor allem Laufbänder nehmen viel Platz weg. Manche Geräte lassen sich platzsparend zusammenklappen und aufbewahren.

 Welche Preisklasse ist sinnvoll?

Auch auf diese Frage gibt es natürlich keine allgemeingültige Antwort. Generell hängen die Preise von Ergometern von mehreren Faktoren ab:

  • Art des Ergometers
  • Leistungsfähigkeit
  • Ausstattung

Ein Laufband ist häufig teurer als ein Fahrradergometer. Dasselbe gilt für ein Liegerad im Gegensatz zu einem Sitzrad. Wer geringe Ansprüche an das Training stellt, kann zu einem billigen Ergometer oder auch nur zu einem Heimtrainer greifen, sollte aber auch dabei darauf achten, dass die Voraussetzungen für ein gesundes und gelenkschonendes Training gegeben sind. Semiprofessionelle Sportler beziehungsweise solche, die gezielt für ein Event wie einen Marathon trainieren, tun gut daran, sich für einen leistungsstarken Ergometer zu entscheiden.

Generell gilt: Die teuersten Ergometer sind nicht immer die besten. Das bekräftigte ein Test von Fahrradtrainern der Stiftung Warentest. Er machte zudem auf ein weiteres, häufig vernachlässigtes Kriterium bei der Auswahl von Ergometern aufmerksam. So enthielten sechs getestete Modelle Schadstoffe in den Griffen. Es lohnt sich also, vor einem Kauf professionelle Bewertungen durchzulesen. Dann kann man sogar das eine oder andere Schnäppchen machen.

Ausdauertraining auf dem Ergometer ist eine gute Unterstützung und Ergänzung zum Krafttraining. So lässt sich die Fitness steigern und darüber hinaus kann auch Gewicht abgebaut werden.

Fazit

Für alle, die ein effektives Heimtraining absolvieren möchten, sind Ergometer eine sinnvolle Anschaffung. Für diese muss man sich nicht zwangsläufig in Unkosten stürzen. Damit das Training seinen Sinn erfüllt, ist es jedoch sinnvoll, bei der Auswahl ein paar zentrale Kriterien zu beachten. Das beginnt schon bei der Wahl der Art des Ergometers. Nicht für jeden ist ein Fahrrad gleichermaßen geeignet. Wer dann noch auf wichtige Eigenschaften wie Schwungmasse, Größe und Leistung achtet hat gute Chancen, sich über den Winter fit zu halten – ganz ohne Frieren.

Bildquellen:

Abbildung 1: © pololofreack (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: © ariesa66 (CCO-Lizenz) / pixabay.com

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